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M&W Privat - aus Überzeugung antizyklisch

Auf Sicht von einem Jahr hat der M&W Privat  um rund 17% verloren. Die beiden Fondsmanager Martin Mack und Herwig Weise sehen dennoch keinen Grund, ihre Strategie zu ändern. Die beiden Investment-Profis rechnen mit einer Korrektur an den Aktienmärkten und erwarten einen Anstieg der Teuerungsrate. Um das Kapital der Anleger zu schützen, favorisieren sie vor allem Goldinvestments und Bundesanleihen.

BÖRSE am Sonntag

Aktien waren in den vergangenen Monaten gesucht, die wichtigsten Börsenindizes erreichten neue Allzeithöchststände. Doch bei Titelauswahl und Gewichtung folgen Martin Mack und Herwig Weise nicht aktuellen Trends. Das Portfolio des von den beiden unabhängigen Vermögensverwaltern gemanagten M&W Privat ist vielmehr das Ergebnis ihrer tief gehenden Analyse fundamentaler Daten. Diese fällt derzeit nicht gut aus, weltweit trüben sich die Konjunkturindikatoren ein.

Gewinnrevisionen der Unternehmen unvermeidlich

Bei schwachem Wirtschaftswachstum und rückläufigem Konsum seien die Gewinnschätzungen der Unternehmen aber nicht zu halten, folgert Manager Weise. Die notwendigen Revisionen würden den Höhenflug der Aktienkurse beenden. „Die Realität lässt sich nicht auf Dauer von den Anlegern ausblenden“, sagt Weise. Ihn erinnert die Börseneuphorie der vergangenen Monate an die Zeiten des Neuen Marktes. Das Segment für Wachstums- und Technologiewerte erlebte zunächst einen Hype, ab 2000 jedoch einen tiefen Absturz. Weise und Mack hatten seinerzeit die Übertreibung frühzeitig erkannt und sich nicht in Aktien engagiert. 2003 bauten sie dagegen – wiederum konträr zur Marktmeinung – frühzeitig  Aktienpositionen auf und profitierten vom anschließenden Aufschwung. 

Mit physischem Gold und den Aktien von Minenunternehmen wollen Mack und Weise vor den Folgen der möglichen Korrektur schützen. Über 26% der  Mittel haben sie mittlerweile in physisches Gold gesteckt, hinzu kommen Investments in Edelmetall-Exchange-Traded-Funds. Der starke Preiseinbruch bei Gold im April hat die Meinung der beiden Manager nicht verändert. Im Gegenteil, sie nutzten die Gunst der Stunde und kauften zu.

Vertrauensverlust in Papierwährungen

Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Notenbanken und ihre geldpolitischen Verzweiflungstaten wie etwa die Pläne der Europäischen Zentralbank, risikobehaftete Kreditverbriefungen aus Südeuropa zu kaufen, werde das Vertrauen in die Papierwährungen weiter untergraben, meint Weise. „Physisches Gold wird dagegen jede Krise überdauern und weiterhin von den steigenden Unsicherheiten profitieren.“ Seine Auffassung bestätigt sieht Weise durch die Tatsache, dass unter anderem auch die chinesische und die russische Notenbank zuletzt Goldkäufe getätigt haben. „Sie wollen sich gegen den Wertverlust ihrer Währungsreserven schützen.“

Hoffen auf Erholung bei Goldminenaktien

Chancen sehen die Manager auch bei Goldminenbetreibern wie etwa Barrick Gold. Allerdings gab die Aktie des weltweit größten Goldproduzenten allein im April um 34% ab. Seitdem hat sich der Titel nur geringfügig erholt. Stark bergab ging es auch mit Newmont Mining. Weise hofft nun angesichts der mittlerweile sehr niedrigen Bewertungen auf eine Trendwende.

Auch Bundesschatzanweisungen sind im M&W hoch gewichtet. Diese werfen zwar nicht viel ab. Doch im Falle einer Korrektur  an den Aktienmärkten sollten diese stark nachgefragt werden. „Wir wollen das Portfolio so robust wie möglich machen“, begründet Weise den Kauf.

Fazit

Der Fonds spricht Anleger an, die mit einer Korrektur an den Aktienmärkten rechnen. Die beiden Fondsmanager waren mit antizyklischen Investments bereits erfolgreich.