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Fondsmanager sehen Trendwende bei Goldminen



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Gold profitiert von negativen Renditen vieler Staatsanleihen und von steigenden Bankenrisiken. Das könnte die Aktien von Goldminen beflügeln, doch die Auswahl ist schwierig. Eine Lösung könnten Goldminenfonds sein, die nunmehr doppelt interessant sein könnten, weil sie geraume Zeit unter Druck standen. Dazu liegen Zahlen des Anbieters C-Quadrat vor.

Andreas Böger, Fondsmanager des C-QUADRAT Gold & Resources Funds (I-Tranche, ISIN: AT0000A0J8T8), sieht nach dem jüngsten Anstieg des Goldpreises gute Chancen auf eine nachhaltige Trendwende bei dem Edelmetall. Der von ihm gemanagte C-QUADRAT Gold & Resources Fund hat seit 1. Januar 2016 mit einem Plus von 117,01 Prozent eine deutliche Outperformance gegenüber der Entwicklung des Goldpreises erzielt (Stichtag: 7. Juli 2016). Der Preis für eine Feinunze Gold hat sich im gleichen Zeitraum um 24,57 Prozent auf 1.356 US-Dollar erhöht.

Diese Entwicklung stellt eine Trendwende dar. Über die letzten fünf Jahre liegt die Performance des Fonds zum gleichen Stichtag bei 12,72 Prozent im Minus. Auch auf das letzte Jahr gerechnet bleibt ein Minus von 2,68 Prozent. Doch das reichte, um in diesem Zeitraum 5 Sterne innerhalb der Morningstar Peer Group „Aktien Branche: Edelmetalle“ zu erzielen.

C-Quadrat sieht auch für die nächsten Monate die guten fundamentalen Rahmenbedingungen für Gold und Goldminenaktien weiter intakt: „Die unverändert niedrigen Zinsen, die negativen Renditen vieler Staatsanleihen und die zunehmenden Risiken bei europäischen Banken dürften den Goldpreis weiter stützen“, erläutert Fondsmanager Andreas Böger. Nach Angaben der Rating-Agentur Fitch liegt das Volumen der Staatsanleihen mit negativen Renditen bei mehr als 11 Billionen US-Dollar.

Weitere Unterstützung dürfte der Goldpreis nach Einschätzung von Fondsmanager Andreas Böger dadurch erhalten, dass Anleger und Investoren derzeit nicht mit einer Zinsnormalisierung rechnen und eher weitere Zentralbankinterventionen erwarten. „Bisher wurde bei der Goldanlage stets moniert, dass Gold keine Zinsen zahle. Eine nominale ‚Verzinsung‘ von null Prozent ist für eine sichere und liquide Anlage im aktuellen Umfeld aber sehr attraktiv“, sagt Böger.

Auch die Rahmenbedingungen von Goldminenaktien sind positiv. Goldminenaktien haben im laufenden Jahr die typische negative Korrelation zu anderen Kapitalanlagen bestätigt und konnten Aktien- und Mischportfolios ausgezeichnet stabilisieren. Auf die Margen von Goldminenunternehmen dürfte ein steigender Goldpreis zudem besonders durchschlagen. Die aktuellen Produktionskosten liegen in der Branche unter 1.000 US-Dollar pro Unze Gold. Durch die Abschwächung der Nachfrage nach Industrierohstoffen, insbesondere aus China, dürfte der Preisdruck der vergangenen Jahre im Minensektor generell nachlassen. „Goldminenunternehmen profitieren überproportional von einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld, diese Eigenschaft ist den Wenigsten bewusst“, so Böger. Aufgrund der hohen Volatilität des Sektors rät Böger aber zu einer zeitlich gestaffelten Investition.

16.07.2016 | 12:03

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