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Robeco Chinese Equities: Auf Chinas Boom setzen



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Der Fonds ermöglicht Investoren eine gezielte Anlage in chinesische Aktien. Für das Management des bereits 1997 aufgelegten Fonds ist seit Mai 2007 Victoria Mio zuständig. Von den langfristig guten Perspektiven der chinesischen Wirtschaft zeigte sich die Fondsmanagerin zuletzt überzeugt: „Die jüngsten Konjunkturdaten veranlassen uns zu der Vermutung, dass das BIPWachstum im Jahr 2009 wahrscheinlich am oberen Ende unserer Prognose von 7% bis 8% liegen dürfte. Angesichts des massiven Konjunkturpakets, der großen Binnenwirtschaft, reichlicher Liquidität im Bankensystem und eines hohen Haushaltsüberschusses dürfte in China eine V-förmige Erholung stattfinden. Die starke Rally am A-Aktien-Markt dient als Frühindikator, der auf erhebliches Wirtschaftswachstum in den nächsten Quartalen hindeutet. Darüber hinaus sind einige Maßnahmen des Konjunkturpakets auf langfristige Zielsetzungen ausgerichtet, so etwa Investitionen in das Gesundheitswesen, die ländliche Infrastruktur und alternative Energien, womit die Regierung bedeutende Schritte zur Neuausrichtung des wirtschaftlichen Wachstumsmodells unternommen hat“, so Mio in einem Kommentar.

Auch wenn die makroökonomischen Daten vom Juli nach oben zeigten - die Industrieproduktion stieg um 10,7% stieg, während die Einzelhandelsumsätze um 15% zulegten und der Einkaufsmanagerindex im Juli mit 53,3 Punkten bereits zum dritten Mal einen Wert oberhalb von 50 erreichte - sollten sich Anleger der Risiken eines China-Engagements bewusst sein. Ministerpräsident Wen Jiabao selbst bezeichnete kürzlich die Lage als weiterhin ernst, die Erholung sei instabil und unausgewogen. Zudem drohen am Aktien- und Immobilienmarkt Blasenbildungen. Fokus auf Konsum und Infrastruktur Strategisch setzen die Fondsmanagerin und ihr Team auf eine Kombination von breit gefächerten makroökonomischen Themen und fundamental gesunden Unternehmen. Hauptsächlich wird in chinesische Unternehmen investiert, die an der Börse von Hongkong gelistet sind (H-Aktien). Daneben kann das Portfolio auch so genannte A-Aktien enthalten, also Titel, die an den Börsen Shanghai und Shenzhen notiert sind und nur von chinesischen Staatsbürgern gehandelt werden dürfen. Zuletzt lag der Anteil der A-Aktien bei 4,5%, dieser kann jedoch auf bis zu 10% erhöht werden. Das Fondsmanagement reduzierte zuletzt defensive Sektoren. Im Gegenzug wurde die Gewichtung der Industrie erhöht, auch Engagements im Bereich Infrastruktur und Konsum wurden ausgebaut.

Gebühren im Rahmen

Die Wertentwicklung des Robeco Chinese Equities seit Jahresbeginn liegt bei über 48%. Auf Sicht von fünf Jahren erreichte der Fonds eine Performance von über 140%, womit er zu den besten China-Fonds gehört. Mit einem regulären Ausgabeaufschlag von 5% sowie einer jährlichen maximalen Verwaltungsgebühr von 1,5% bewegen sich die Gebühren im Rahmen des Üblichen bei Chinafonds.

Fazit

Für risikobewusste Anleger, die von einer positiven Entwicklung des chinesischen Aktienmarktes profitieren wollen, stellt der Robeco Chinese Equities eine interessante Anlagemöglichkeit dar. Investoren sollten sich aber der Tatsache bewusst sein, dass Schwellenländer- Investments generell mit erhöhten Risiken verbunden sind, so dass es zu erhöhten Schwankungen kommen kann.

29.10.2009 | 00:00

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