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11. September 2001, New York City, 8.46 Uhr

Das World Trade Center in Downtown New York. So war es am 11. September morgens letztmalig zu sehen. (Bild: Fotolia / Spitirofamerica)

Die Skyline von Downtown New York heutzutage. (Bild: Fotolia / Oscity)

(Bild: Fotolia / filipefrazao)


Ein herrlicher Spätsommermorgen in Ney York, 8.46 Uhr Ortszeit, 11. September 2001. Es ist die Minute, in der das 21. Jahrhundert in Wirklichkeit beginnt.

Jeder weiß, was er am 11. September 2001 gemacht hat, wo er war, was er gemacht hat. Der Angriff war unglaublich, unfaßbar, von noch nie gesehener publizistischer Wirkung. Ob es von der angegriffenen Nation richtig und weitblickend war, mit einer Serie von Kriegen zu antworten, mag dahinstehen. Unbestreitbar ist dagegen, dass das Jahrhundert, in dem wir leben, kein bisschen weniger grausam und brutal ist als alle vorherigen.

Der Generalangriff des Islam auf die Teile, die Nationen, die Religionen der Welt, die sich dem totalen Anspruch seines religiösen Gesetzeswerkes mit den 114 Suren nicht unterwerfen wollen: fassungslos müssen wir ihn mit ansehen. Zwar hat dieser Angriff weit früher als am 9. September 2001 begonnen, doch seitdem ist er offenbar. Die Toten von New York klagen an, und viele, viele Blutzeugen von Nigeria bis zu den Philippinen, von Pakistan zum Südsudan sind ihnen seither gefolgt. Sie alle betrauern wir im Okzident am 11. September.

 

Nulla dies umquam memori vos eximet aevo.

 

Vergil, Aeneis, IX, 446. Dieses Wort steht an der Wand des Museums in New York, das auf dem Grundstück von Groud Zero an die islamischen Terroranschläge durch Anstiftung und unter faktischer Leitung der Al-Qaida erinnert, die die Welt veränderten.

11.09.2016 | 14:30

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