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SAUREN: Hedgefonds aus Deutschland

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SAUREN: Hedgefonds aus Deutschland

Der Sauren Global Hedgefonds (ISIN: LU0191372795) wurde am 27. Juli 2004 aufgelegt und kann auf eine zehnjährige Leistungsbilanz zurückblicken. Der Fonds hat seit seinem Start 46,1 Prozent zugelegt, während der HFRX Global Hedge Fund EUR Index nur um 6,2 Prozent gestiegen ist. Der Index ist ein Hedgefonds-Branchenbarometer und bildet Strategien aus diesem Marktsegment ab. Die bessere Wertentwicklung des Sauren Hedgefonds wurde zudem mit einer geringeren Volatilität als der Hedgefonds-Index erzielt. Die Kölner Fondsboutique weist darauf hin, dass Absolute Return-Fonds von Investoren stark nachgefragt werden und Anleger mit diesen Konzepten Gewinne unabhängig von der Marktentwicklung verbuchen können. Nach Auffassung der Sauren-Anlageexperten kommt Hedgefonds eine wesentliche Rolle bei der Strukturierung eines Portfolios zu. Im Unterschied zum angelsächsischen Raum konnten sich Hedgefonds in Deutschland nicht in dem ihnen gebührenden Maße entwickeln, kritisieren die Kölner. „Wir haben in der Hedgefondswelt im letzten Jahrzehnt viele interessante Manager analysiert und konnten uns damit im Absolute-Return-Bereich eine tiefgehende Kompetenz aufbauen. Hedgefonds bzw. Absolute-Return-Strategien stellen einen wichtigen Portfoliobaustein dar und sollten insbesondere in dem aktuellen Niedrigzinsumfeld eine stärkere Beachtung erfahren“ so Fondsmanager Eckhard Sauren.


JUPITER ASSET MANAGEMENT: Schwächere Unternehmen vorne

Die Londoner Investmentboutique Jupiter Asset Management stellt mit Blick auf die europäischen Aktienmärkte fest, dass sich im vergangenen Jahr Aktien von höher verschuldeten Unternehmen relativ besser entwickelt haben. „Typischerweise handelt es sich dabei um qualitativ schlechtere Finanzwerte sowie hoch verschuldete Titel aus den europäischen Peripherieländern. Unternehmen mit höherer Qualität, wie wir sie gewöhnlich bevorzugen, hinkten unterdessen hinterher“, so Cédric de Fonclare, Fondsmanager des Jupiter European Opportunities (ISIN: LU0260086623). Der Asset Manager beobachtet dabei, dass die Kurse vieler Aktien ohne entsprechendes Gewinnwachstum stark gestiegen sind und sich so das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) stark erhöht hat. „Ein Großteil der jüngsten Überschwänglichkeit könnte demnach lediglich „Marktrauschen“ und somit langfristig kaum haltbar sein   es sei denn, diese Unternehmen überzeugen doch noch allmählich mit deutlichen Gewinnsteigerungen. In den Fällen allerdings, in denen die Gewinne enttäuschen, sollten wir uns auf stark negative Aktienkursreaktionen einstellen“, so der Experte. Jupiter Asset Management setzt bei der Auswahl der Aktien gegenwärtig auf Unternehmen, die von der Konjunkturbelebung in den westlichen Industrienationen profitieren. Zudem müssen die Unternehmen ein starkes Gewinnwachstum aufweisen und attraktiv bewertet sein.


FRANKFURT-TRUST: Schwankungen an den Aktienmärkten

Eine verstärkte Schwankungsanfälligkeit der Aktienmärkte erwartet Manfred Schlumberger, Manager des Mischfonds BHF Flexible Allocation FT (ISIN: LU0319572730) beim Vermögensverwalter Frankfurt-Trust. Als Grund sieht der Experte vor allem geopolitische Risiken. Längerfristig würden aus seiner Sicht allerdings die Unternehmensgewinne über den weiteren Verlauf der Aktienmärkte entscheiden. Schlumberger sieht bei den Unternehmen in den USA eine positive Entwicklung der Gewinnsituation, für Europa sieht er die Lage skeptischer. „Kann die US-Wirtschaft ihren Wachstumspfad halten, könnten die Investitionen im zweiten Halbjahr anziehen und sich die Gewinne noch etwas beschleunigen", so der Anlageexperte. In Europa dagegen sind die Gewinnrevisionen aus seiner Sicht negativ. Allerdings könnte sich die Lage in Europa stabilisieren, wenn sich die Konjunktur in den Schwellenländern zum Besseren wendet. Vor allem dem Wachstum in China kommt nach Schlumberger eine besondere Bedeutung zu.


