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Fidelity Asian Special Situations Fund A

Dass Asien einer der Wachstumstreiber der Weltwirtschaft ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Wer an Asien denkt, denkt vor allem an China und Japan. Doch auch in anderen Ländern sind interessante Unternehmen zu Hause. Der Fidelity Asian Special Situations Fund A hat sich auf Asien ohne Japan spezialisiert. Das ist konsequent, denn Japan gehört zu den großen entwickelten Wirtschaftsnationen, während die Nachbarn aus der Region zu den heranwachsenden Wirtschaftsnationen gehören.

BÖRSE am Sonntag

Das Besondere an dem Fonds ist, dass er sowohl in größere als auch in kleine Unternehmen investieren kann. Langfristig soll das Kapital wachsen, die laufenden Erträge werden dagegen eher geringer sein. Das Fondsvermögen muss zu mindestens 70% in Unternehmen angelegt sein, die sich in Sondersituationen befinden. Diese Unternehmen, so zeigt die Erfahrung, weisen oft eine Bewertung auf, die hinsichtlich des Gewinnpotenzials oder des Nettovermögens attraktiv ist. Maximal 25% des Fondsvermögens können außerhalb dieser Asset-Klasse investiert werden.

Langfristige Anlage

Wegen der Anlagephilosophie ist der Fonds als Portfolio-Ergängzung vor allem für Anleger geeignet, die langfristig investieren wollen. Denn die Strategie macht sich erst über einen längeren Zeitraum bezahlt. Wer nicht mindestens fünf Jahre Zeit hat, sollte den Fonds links liegen lassen. Asien dürfte als Region die sogenannten alten Länder in Europa und Nordamerika auch in Zukunft deutlich abhängen. Die Volkswirtschaften von Indonesien, Korea, Indien, China, Singapur, Thailand und Taiwan weisen trotz gelegentlicher Nackenschläge Wachstumsraten auf, die für Europa auch angesichts der wieder aufkeimenden Krise wohl kaum wieder erreichbar sein werden.

Asien wächst stark

So legt die Volkswirtschaft Südkoreas immer noch deutlich zu, obwohl die Koreaner unter der Euro-Krise genauso leiden wie unter den verhalteneren Aussichten für China – Prognosen zufolge dürfte das BIP im laufenden Jahr immerhin 3,6% erreichen. Waren Wachstumsraten von deutlich über 8% in den vergangenen Jahren in China an der Tagesordnung, kann dieses Jahr die Acht vor dem Komma in Gefahr geraten. Wahrscheinlicher aber ist, dass die chinesische Führung nach recht erfolgreicher Schlacht gegen die Inflation die Wachstumsampel wieder auf Grün stellen wird.

Asset Allocation

China ist wegen der besonderen Stellung in Asien im Fonds deutlich übergewichtet. Fondsmanager Joseph Tse erwartet insbesondere von der Liberalisierung der chinesischen Währung neue Impulse. Zudem setzt er auf Unternehmen, die vom stark steigenden Konsum in Asien profitieren. Ein weiteres Thema ist für Tse die wachsende Bedeutung von Internet-Geschäften. Bei den Einzeltiteln liegt die koreanische Samsung Electronics mit einem Depotanteil von 5,20% klar vorn. Auf dem zweiten Platz liegt Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSM). Das Halbleiterunternehmen kommt auf einen Anteil von 4,10%. CNNOC liegt mit einem Anteil von 2,9% auf Platz 3. Auf den weiteren Plätzen folgen Tencent Holdings und China Mobile mit jeweils 2,7%.

Fonds mit Gewicht

Der Fonds hat ein Volumen von mehr als 2 Mrd. US-Dollar. Das ist keine Kleinigkeit. Das Management setzt derzeit eher auf größere Unternehmen, hat aber die kleinen ebenfalls im Blick. Wer an den Entwicklungen in Asien teilhaben möchte, kommt an diesem Fonds kaum vorbei, zumal sich die Performance sehen lassen kann. Die Vergleichsindizes wurden über die vergangenen fünf Jahre geschlagen.