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Robust und rentabel

(Bild: Shutterstock)


Wer Wertpapiere kauft und sich anschließend nicht mehr drum kümmert, kommt selten auf eine gute Rendite. Bessere Erfolgsaussichten haben Anleger, deren Portfolio mit einer klaren Strategie angelegt ist. Das Zauberwort lautet: ETF-Depot mit festen Regeln!

Von Michael Huber

Die populäre Börsenweisheit des ehemaligen Staranlegers Andre Kostolany: Aktien kaufen und Schlaftabletten schlucken, greift heute nur noch selten. Zu schnell und gravierend ändern sich Unternehmen und Märkte und zwingen Depotbesitzer zum Handeln. „Um in einem dynamischen Umfeld erfolgreich anzulegen und attraktive Gewinne zu erzielen, bedarf es einer intelligenten Strategie, die nach klaren Regeln funktioniert“, sagt Michael Huber, Mitglied der Geschäftsleitung des VZ Vermögenszentrums.

Viele Anleger treffen bereits beim Kauf die falsche Entscheidung, weil sie emotional handeln. Weil die Augen größer sind als der Magen investieren sie in überteuerte Aktien oder trennen sich aus Angst vor Einbußen zu spät von Verlustbringern. „Gefühle sind kein guter Ratgeber und führen häufig zu falschen Anlageentscheidungen“, weiß Huber aus langjähriger Praxis.

Klare Regeln lassen Emotionen außen vor

Emotionale Fehlentscheidungen lassen sich mit einfachen Regeln verhindern. Wichtig ist, dass sie auch in Krisensituationen unumstößlich wirken. Eine simple Kaufen-und-Halten-Strategie gewährleistet das nicht. Bleibt das Depot sich selbst überlassen, bleiben die Renditen weit unter ihren Möglichkeiten. Wer sein Depot hingegen aktiv nach festen Vorgaben bewirtschaftet, kann vorhandene Gewinnchancen besser nutzen.

Das VZ hat eigens dafür ein spezielles Anlagekonzept entwickelt. Mit der sogenannten regelbasierten ETF-Strategie können Anleger unkompliziert ihre Ziele verfolgen und dabei eine spürbar höhere Nettorendite erzielen. Und das ohne viel Aufwand: Einmal eingerichtet, wird das ETF-Portfolio systematisch nach vorgegebenen Regeln bewirtschaftet. Die Strategie besteht aus drei Modulen, die nach verschiedenen Vorgaben arbeiten:

1.) Rebalancing: Damit sich das Portfolio nah an der gewählten Anlagestrategie entwickelt, wird die Titelgewichtung regelmäßig an die Ausgangswerte angepasst. Dabei werden Anlageklassen, die Kursgewinne erzielt haben, verkauft, und Papiere mit Kursverlusten hinzugekauft. Dieses antizyklische Verhalten schützt Anleger vor höheren Risiken als gewünscht.

2.) Gleitender Durchschnitt: Die Orientierung an übergeordneten Markttrends ist in der Lage, eine längerfristige Auf- oder Abwärtsbewegung zu erkennen und entsprechend zu reagieren. So wird ein Kauf- oder Verkaufssignal ausgelöst, sobald eine Anlageklasse von einem negativen in einen positiven Trend wechselt und umgekehrt. Das gezielte Halten und Verkaufen dämmt Verluste ein.

3.) Relative Stärke: Diese Regel vergleicht die Trendstärke unterschiedlicher Anlageklassen. Es wird nur in Werte mit dem jeweils stärksten positiven Trend investiert. In einer Boomphase kann diese Strategie ausschließlich in Aktien investieren, in einer Marktkrise vollständig auf Aktien verzichten. Dadurch erhöht sich das Renditepotential.

Mehr Rendite durch kombinierte Anlageregeln

Namhafte institutionelle Anleger setzen seit Jahren auf Mechanismen, die ihre Anlagen systematisch und regelbasiert auf die ursprüngliche Strategie zurücksetzen. Das VZ VermögensZentrum kombiniert diesen erfolgreichen Ansatz mit einer aktiven, taktischen Steuerung über das Prinzip der relativen Stärke. Daraus entsteht ein robustes Portfolio, das die individuelle Titelgewichtung und die Anlagestrategie konsequent umsetzt. „Langfristig eröffnet ein solches Regelwerk die Chance auf eine deutliche Mehrrendite gegenüber einer einfachen „Kaufen-und-Halten-Strategie“, betont der Vermögenserxperte. Der Ertragsunterschied ist beachtlich: Mit 500.000 Euro Kapital hätte ein Anleger mit der Kaufen-und-Halten-Strategie 470.000 Euro Gewinn erwirtschaftet. Mit dem ETF-Ansatz des VZ wären es rund 100.000 Euro mehr gewesen – insgesamt 570.000 Euro!

Bei der Depotbewirtschaftung nach festen Regeln bleibt die Entscheidung über Titelkäufe und -verkäufe frei von Emotionen. Steht der Schutz vor Verlusten im Vordergrund, kann man zum Beispiel das Modul vergrößern, das nach dem gleitenden Durchschnitt bewirtschaftet wird. Neben Renditevorteilen überzeugt der flexible VZ-Ansatz durch eine gute Abstimmungsmöglichkeit mit den eigenen Anlagezielen. Die aufgestellten Regeln führen dazu, dass sich das Depot immer wieder automatisch an die gewählte Strategie anpasst.

Allerdings können je nach Marktentwicklung häufige Umschichtungen notwendig sein. Die Transaktionskosten sollten sich daher im überschaubaren Rahmen bewegen. „Viele Anleger schätzen die hohe Transparenz unserer regelbasierten ETF-Strategie und das gute Risiko-/Renditeverhältnis gegenüber herkömmlichen Ansätzen“, unterstreicht Huber. Die VZ-Strategie eignet sich für private Anleger genauso wie für Unternehmen, die die Mittel für die betriebliche Altersvorsorge ihrer Belegschaft in Wertpapieren anlegen wollen.

Buchtipp: Im Ratgeber „Erfolgreich anlegen mit ETFs“ beschreibt Michael Huber anhand von Beispielen und Berechnungen anschaulich die regelbasierte Strategie des VZ.

15.02.2018 | 23:27

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