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Jeder Jeck ist anders - Fastnacht in deutschen Landen


In Köln, wo das Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau das Regiment übernimmt, lautet der Schlachtruf der Karnevalsjecken „Alaaf“. Neben zahlreichen Terminen innerhalb der Kampagne, prunkvollen Sitzungen und Feierlichkeiten schlängelt sich zum Höhepunkt des Straßenkarnevals ein bunter Lindwurm kilometerlang durch die Kölner Innenstadt. Bis zu 1 Mio. Zuschauer säumen die Straßen, wenn sich über 10.000 Teilnehmer und um die 100 Prunk- und Persiflage-Wagen zu Deutschlands größtem Rosenmontagszug – in Köln bekannt als „d’r Zoch“ – in Bewegung setzen.

Unter dem Motto „Egal, was kommt, egal, was ist – der Mainzer Narr bleibt Optimist!“ feiert man in Mainz am Rhein, der rheinland-pfälzischen Fastnachtshochburg, die „tollen Tage“. Die Mainzer Narren starteten traditionell am 1. Januar mit der Parade der närrischen Garden durch die Stadt in die Fastnachtskampagne 2011. Auch hier ist der Höhepunkt der närrischen Kampagne der Rosenmontag, wenn ganz Mainz auf den Beinen ist und die Innenstadt mit großem „Meenz Helau“ in ein farbenfrohes Meer verwandelt.

Nach alter alemannischer Tradition zieht man in Baden-Württemberg am Rosenmontag und Fasnetsdienstag beim Narrensprung in Rottweil durch die Straßen. Mit hölzernen Masken, den sogenannten Larven, kostümiert, dürfen sich hier nur echte Rottweiler – oder seit mindestens 15 Jahren in Rottweil Ansässige – das Narrenkleid überstreifen, das allerdings den historischen Vorgaben entsprechen muss. Hier hat man die Gelegenheit, historische Figuren und Kostüme wie Gschell, Biß, Fransenkleid, Schantle, Federahannes, Bennerrössle und Guller zu bestaunen.

18.02.2011 | 00:00

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