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Geschlossene Fonds: DSM mit Umsatzrückgang


Die DSM Deutsche Sekundärmarkt GmbH verzeichnet im ersten Quartal 2009 bei gesunkenem Umsatz einen rege Beteiligung neuer Privatinvestoren auf ihrer Bietplattform. „Neu ist, dass Anleger nun auch in wirtschaftlich schwachen Zeiten zu individuellen Zeitpunkten aus ihren Beteiligungen aussteigen können. Und das zu marktgerechten Kursen“ sagt Philipp Jörss, Geschäftsführer von DSM. „Wir stellen fest, dass die Durchschnittskurse der Schiffsfonds geringer sinken als die Charterraten der Schiffe, die sich teilweise um 70% bis 90% reduziert haben“, sagt Jörss.

So lag der Durchschnittskurs aller im ersten Quartal 2009 gehandelten Beteiligungen bei rund 77%, 38 Prozentpunkte unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Zu beobachten ist, dass sich viele bisher unbekannte private Investoren als neue Käufer auf der Bietplattform der DSM registrieren lassen. Aktuell werden monatlich etwa doppelt so viele Kaufinteressenten für das DSM- Bietverfahren freigeschaltet wie im Vorjahr. „Käufer betrachten Schiffsbeteiligungen langfristig als werthaltige Anlagen, in die es sich zu investieren lohnt“, erklärt Jörss den Trend. Ingesamt ist aber der Handelsumsatz der DSM im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Der nominale Handelsumsatz lag im ersten Quartal 2009 bei 4,4 Mio. Euro, der Wertumsatz bei 3,4 Mio. Euro. Jörss sieht unter anderem folgenden Grund für die Entwicklung: „Viele auf den Ankauf von Schiffsbeteiligungen spezialisierte institutionelle Investoren haben sich infolge mangelnder Liquidität aus dem Markt zurückgezogen.“

09.11.2009 | 00:00

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