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Flexible Vermögensverwaltung: Sicher durch unruhiges Fahrwasser


Hier bieten aktiv gemanagte Vermögensverwaltungsfonds eine Alternative: Das Fondsmanagement kann schnell auf Veränderungen an den Kapitalmärkten reagieren und mit Hilfe von klassischen Absicherungskonzepten gleichzeitig Risiken verringern.

Das Bedürfnis nach Sicherheit steht für viele Anleger derzeit im Vordergrund und ruft ein alt bekanntes Verhaltensmuster wieder hervor: Statt Ruhe zu bewahren, folgen Anleger in Krisenzeiten dem Herdentrieb. Sie verkaufen ihre Aktien panikartig und nehmen dabei auch hohe Verluste in Kauf. Hinzu kommt, dass Chancen oft übersehen und ausgelassen werden. Anders agieren die Fondsmanager eines Vermögensverwaltungsfonds: Zwar folgen auch sie dem Sicherheitsbedürfnis des Privatanlegers. Doch steuern sie den Verlusten in Abwärtsphasen mit entsprechenden Absicherungsstrategien entgegen und nutzen Kaufgelegenheiten, um in Aufwärtsphasen sofort wieder an Wertsteigerungen teilzuhaben. Grundlage dafür ist die spezielle Struktur der Vermögensverwaltungsfonds.

Aktives Fondsmanagement für langfristigen Erfolg

Vermögensverwaltungsfonds zeichnen sich durch ein aktives Fondsmanagement und eine umfassende Asset Allocation aus. Das Fondsmanagement nutzt die ganze Bandbreite moderner Anlageinstrumente und kann jeweils bis zu 100 Prozent in Aktien, Anleihen, Derivate und Fonds anlegen. Das erlaubt eine schnelle und flexible Reaktion auf Kapitalmarktbewegungen. Gerade in Zeiten stark volatiler Märkte ist dies von Vorteil, da der Fondsmanager von risikoreicheren Anlageklassen in risikoärmere Anlageklassen umschichten kann. Beispielsweise kann sich der Fondsmanager in einer Finanzkrise strategisch absichern, indem er das Fondsvermögen in Bargeldbestand umschichtet und zu einem späteren Zeitpunkt den Kassa-Anteil wieder verkleinert. Mit Derivaten hat der Fondsmanager die Möglichkeit, auf sich abzeichnende Trends zu setzen oder in aussichtsreiche Einzeltitel zu investieren, die sich dem allgemeinen negativen Trend entgegenstemmen. Dieses gezielte Stockpicking kann Anlegern eine zusätzliche Rendite erwirtschaften.

Risikoaverse Anlagestrategie bewährt sich in Krisenzeiten

Wer sich als Anleger für einen Vermögensverwaltungsfonds entscheidet, sollte bei der Auswahl darauf achten, dass die Strategie des Fonds dem persönlichen Anlageziel und der individuellen Risikobereitschaft entspricht. Für risikobewusste Privatanleger stehen derzeit Sicherheit und der Werterhalt des angesparten Kapitals im Mittelpunkt. Ein strenges Risikomanagement und der Einsatz klassischer Absicherungskonzepte verleihen Fonds in turbulenten Börsenjahren die Stabilität, die diese Anleger suchen. Darüber hinaus sollte das Fondsmanagement finanzstark sein und eine nachgewiesene, langjährige Erfahrung in der Vermögensverwaltung besitzen – eine wichtige Komponente, die Anleger bei der Entscheidung für einen Fonds beachten sollten. Der sogenannte „Track Record“ des Fondsmanagers zeigt auf, ob das Fondsmanagement in der Lage ist, über mehrere Jahre hinweg einen konsistenten Mehrwert zu erzielen und ob es sich auch in schwierigen Marktphasen bewähren kann. Ein finanzstarker Manager mit einem guten Track Record, der ein striktes Risikomanagement betreibt, kann Risiken minimieren und Chancen nutzen und den langfristigen Vermögensaufbau somit sicher durch unruhige Börsenzeiten manövrieren.

Zum Autor

Dr. Peter Fischer ist Vorstandsmitglied der GAMAX Management AG in Luxemburg. Die GAMAX Management AG wurde 1992 mit Sitz in Luxemburg gegründet. Seit 2001 gehört die Verwaltungsgesellschaft zum führenden italienischen Finanzdienstleistungskonzern Mediolanum Banking Group. Die GAMAX FUNDS und die MEDIOLANUM GAMAX FUNDS bieten Kunden ein breites Anlagespektrum. Die Fondspalette reicht von internationalen Aktienfonds über Misch- und Rentenfonds bis hin zum Vermögensverwaltungsfonds. In Deutschland und Österreich verwaltet das Unternehmen ein Gesamtvermögen von rund 300 Millionen Euro.

Dr. Peter Fischer
Vorstand der GAMAX Management AG,
Luxemburg

11.11.2009 | 00:00

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