boerse am sonntag - headline

Endstation Parkett


Ein schonungsloses Doku-Drama über den Niedergang der Chicagoer Parketthändler

Im November 2010 wird das Doku-Drama „Endstation Parkett“ des US-Regisseurs James Allen Smith die Kinoleinwände in Deutschland erobern. Mit schonungsloser Offenheit und aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel heraus zeigt Smith das Innerste der Chicagoer Terminbörse. „Floored“ – so der Originaltitel – wurde in den USA u. a. von „The New York Times“, „Forbes“ und „The Wall Street Journal“ begeistert gefeiert. „Der Regisseur weckt die Neugier der Zuschauer auch ohne George Clooney und Brad Pitt”, loben ihn die Kritiker; „... aus dem echten Leben gegriffen und eine grobkörnige Version von Oliver Stones Wall Street” sei dieser Film.

James Allen Smith zeigt ohne Pathos den schleichenden Niedergang der Parketthändler an der Chicagoer Terminbörse. Eindringlich schildert er die Nachdenklichkeit einer Berufsgruppe, die sich lange Zeit für unbesiegbar hielt und jetzt mit der Computerisierung des Handels verschwinden wird. Ihre Bitterkeit darüber, dass es auch ihnen in unserer auf Gewinne ausgerichteten Welt letztlich nicht anders ergeht als Stahlarbeitern oder Kohlekumpels zuvor. Plötzlich zeigen auch sie, denen es jahrelang vor allem um den Profit ging, menschliche Regungen: Sie stellen sich Fragen über ihren künftigen Lebensweg und welche Vergangenheit sie hinter sich lassen.

Der Regisseur verbrachte seine ersten Lebensjahre als Kind eines Militärangehörigen in Deutschland und in den USA. Er entschied sich allerdings gegen eine Militärkarriere und studierte stattdessen darstellende Kunst und Malerei an der Schule des Museum of Fine Art in Boston. Kaum 20 Jahre alt zog es ihn auch schon weiter mach Missouri. Dort versuchte er sich als Sänger und Nachtklubbetreiber.

Erst mit seinem Umzug nach Chicago wurde seine Faszination für die Börsenwelt geweckt. Denn als Webdesigner betreute James zahlreiche Finanzgesellschaften. Er bekam Zutritt zu der sonst so abgeschotteten Welt der Parketthändler („Pitch Trader“), die durch Zuruf („Open Outcry“), Gesten und Zettel ihre Geschäfte abwickeln. Das Parkett der Futures- und Optionsbörse erinnerte James an seine Zeit in der Oberstufe – mit einer klaren Hierarchie unter den Schülern, einer ganz eigenen Sprache und derbem Wortschatz. Und wie in der Schule fanden sich auch hier faszinierende Geschichten der Akteure.

„Endstation Parkett“ ist das erste Doku-Drama von James Allen Smith, der mit seiner Frau in Seattle lebt und dort weiter an seinem Traum arbeitet, ein erfolgreicher Filmemacher zu werden. Mit „Endstation Parkett“ ist ihm ein erster Erfolg gelungen!

Erleben Sie einen außergewöhnlichen Kinoabend mit dem Wall-Street-Experten Markus Koch: Blicken Sie zusammen mit ihm und Regisseur James Allen Smith exklusiv hinter die Kulissen von „Endstation Parkett“ und diskutieren Sie nach dem Film über die Zukunft der Börsen.

Die Tickets sind ab sofort erhältlich!

02. November 2010, atelier-Kino im Savoy-Theater, Düsseldorf

03. November 2010, CineStar Metropolis, Frankfurt

06. November 2010, PASSAGE Kino, Hamburg

13. November 2010, Schrannenhalle, München

16. November 2010, Delphi Kinos, Stuttgart

19. November 2010, World of Trading, Frankfurt

(*Änderungen vorbehalten, der Film wird in deutscher Fassung gezeigt)


Infos über den Film finden Sie hier

29.10.2010 | 00:00

Artikel teilen: