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Weltsprache Kunst: Zur Natur- und Kunstgeschichte bildlicher Kommunikation


Die Schönheit und plakative Wirkung der Kunst ist allen Menschen zugänglich. Doch welche Botschaft mit dem jeweiligen Kunstwerk vermittelt werden soll, ist nicht immer jedem klar. Dass sich die Menschheit seit jeher der Kunst als Kommunikationsmittel bedient, scheint jedoch unstrittig.

Doch gibt es eine Universalgrammatik zum Verstehen und Interpretieren von Kunst? Höhlenmalereien zeugen von urzeitlichen Dokumentationen, auch wenn sie heute nur noch schwer verstanden und entschlüsselt werden können. Von der Frühzeit bis zur Moderne gehen der Biologe und die Kunsthistorikerin der Frage nach, ob es „Archetypen“ des Ästhetischen gibt und erklären Kunst als ein Medium der Kommunikation, das die Zeit überdauert. So versuchen die beiden Wissenschaftler zu entschlüsseln, warum Menschen Kunst schätzen, brauchen, sammeln – und selbst auch produzieren. Die grenzüberschreitende Sprache der Kunst verweist dabei auf die gemeinsamen humanethologischen Wurzeln der Menschheit. Weltsprache Kunst ist ein Standardwerk zur ästhetischen Kommunikation – neben interessanten Thesen und Beobachtungen mangelt es nicht an wunderschönen Bildern von Kunstwerken verschiedenster Epochen, die gemäß den Autoren verdeutlichen, dass der Motivschatz und Symbolgebrauch des Menschen universell ist.

Weltsprache Kunst: Zur Natur- und Kunstgeschichte bildlicher Kommunikation

Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Christa Sütterlin
Verlag: Brandstätter
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3850330930
Preis: 39,90 Euro

05.11.2009 | 00:00

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