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US-Aktien vergleichsweise hoch bewertet


Anleger sollten die Entwicklung an den US-amerikanischen Aktienmärkten genau im Blick behalten. Diese Auffassung vertritt Giordano Lombardo, Chief Investment Officer (CIO) von Pioneer Investments. Aus seiner Sicht sind die Bewertungen an den US-Aktienmärkten hoch und damit anfällig für Korrekturen.

Lombardo kommt zu dieser Auffassung durch unterschiedliche Indikatoren wie z. B. die Entwicklung der Cashflows und der Gewinne der Unternehmen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt zu dieser Auffassung. Der Experte weist darauf hin, dass auch der „Tobin q Indikator“, der das Verhältnis zwischen dem Marktwert und den Wiederbeschaffungskosten der Vermögenswerte des Unternehmens anzeigt, deutlich über dem historischen Durchschnitt liegt und damit den Beginn einer Überbewertung anzeigt.

Die Cashflows der US-amerikanischen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors befinden sich auf einem historischen Höchststand. „Bis jetzt haben die Unternehmen dieses Bargeld vorwiegend für beschleunigte Rückkäufe eigener Aktien und für Übernahmen eingesetzt, statt für Sachinvestitionen. Diese Cashflows haben zwar als willkommene Nachfragequelle die Hausse an den Aktienmärkten mitgetragen, die Auswirkungen auf die Realwirtschaft waren jedoch gering. Letzteres wäre aber unseres Erachtens für eine robuste zukünftige Gewinnentwicklung unerlässlich“, so der CIO.

13.08.2014 | 10:45

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