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M&G


Risiken bei Schwellenländeranleihen

Die Fondsgesellschaft M&G erwartet auch im neuen Jahr keine Verbesserung der Lage bei Anleihen aus den Emerging Markets. Bereits im vergangenen Jahr haben Anleger in diesem Segment Verluste eingefahren. Emerging Markets-Staatsanleihen in lokalen Währungen haben im Jahresverlauf 2013 im Schnitt 9 Prozent an Wert verloren. M&G sieht vor allem die politische Instabilität in den aufstrebenden Volkswirtschaften und einen Zinsanstieg in den USA als belastende Faktoren. M&G-Fondsmanagerin Claudia Calich, die den M&G Emerging Markets Bond Fund (ISIN:GB00B3NMPS60) verantwortet, weist auch darauf hin, dass in zwölf wichtigen Schwellenländern Präsidentschafts- bzw. Parlamentswahlen stattfinden, wie etwa in Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und der Türkei. "Im Vorfeld dieser Wahlen könnten die Nettokapitalströme in diese Volkswirtschaften vorübergehend sinken", so Calich. Dadurch würde die Bedeutung politischer Einflüsse auf diese Anlageklasse steigen. Die Auswahl der Einzeltitel und das richtige Timing gewinnen dadurch an Bedeutung. Ein weiterer negativer Einflussfaktor auf Schwellenländeranleihen kann über die Währungsseite zum Tragen kommen. Anleihen, die auf lokale Währungen lauten, können von der Abwertung der Emerging-Markets-Währungen in Mitleidenschaft gezogen werden.

PEH WERTPAPIER AG

Positive Aktienmärkte im Visier

Die Marktexperten der PEH Wertpapier AG gehen davon aus, dass auch das neue Jahr für Aktieninvestoren attraktive Erträge bereithält. Die Gründe dafür sehen die Asset Manager aus Oberursel u.a. in Wachstumsimpulsen, die mittlerweile auch wieder südeuropäische Staaten erfasst haben. Diese Entwicklung wird noch von weiteren Triebkräften unterstützt: „Zusätzliche Konjunkturimpulse dürften von dem Freihandelsabkommen ausgehen, auf das sich die Mitglieder der Welthandelsorganisation kürzlich geeinigt haben. Danach werden weitere Handelsschranken zwischen den Industrie- und Schwellenländern abgebaut – gute Voraussetzungen für steigende Unternehmensgewinne und -kurse“, so die PEH AG. Unter Bewertungsgesichtspunkten sehen die Vermögensverwalter keine Preisblase bei den Aktien: „Aktuell liegen die Bewertungen noch deutlich unter ihren historischen Durchschnitten. So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im DAX bei etwas über 12 (auf Grundlage der Gewinnerwartung der kommenden 12 Monate) und gilt damit als vergleichsweise preiswert. Hinzu kommt die Dividendenrendite. Diese liegt im DAX-Schnitt mit etwa vier Prozent nahezu dreimal so hoch wie die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen – ein weiterer Grund für unsere Prognose, dass die Börsen weiter ansteigen dürften“.

SWISSCANTO

Attraktive europäische Aktien

Der Schweizer Fondsanbieter Swisscanto hält europäische Aktien aus Bewertungsgesichtspunkten weiter für attraktiv. Im Anleihesegment werden Hochzinsanleihen favorisiert. Ein wesentlicher Faktor für die Märkte im neuen Jahr ist nach Auffassung der Swisscanto-Experten die Reduzierung der Anleihekäufe durch die US-amerikanische Notenbank und damit verbundene Zinserhöhungsängste, die die Märkte im Laufe des Jahres immer wieder belasten könnten. Ein ausschlaggebender Faktor hinsichtlich der Zinserhöhungen ist die Stärke des Wirtschaftswachstums. "Das beste Szenario bestünde darin, dass das Wirtschaftswachstum einerseits hoch genug ist, um einen Rückfall in die Deflationsspirale und die Schuldenkrise zu verhindern, und andererseits schwach genug ist, um die Notenbanken daran zu hindern, die geldpolitische Stimulierung zu schnell zurückzufahren", meint Thomas Liebi, Chefökonom von Swisscanto. Die Fondsgesellschaft geht weiter von steigenden Aktienkursen aus, die vor allem durch die großzügige Versorgung mit Geld durch die Notenbanken getrieben werden. Die stark steigenden Kurse haben bereits zu einem Anstieg der Bewertungen am Aktienmarkt geführt. „Nur kontinentaleuropäische Aktien sind noch vergleichsweise zu relativ günstigen Kursen erhältlich. Immer mehr Märkte weisen eine leichte bis moderate Überbewertung auf", so Liebi.

18.01.2014 | 00:00

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