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Museumsuferfest in Frankfurt am Main 24.-26. August 2012


Mit ca. 3 Mio. Besuchern, den außergewöhnlichen Programmangeboten der Frankfurter Museen, zahlreichen Bühnenproduktionen und Inszenierungen ist das Museumsuferfest eines der größten europäischen Kulturfestivals.

Bereits im 18. Jahrhundert entdeckten reiche Frankfurter die Qualität des südlichen Mainufers mit dem Panorama auf Frankfurt; herrschaftliche Villen mit großen Gärten entstanden. Das erste Museum, das Städel, wurde dort 1878 fertiggestellt.

Etwa 100 Jahre später wurde die Vision „Museumsufer“ Wirklichkeit. Der damalige Kulturdezernent Hilmar Hoffmann konnte den Oberbürgermeister Walter Wallmann für die Idee begeistern und in Folge profitierte Frankfurt von einem Boom an Museumsbauten. Zu dem Konzept gehörte, dass die historischen Villen und ihre Gärten unter Ensembleschutz gestellt wurden. Zusätzlich wurden Wettbewerbe für Erweiterungsbauten ausgeschrieben, an denen sich weltbedeutende Architekten beteiligten. So der Amerikaner Richard Meier, der nicht nur den Neubau des Museums für angewandte Kunst schuf, sondern auch den Museumspark. Einzigartig war, dass Museen entwickelt wurden, die es zuvor in dieser Art in Deutschland nicht gegeben hatte, etwa ein Filmmuseum.

Innovation und die sinnstiftende Vermittlung von Kulturprozessen sind die markanten Merkmale der Museen, die damit weltweit Anerkennung finden.

Aktuell erfährt das Museumsufer seinen zweiten Boom: Sieben der rund 40 Museen, die seit einigen Jahren unter dem Dachmarkenlogo „Museumsufer Frankfurt“ versammelt sind, wurden erst vor Kurzem grundlegend überarbeitet. Spektakulärstes Projekt ist sicherlich der unterirdische Neubau des Städel.

Weitere Infos unter:

www.museumsuferfest.de

24.08.2012 | 00:00

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