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ComStage-ETF auf den SDAX: Indexkonzept

Der SDAX wird von der Deutschen Börse seit 1999 berechnet. Er enthält 50 Unternehmen, vierteljährlich erfolgt eine Überprüfung. Der Nebenwerte-Index repräsentiert quasi die „old economy“ mit traditionellen Geschäftsfeldern wie z. B. Medien, Chemie, Logistik, Maschinenbau und Immobilien. Zum 23. Dezember wird die Aktie des schwäbischen Autozulieferers SHW in den SDAX aufgenommen. Dafür verlässt MVV Energie den Small Cap-Index. Das Unternehmen konnte die Kriterien für den Mindestumsatz der Aktien an der Börse nicht mehr erfüllen.

Chancen und Risiken

Rendite und Risiko sind die beiden Seiten einer Medaille, die nicht zu trennen sind. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hat die Wertentwicklung deutscher Börsen-Unternehmen untersucht. Die 160 größten börsennotierten Unternehmen haben sich beim Börsenwert im Zeitraum von 2003 bis 2013 verdoppelt. Bei den Unternehmen des SDAX kam es in diesem Zeitraum fast zu einer Verdreifachung der Marktkapitalisierung. Allerdings verweist die Studie auch auf Risiken. Während beim DAX in den vergangenen zehn Jahren kein einziges Unternehmen aus Insolvenzgründen den Index verlassen musste ist, ist aus dem SDAX jedes zehnte Unternehmen deswegen ausgeschieden. Deshalb spricht die Risikostreuung eher für ein Investment in einen Fonds als in Einzelwerte.

Indexschwergewichte

Eines der Indexschwergewichte des SDAX ist das Unternehmen CTS Eventim. Der Konzern ist führend im Onlineverkauf von Tickets für Konzerte und sonstige kulturelle Veranstaltungen. 2013 war ein Erfolgsjahr für CTS Eventim mit Rekorden bei Umsatz und Ergebnis. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Umsatz um 22,5 Prozent auf 444,1 Mio. Euro. Besonders lukrativ ist meist das vierte Quartal, das u.a. durch eine steigende Anzahl von Kartenverkäufen im Weihnachtsgeschäft geprägt ist. CTS Eventim wächst auch durch Übernahmen im Ausland. So hat das SDAX-Unternehmen mehrheitlich die Firma CREA Informatica übernommen, einen auf Kinokartenverkäufe spezialisierten Konzern aus Mailand. Weitere wichtige Aktien, die den Indexverlauf des SDAX stark prägen, sind der Maschinenbauer Jungheinrich und das Marktforschungsunternehmen Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

ETF Performance

Der SDAX-ETF von ComStage ist seit Mai 2011 auf dem Markt. Seit Auflegung des Fonds erzielten Anleger ein Plus von 22 Prozent. Auf Sicht von einem Jahr legte der ETF 30 Prozent zu. Der maximale Verlust lag in diesem Zeitraum bei knapp 9 Prozent. Die Erträge wie die Dividenden der Unternehmen werden nicht ausgeschüttet, sondern thesauriert. Dadurch erhöht sich der Wert des Index.

Fazit

Der ComStage-ETF auf den SDAX ist ein kostengünstiges Instrument, um den Bereich der deutschen Small Caps breit diversifiziert im Fondsportfolio abzubilden. Allerdings sollten Anleger in trüberen Börsenzeiten durchaus auch Durststrecken bei den Nebenwerten einkalkulieren. In Baissephasen werden aus Sicherheitsgründen vielfach Unternehmen mit großer Marktkapitalisierung von Investoren vorgezogen.

13.12.2013 | 00:00

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