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Flexibler Ansatz beim Anleihemanagement – nordIX Renten plus


Die niedrigen Zinsen stellen auch Fondsmanager von Anleihefonds vor nicht unerhebliche Herausforderungen. „Kaufen und halten“ gehört der Vergangenheit an, gefragt sind bei Anleiheinvestments flexible Ansätze nach dem Motto „Kaufen und managen“. Der nordIX Renten plus (WKN: A0YAEJ) ist ein Anleihefonds, der sich der Herausforderung auch in Zeiten niedriger Zinsen attraktive Erträge zu erwirtschaften, in der Vergangenheit erfolgreich gestellt hat.

Anleihemanagement aus dem Norden

Der Fonds wird von der Hamburger Vermögensverwaltung Nordix AG verantwortet, die 2009 von Moritz Schildt und Claus Tumbrägel gegründet wurde. Die Gründer legen Wert auf Unabhängigkeit, das Unternehmen befindet sich zu 100 Prozent im Eigentum der Mitarbeiter und des Managements. Im nordIX Renten plus wird auf aktives Management und gezielte Auswahl der Anleihen gesetzt.

Die Asset Manager kaufen gezielt Rentenpapieren, die durch Marktverwerfungen fundamental übertriebene Kursabschläge hinnehmen mussten. Hier kommt die alte Kaufmannstradition zum Tragen, dass der Gewinn im Einkauf liegt. Genutzt wird eine breite Palette von Bonds. Dazu zählen Staatsanleihen, herkömmliche Unternehmensanleihen und von Banken emittierte Papiere. Das Fondsmanagement konzentriert sich im Portfolio zur Vermeidung von Währungsrisiken zu ca. 95 Prozent auf Euro-Anleihen.

Keine Angst vor Peripheriestaaten

Die Fondsrichtlinien erlauben ein sehr flexibles Management des Portfolios, frei von Rating- und Sektorvorgaben. Die Anleihe-Experten schrecken auch vor Wertpapieren nicht zurück, deren Nennung bei manch anderem Rentenfondsmanager bereits zur Ausschüttung von Stresshormonen geführt hätte. Dabei handelt es sich beispielsweise um Bonds aus Griechenland und Zypern oder Anleihen aus dem Finanzsektor, wie zum Beispiel eine Unternehmensanleihe des niederländischen Finanzdienstleisters Aegon.

Die Papiere, die den Weg in den Fonds finden, werden auf Herz und Nieren geprüft. Bei den Emittenten wird unter anderem auf systemrelevante Banken und Staaten gesetzt, deren Ausfall äußerst unwahrscheinlich ist. Die drei großen Risiken bei Anleiheinvestments, nämlich das Zinsänderungsrisiko, das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko werden systematisch erfasst und gemanagt. Zur Reduzierung der Schwankungsanfälligkeit ist ein hoher Anteil des Fonds Volumens in kurzlaufende Anleihen investiert.

Ehrgeiziges Ziel

Mit einer mittelfristigen Zielperformance von sieben Prozent pro Jahr hat sich das Fondsmanagement ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Das gilt umso mehr, wenn man das gegenwärtige Niedrigzinsumfeld betrachtet. Bislang hatten Anleger keinen Grund zur Klage. Das erste komplette Kalenderjahr 2011 verlief mit einem Minus von 6,3 Prozent holprig, aber bereits 2012 wurden Anleger mit einem Gewinn von knapp 24 Prozent mehr als entschädigt. Bei einer von den Hamburger Anleiheexperten empfohlenen Mindestanlagedauer von drei Jahren hat sich das Konzept bislang trotz der Schwankungen als tragfähig erwiesen. Seit Auflegung des Fonds im September 2010 lag der Zuwachs bei 28,5 Prozent.

„Wie fast alle anderen Anlageklassen hat unser Fonds im Oktober einen spürbaren Kursrückgang verzeichnen müssen – trotzdem stehen wir mit einer Performance von fast 6 Prozent seit Jahresanfang prima da. Jetzt nach der Kurskorrektur im Oktober sehen wir Kaufgelegenheiten und fühlen wir uns gut aufgestellt, um wieder an die kontinuierlich gute Performanceentwicklung der letzten 36 Monate anknüpfen zu können“, so der Assetmanager Moritz Schildt. Das Produkt ist ein gutes Beispiel für herausragende Expertise von Vermögensverwaltern, die ihr Know-how in einem speziellen Anlagesegment im Fondsmantel verfügbar machen.

nordIX Renten Plus
ISINDE000A0YAEJ1
Fondsvolumen39,9 Mio. Euro
FondswährungEuro
Auflegungsdatum01.09.10
Gesamtkostenquote (p.a.)0,98%

18.11.2014 | 18:05

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