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Trendberufe: Sechs Jobs mit Zukunft

Welche Jobs in Zukunft wohl besonders gefragt sind? (Foto: alphaspirit / shutterstock)



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Nicht nur die Digitalisierung unterwirft den Arbeitsmarkt einem rasanten Wandel. Millionen Jobs drohen in den kommenden Jahren zu verschwinden. Es entstehen aber auch neue. Welche Berufe jetzt und hinsichtlich ihrer Zukunftsperspektiven im Trend liegen.

Die Internetplattform GEHALT.de veröffentlicht jedes Jahr ausgewählte Trendberufe. 2020 gehören zu den sechs Zukunft-Jobs neben dem IT-Berater auch der Krankenpfleger. Trendberufe gelten als solche mit sehr guter Zukunftsperspektive, da sie infolge gesamtwirtschaftlicher oder gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen stärker als andere nachgefragt werden dürften.

1. IT-Berater und Software-Entwickler

Die Welt steckt mit in einer digitalen Revolution, die Corona-Pandemie hat den Wandel nun noch einmal beschleunigt. Da liegt es auf der Hand, dass Software-Entwickler und IT-Berater schon jetzt gefragter sind denn je und es in Zukunft erst recht sein werden. Schon vor Ausbruch des Virus haben immer mehr Unternehmen damit begonnen ihre Prozesse zu digitalisieren, die Zahl offener Stellen für IT-Experten hatte Zahlen des Branchenverbandes Bitkom nach zu Beginn des Jahres erneut ein Rekordhoch markiert. Allein, das Arbeitskräfteangebot steigt nicht im selben Maße mit. Damit dürfte Informatikern wohl über Jahres hinaus eine gut bezahlte Stelle nach dem Studium so gut wie sicher sein. Die Internetplattform GEHALT.de errechnet für IT-Berater einen Durchschnittsverdienst von rund 75.200 Euro.

2. Alten und Krankenpfleger

Dass es Alten- und Krankenpfleger braucht ist keine besonders neue Erkenntnis. Die Corona-Pandemie hat nun aber noch einmal ganz deutlich vor Augen geführt, wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitssystem ist, zu dem eben zuvorderst gut ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte zählen. Hierzulande wird der Personalnotstand jedoch Jahr um Jahr dramatischer. Die Bertelsmann-Stiftung geht in ihrem Pflegereport 2030 davon aus, dass in zehn Jahren über ein halbe Million Vollzeit-Stellen fehlen werden.

Die Politik reagiert allmählich, in den kommenden Jahren will die Bundesregierung immerhin 13.000 neue Stellen in der Altenpflege schaffen. Luft nach oben bleibt jedoch genug. Entsprechend gut sind die Aussichten auf einen Job, wenn auch nur in etwa halb so gut bezahlt, wie eine IT-Berater-Stelle. GEHALT.de errechnet derzeit für Altenpfleger 32.400 Euro brutto. Krankenpfleger verdienen knapp 38.000 Euro.

3. CSR-Manager

CSR steht für Corporate Social Responsibility. Und das „verantwortungsvolle Wirtschaften“ liegt im Trend. Immer mehr Unternehmen legen Wert darauf, Umweltstandards einzuhalten oder sich sozial zu engagieren. Im Marketing sind CSR-Kriterien heute allgegenwärtig. Entsprechend braucht es Menschen, die sich damit auseinandersetzen, die CSR im Unternehmen vorantreiben und managen. Inzwischen lässt sich das sogar speziell studieren. Das Einkommen liegt laut GEHALT.de durchschnittlich bei 45.100 Euro.

4. Data Scientists

Daten sind die Währung des digitalen Zeitalters. Und Jahr um Jahr werden mehr davon erhoben. Damit sie wertvoll werden, muss man sie aber zunächst sortieren, ordnen und auswerten können. Dafür gibt es Data Scientists. Über diverse mathematische und statistisch Modelle wandeln sie Daten in Informationen um. Je mehr Daten es werden und vor allem je unübersichtlicher deren Menge, desto mehr Experten braucht es, die den Überblick herstellen und behalten können. Definitiv ein Job mit Zukunft. GEHALT.de hat dazu ein ganz ordentliches Jahresgehalt von im Schnitt 58.600 Euro errechnet.

5. Scrum Master

Schon wieder ein englische Berufsbezeichnung – auch das liegt ganz offensichtlich im Trend. Die Aufgabe eines Scrum Masters ist schlicht Projekte zu überwachen, Teams zu beobachten und sie agil zu führen. Im Grunde sind sie ein Art stiller Beobachter des Großen und Ganzen und greifen nur im Notfall ein, oder wenn es neue Zielvorgaben gibt. Erwerben lässt sich ein Scrum Master via Zertifikat. Der Verdienst: 56.100 Euro.

6. Elektrotechnik-Ingenieur

Den Ingenieur braucht es auch im digitalen Zeitalter. Besonders den, der Erfahrung im Bereich der Elektrotechnik mitbringt. Allein in der Automobilbranche dürfte die Nachfrage mit dem Trend hin zur E-Mobilität in Zukunft weiter anziehen. Aber auch im sonstigen Maschinenbau oder in der Chip-Branche sind Elektrotechniker beliebt. Mit im Schnitt 60.500 Euro verdient man in der Branche gut.

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Börse am Sonntag Jobs

07.08.2020 | 11:25

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