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Gegessen wird immer – BZ Fine Agro

(Bild: Shutterstock / Maxx-Studio)



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Durch den Krieg in der Ukraine gerät ein Thema in den Vordergrund, das für die westlichen Industrieländer lange keines war, nämlich die reibungslose Versorgung mit Lebensmitteln. Klar ist, dass künftig immer mehr Menschen ernährt werden müssen. Während in ärmeren Regionen Teuerung und Lieferengpässe drohen, wird in reicheren Ländern die Diskussion um veränderte Ernährungsgewohnheiten und nachhaltige Herstellung von Lebensmitteln lauter. Mit dem BZ Fine Agro (WKN: A1H5GD) aus dem Hause der Schweizer BZ Bank investieren Anleger in ein konzentriertes globales Aktien-Portfolio aus dem Agrarsektor.

Weizenkrise


Der Krieg in der Ukraine hat die Verletzlichkeit der globalen Versorgung mit Agrarprodukten schmerzlich bewusst gemacht. Möglicherweise liegt der Rückgang bei Agrarprodukten aus der Ukraine in diesem Jahr bei 50 Prozent. Laut den Experten des Asset Managers DJE kommen rund 28 Prozent der globalen Weizenexporte aus Russland und der Ukraine. Vor allem nordafrikanische Länder sind auf das Getreide angewiesen. Fallen die Lieferungen aus, droht eine massive Unterversorgung und Hunger. Probleme gibt es auch bei Düngemitteln. So verweist DJE darauf, dass Weißrussland und Russland etwa 40 Prozent des globalen Angebots von Kalidüngemitteln zur Verfügung stellen. Auch in West-Europa sind vor diesem Hintergrund Ernteausfälle erwartbar.

Ackerbau und Viehzucht


Neben den aktuellen Versorgungsengpässen gibt es weitere langfristig wirkende Entwicklungen wie beispielsweise den Klimawandel und eine damit einhergehende weitere Verknappung von Wasser, die zur Verringerung der Ackerflächen führt. Zur Lösung der globalen Probleme bedarf es innovativer Unternehmen, in die Fondsmanager Daniel Richner im BZ Fine Agro investiert. Rund 32 Prozent sind in Dünger-Produzenten allokiert, 14 Prozent im Segment Landmaschinen und 13 Prozent in Getreideherstellern. Acht Prozent macht der Pflanzenschutz-Sektor aus. Mit Stand vom Ende Februar 2022 ist unter den Top-Holdings Nutrien mit 9,8 Prozent am höchsten gewichtet. Das kanadische Bergbau-Unternehmen ist einer der größten Kali- und Stickstoffdünger-Produzenten. Der Konzern profitiert von der Unsicherheit über Lieferungen. Russland, 2021 mit einem Volumen von 12,5 Milliarden US-Dollar einer der weltgrößten Düngemittel-Exporteure, will mehr Dünger im eigenen Land einsetzen. Obwohl die Russen grundsätzlich bereit sind, weiter zu liefern, führen logistische und versicherungstechnische Probleme zu Verzögerungen. Fakt ist: Aufgrund der Schwierigkeiten hat sich der Preis für Dünger gegenüber dem Jahresbeginn 2021 vervierfacht. Die Deere-Aktie ist ebenfalls Bestandteil des Portfolios. Das traditionsreiche Unternehmen aus dem 19. Jahrhundert ist nach ihrem Gründer John Deere benannt. Der Schmied und Erfinder entwickelte einen selbstreinigenden Stahlpflug. Mittlerweile ist Deere & Company einer der global führenden Hersteller von Maschinen für die Landwirtschaft. Aus Europa ist der niederländische Spezialchemiehersteller DSM im Fonds vertreten. Das Unternehmen produziert u.a. einen Futtermittelzusatz, der den Methangasausstoß bei Kühen um rund 30 Prozent reduziert.

Gut genährte Rendite


Der Fonds erzielte in drei Jahren mit 88,6 Prozent und damit eine in seiner Vergleichsgruppe überdurchschnittliche Performance. Der maximale Verlust lag in diesem Zeitraum bei 31,5 Prozent. Im Unterschied zu manchen Themenfonds, die kaum Mehrwert für Anleger bringen, profitieren Investoren bei Agrar-Unternehmen von langfristigen Trends. Dazu zählt die Ernährung einer deutlich steigenden Bevölkerung und eine möglichst nachhaltige Herstellung von Lebensmitteln.

Christian Bayer


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27.04.2022 | 12:04

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