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Vom Wandel japanischer Unternehmen profitieren: M&G Japan Fund


Aktieninvestoren halten Ausschau nach günstig bewerteten Titeln. Viele institutionelle Investoren suchen vor allem in Europa und Japan danach, da Aktien in den USA schon als vergleichsweise teuer gelten. Diesen regionalen Trend unterstreichen die Zahlen, die BlackRock Research für Mittelzuflüsse bei Indexfonds festgestellt hat.

Professionelle Investoren legten im vergangenen Monat 8,3 Mrd. US-Dollar in Index-Fonds mit japanischen Aktien an. Anleger, die in Japan auf ein aktiv gemanagtes Portfolio setzen wollen, können mit dem M&G Japan Fund (WKN: 797747) von steigenden Kurse am japanischen Markt profitieren.

Fortsetzung des Aufwärtstrends

Bereits im vergangenen Jahr konnten die Aktien in Japan deutlich zulegen. Auch der Start ins neue Jahr ist mit einem Plus von 16 Prozent beim Leitindex Nikkei 225gut geglückt. In dem asiatischen Land kommen viele Faktoren zusammen, die für weiter steigende Kurse sprechen. Die japanische Notenbank setzt weiter auf eine ultralockere Geldpolitik. Viele japanische Unternehmen sind mit hohen Bargeldbeständen ausgestattet, die entweder für Investitionen oder Aktienrückkaufprogramme genutzt werden können. Zudem ist der japanische Aktienmarkt vergleichsweise günstig bewertet. Auf eine günstige Bewertung einzelner Titel sowohl im historischen Vergleich als auch mit Blick auf die aktuelle Bewertung des Marktes setzt das Fondsmanagement des M&G Japan Fund. Der von Dean Cashman seit 2006 verwaltete Fonds konzentriert sich auf 40 bis 50 Einzeltitel, die aus Segmenten mit unterschiedlicher Marktkapitalisierung kommen können. Über eine Aufnahme in den Fonds entscheiden eine Fundamentalanalyse der jeweiligen Unternehmen und die Überzeugung des Portfoliomanagers. Daher kann das Fonds-Portfolio deutlich von der Index-Zusammensetzung des zu Vergleichszwecken genutzten MSCI Japan abweichen.

Wandel in Japan

Das Fondsmanagement sieht einen grundlegenden Wandel bei japanischen Unternehmen: „Die japanische Unternehmenslandschaft stellt sich völlig anders dar als noch im vergangenen Jahrzehnt. Die Firmen, die wir treffen, verdienen Geld und nutzen es, um es in neue Geschäftsfelder zu investieren, Schulden zurückzuzahlen oder Werte für Investoren durch Dividenden oder Aktienrückkäufe zu schaffen. Die Stärke der Bilanzen ist in den Aktienkursen nicht eingepreist.“ Das Portfolio wird vor dem Hintergrund der Anlagephilosophie des Fonds, auf Titel zu setzen, die zu Unrecht zurückgeblieben sind, aktiv angepasst. „In diesem Jahr haben wir bei Unternehmen aus den Sektoren Technologie und Grundstoffe Gewinne mitgenommen und diese in einige Nachzügler investiert, darunter größere Banken und Versicherungen“, so die M&G-Experten. Zu den größten Positionen im Fondsportfolio zählt aktuell die Bank Mitsubishi UFJ.

Renditen und Risiken

Der Fonds kann einen Track-Record seit 1971 aufweisen. In den vergangenen fünf Jahren lag der Wertzuwachs für Euro-Anleger bei knapp 94 Prozent. Das aktive Management mit antizyklischem und valueorientiertem Ansatz hat sich für Anleger bezahlt gemacht. Mit Stand vom 28. Februar 2015 erzielte der Fonds in den zurückliegenden fünf Jahren 91,2 Prozent Wertzuwachs, während der MSCI Japan bei 68,9 Prozent Gewinn lag. Betrachtet man noch längere Zeiträume, wie zum Beispiel einen Zehn-Jahres-Zeitraum, werden auch Phasen mit Durststrecken am japanischen Aktienmarkt deutlich. Der maximale Verlust des Fonds in diesem Zeitraum lag bei gut 59 Prozent. Mit dem Produkt können Anleger von einem bewährten Investmentansatz profitieren, bei dem die Chancen groß sind, dass er auch in Zukunft eine bessere Performance liefert als der breite Markt sie bietet.

M&G Japan Fund A
ISIN:GB0030938582
Fondsvolumen:225,6 Mio. Pfund
Fondswährung:Euro
Auflegungsdatum:06.04.71
Gesamkostenquote (p.a.):1,71%

30.04.2015 | 09:17

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