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Metzler European Smaller Companies

Anleger neigen oft dazu, sich auf die großen Werte zu konzentrieren. Daran ist die Finanzindustrie nicht ganz unschuldig, die immer wieder zeigt, dass nur die großen Werte über einen ausreichend liquiden Markt verfügen. Ferner haben die großen Werte den Ruf, weniger volatil zu sein. Die Folgen der Finanzkrise haben aber gezeigt: Große Werte schützen vor extremen Intraday-Schwankungen nicht. Im Gegenteil: In der zurückliegenden Krise war oft zu beobachten, dass die kleinen Werte relativ stabil blieben, während die Dickschiffe Achterbahn fuhren. Auf kleinere Unternehmen setzt der Metzler European Smaller Companies.

BÖRSE am Sonntag


Größe allein garantiert kein profitables Geschäftsmodell. Häufig wird oft als Argument angeführt, zu kleineren Werten gebe es nicht genügend Research. Darin kann man auch eine besondere Chance sehen. Ein Blick auf Nebenwerte lohnt durchaus. Zumal Anleger in diesem Segment noch die Chance haben, weniger bekannte Perlen zu entdecken. Wer diese rechtzeitig findet, kann dann am Aufstieg an der Börse teilhaben. Deshalb ist ein Fonds, der sich ausschließlich auf das Nebenwertesegment konzentriert, zumindest eine Überlegung wert. Der Metzler European Smaller Companies setzt nicht nur auf deutsche Werte, sondern auf den gesamten europäischen Raum. Das erhöht die Chance auf eine erfolgreiche Perlensuche. Das Management hat jedenfalls den Auftrag und den Ehrgeiz, vielversprechende Kleinunternehmen in Europa zu finden: Nischenplayer, erfolgreiche Geschäftsmodelle, Marktführer.

Anlage-Universum

Für die engere Auswahl hat das Fondsmanagement etwa 50 bis 100 Titel identifiziert. Das ist das Ergebnis der qualitativen Fundamentalanalyse. Hinzu kommen regelmäßige Gespräche zwischen Fondsmanagement und Unternehmen. Um das Risiko zu minimieren, dürfen auf eine einzelne Position maximal 5% des Portfolios entfallen. In der Regel haben die ausgesuchten Titel ein Depotgewicht von bis zu 2%. Das garantiert eine breite Streuung und schließt ein sogenanntes Klumpenrisiko aus. Derzeit hat der Fonds seine Mittel zu 42% im Euro-Raum angelegt, zu 32,20% in Großbritannien, zu 8,71% in der Schweiz und zu 7,3% in Norwegen. Auf den weiteren Plätzen folgen Jersey, Dänemark, die Bermudas, die Kaimaninseln, die Isle of Man und Schweden. Bei der Branchengewichtung liegt zurzeit die Industriegüterbranche mit einem Anteil von 26,15% vorn. Auf dem zweiten Platz mit großem Abstand folgt der Einzelhandel mit 9,57%. Die Erdöl- und Erdgasbranche kommt auf 9,36%, die Technologiebranche auf 9,31% und die Finanzdienstleister auf 7,51%. Rohstoffe kommen auf einen Anteil von 5,87%. Der Fonds ist derzeit zu 100% investiert.

Performance-Vergleich

In den vergangenen Jahren hat der Fonds seine Benchmark geschlagen. Seit dem 1. Juli 2007 ist die Benchmark der Stoxx Europe Small 200. Das ist seit Auflage der fünfte Vergleichsindex. Daher fällt ein langfristiger Performance-Vergleich etwas schwer. Jedenfalls hat der Fonds seit seinem Auflagedatum am 2. Januar 1998 eine jährliche Wertentwicklung von 7,68% hingelegt, der aktuelle Vergleichsindex dagegen nur 4,35%. Auch im 3- und im 5-Jahres-Vergleich liegt der Fonds vor dem Index.

Fonds für Risikobewusste

Metzler selbst stuft den Fonds mit der höchsten Risikoklasse ein. Daher sollte der Fonds nicht als Basisinvestment, sondern als Beimischung angesehen werden. Dazu sollte der Zeithorizont mindestens bei fünf Jahren liegen. Für kurzfristig Orientierte ist der Fonds weniger geeignet.