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First State Global Emerging Markets Fund

In vielen Schwellenländern – vor allem den asiatischen – boomt die Wirtschaft. China musste die Zinsen sogar mehrfach anheben, um die Inflation zu bremsen. Schwieriger ist die Lage im Nahen Osten: Die Unruhen haben viele Aktienmärkte erheblich belastet. Doch das Management des First State Global Emerging Markets Fund hält die Region langfristig für aussichtsreich. Bisher lagen die Manager mit ihren Einschätzungen meistens richtig: In den vergangenen zehn Jahren erreichten sie eine Performance von fast 13% per annum.

BÖRSE am Sonntag

Investments in den Emerging Markets sind nichts für Anleger mit schwachen Nerven. Nach einem guten Start ins Jahr 2011 kam es zu heftigen Korrekturen an vielen Aktienmärkten. Denn die Revolution in Ägypten und der Bürgerkrieg in Libyen sorgten ebenso für große Unsicherheit wie die Nuklearkatastrophe in Japan. Zudem trieben sie den Ölpreis nach oben. Mittlerweile kosten die führenden Rohölsorten deutlich über 100 US-Dollar je Fass (159 Liter). Andere Rohstoffe verteuerten sich ebenfalls. Deshalb hoben viele Notenbanken die Zinsen an, um die überbordende Inflation zu bremsen. China zum Beispiel erhöhte die kurzfristigen Zinsen seit Oktober 2010 viermal. Der aktuelle Satz von 6,31% liegt zwar unter der offiziellen Preissteigerungsrate von zuletzt 5,4%. Inoffiziell wird die Inflation aber auf mindestens 8% geschätzt. Trotz der Zinsmaßnahmen wächst die Wirtschaft jedenfalls rasant. Dasselbe gilt für Indien und Brasilien. Der größte Staat Lateinamerikas avancierte 2010 zur weltweit fünftgrößten Volkswirtschaft.

Schwergewichte Asien und Naher Osten

Neben Rohöl tendieren auch andere Rohstoffe fester. Deshalb dürfte die Inflation in vielen Schwellenländern hoch bleiben. Diese Perspektive trieb den Goldpreis jüngst auf einen Rekordstand von über 1.470 US-Dollar je Unze (31,1 Gramm). Davon sollten Goldminen wie AngloGold Ashanti profitieren. Die weltweite Nummer 3 unter den Edelmetallförderern war Ende März mit 5% des Fondsvermögens die größte Position des First State Global Emerging Markets. Auf den folgenden Plätzen rangierten der Halbleiterhersteller Taiwan Semiconductor (4,6%) und der Energiekonzern Hongkong & China Gas (4%). Von Asien halten die Fondsmanager Jonathan Asante und Glen Finegan viel, wenn sie mit einer Gewichtung von 53% auch um 4,6 Prozentpunkte unter ihrer Benchmark MSCI Emerging Markets zurückbleiben. Den Nahen Osten (Region EMEA) haben sie mit gut 30% klar zulasten Lateinamerikas übergewichtet. Unter den Einzelwerten stiegen sie zuletzt beim brasilianischen Einzelhändler BR Malls ein, während sie sich vom chinesischen Gesundheitsunternehmen Mindray Medical und dem US-Ölkonzern Noble Corp. trennten.

Ansehnliche Outperformance

Angesichts der hohen Ölpreise klingt das überraschend. Doch die Fondsmanager beweisen seit Langem ihr Gespür für die richtigen Investments zur richtigen Zeit. Seit der Auflegung des Fonds Ende 1992 kletterte der Anteilswert auf das Neunfache. Laut Daten des Fondsanalysehauses Morningstar hängte das Management den Vergleichsindex in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 1,4% per annum ab. Auf 5-Jahres-Sicht betrug die jährliche Outperformance sogar 3,3%. Trotzdem verlangt die Fondsgesellschaft First State keine erfolgsabhängige Vergütung. Die jährliche Verwaltungsgebühr wurde jedoch im vergangenen Jahr von 1,5% auf 1,75% erhöht. Deshalb stieg die Gesamtkostenquote von 1,62% im Jahr 2009 auf 1,89%. Der Ausgabeaufschlag von bis zu 4% ist relativ niedrig. Außerdem wird der Fonds an deutschen Börsen mit geringem Spread zwischen An- und Verkaufspreis notiert.