VENTAFONDS: Neuartige Recycling-Anlage evaluiert

Plastikmüll wird in Deutschland überwiegend verbrannt, was nicht nur ineffizient, sondern auch für die Umweltbilanz wenig sinnvoll ist. Mit Syntrol‐Anlagen, wie sie erstmals in Deutschland derzeit in Mannheim entstehen, kann hochwertiges (Heiz‐)‐Öl aus Kunststoffabfall mit einem Wirkungsgrad von rund 90 Prozent rohstofflich recycelt werden. Professor Dr. Michael Braungart und das von ihm geleitete Hamburger EPEA Internationale Umweltforschung haben nun nach den Cradle-to-Cradle© -Kriterien das Kunststoff‐Öl‐Recycling Syntrol‐Verfahren, das bei den Anlagen des Öko-Energie Umweltfonds des Bremer Emissionshauses Ventafonds eingesetzt wird, evaluiert. Die so gewonnene Ökobilanz zeigt die ökologische Sinnhaftigkeit und Effizienz des neuartigen Kunststoff‐Öl‐Recycling‐Verfahrens. Ein Cradle to Cradle®-Zertifikat beurkundet die Verwendung von umweltsicheren, gesunden und wiederverwertbaren Materialien (technische Wiederverwertung oder Kompostierung), den Einsatz von Sonnenenergie bzw. anderen regenerativen Energieformen, den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser sowie die Strategien zu sozialen Verpflichtungen des Unternehmens. Oskar Edler von Schickh, Geschäftsführer des Emissionshauses Ventafonds, sieht sich und seine jahrelange Arbeit mit der jetzt vorliegenden Cradle to Cradle®-Evaluierung bestätigt und fasst zusammen: „ Abfall ist nicht mehr länger als Müll, sondern als Rohstoff zu begreifen! Dies trägt den derzeitigen ökologischen Erfordernissen angemessen Rechnung. Eine solch innovative Technologie, die sich den aktuellen ökologischen Herausforderungen stellt, wird von uns in Mannheim genutzt. Und wir sind stolz darauf, dass wir dies nun auch ‚mit Brief und Siegel haben‘. Dies wird sicher dazu beitragen, dass nun noch mehr Investoren auf den Ökoenergie-Umweltsfonds setzen!“ Denn finanziert wird die Anlage über einen Publikumsfonds ohne staatliche Förderung. Eine Beteiligung ist derzeit noch möglich.

GREENMAN INVESTMENTS: Fonds „Greenman Income PRO“ aufgelegt

Die irische Immobilieninvestmentgesellschaft Greenman Investments hat für ihren Fonds „Greenman Income PRO“ die Genehmigung der Luxemburger Finanzaufsicht CSSF erhalten. Für den Fonds ist ein Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro mit einem Eigenkapitalanteil in Höhe von 100 Millionen Euro geplant. Der Investmentfokus des Fonds liegt auf deutschen Fachmarktzentren mit namhaften Lebensmitteleinzelhändlern, wie zum Beispiel EDEKA, REWE oder Kaufland. Mit Income PRO spricht Greenman erstmals auch institutionelle Anleger aus Irland, Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg an. Neben dem Income PRO hat das irische Investment derzeit den Greenman Retail+ („Retail+“) im Vertrieb. Der Fonds richtet sich an irische Pensionsfonds und professionelle Privatinvestoren, von denen insgesamt 50 Millionen Euro eingesammelt werden sollen. Das angestrebte Fondsvolumen liegt bei insgesamt 90 Millionen Euro, welches ebenfalls in deutsche Fachmarktzentren investiert werden soll. Im Februar 2014 hatte Greenman als erstes irisches Fondsunternehmen die AIFM-Volllizenz erhalten. Derzeit verwaltet Greenman mit seinen Fonds „Greenman Auto”, „Greenman Accelerate“ und „Greenman Retail“ deutschlandweit ein Portfolio im Wert von circa 100 Million Euro, bestehend aus 18 Fachmarktzentren mit einer Mietfläche von insgesamt 72.000 Quadratmetern. Die zukünftigen Fonds werden ebenso wie die bestehenden über ein luxemburgisches SICAV-Vehikel verwaltet. Geplant ist, das gemanagte Portfolio bis Dezember 2015 auf über 350 Millionen Euro zu erhöhen.

03.08.2014 | 14:05

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