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Wird dies 2016 das teuerste Auto der Welt?

Ein Ferrari 315 335 S Scaglietti Spider könnte bald das teuerste Auto der Welt sein.

1957 Ferrari 315 335 S Scaglietti Spider, Collection Bardinon (Bild: Marcel Massini)

Der Ferrari 315 335 S ist ein reinrassiger Straßenrennwagen.

Der Ferrari 315 335 S Scaglietti Spyder, Chassisnummer 0674, mit Wolfgang Graf Berhe v. Trips auf der Mille Miglia 1957 (Bild: Ted Walker, Ferret Fotographic)


Im Februar 2016 findet eine spektakuläre Auktion für die Freunde von Oldtimern statt. Besonders interessant wird sie für die zahlungskräftigsten Sammler und Anleger, die in ganz spezielle Sachwerte investieren: in die Klassiker der Automobilgeschichte. Der hier abgebildete Ferrari könnte bald bis zu 34 Millionen US-Dollar wert sein.

Die Auktionsfirma Artcurial Motorcars kann auf dem Autosalon Retromobile” in Paris im kommenden Frbruar eine der größten Ikonen der Automobilgeschichte präsentieren: den Ferrari-Rennwagen Ferrari 335 S Spider Scaglietti von 1957, der unter anderem in Le Mans und mit dem legendären deutschen Fahrer Manfred Graf Berghe v. Trips zum Einsatz kam. Es handelt sich um das Fahrzeug mit der Seriennummer 0674. Das Fahrzeug stammt aus der Sammlung Pierre Bardinon, die Provenienz ist damit einwandfrei. Geschätzt wird das einzigartige Automobil auf 28 bis 34 Millionen US-Dollar. Matthieu Lamore, der Geschäftsführer von Artcurial Motorcars, ist begeistert: Both a Work of Art and the Queen of Speed, this represents the elixir of the exceptional: beauty, rarity, racing success, history, authenticity and provenance”, declared Matthieu Lamoure, Managing Director of Artcurial Motorcars. Der Weltrekord für die Auktion eines Automobils dieser Art liegt nach Angaben von Artcurial Motors bislang bei 18.5 Millionen US-Dollar für einen Ferrari 250 California Spider aus der Sammlung Baillon.

Zur Auktion kommen im nächsten Februar vier weitere spektakuläre Lose. Da ist zunächst ein Ferrari 250 GT SWB Berlinetta aus dem Jahre 1963, der aus der Sammlung Midy stammt und auf zehn bis 13,2 Millionen US-Dollar geschätzt wird. Ein weiterer 250 GT, aber ein Cabriolet der Serie 2 von 1962, das einst dem König von Marokko gehörte, könnte 1,5 bis 1,9 Millionen US-Dollar bringen. Ein „Daytona“ von 1972, also ein Ferrari 365 GTB/4, wird auf 800.000 bis 950.000 US-Dollar geschätzt; den edlen Reigen beschließt ein 1986 eigens für Gianni Agnelli gebauter Ferrari Testarossa Spider, dieser Straßenrennwagen wird bei 750.000 bis einer Million US-Dollar taxiert.

Liegt es an den immer größer werdenden Risiken an den Börsen oder an der Nullzinspolitik, dass immeer mehr Anleger in Sachwerte flüchten? Beides ist denkbar, beides wäre logisch. Auktionatoren und Anbieter wie Artcurial Motorcars merken diesen Trend jedenfalls deutlich. „2015 has been a breakthrough year for Artcurial Motorcars, confirming its leading position for Collectors’ Car sales in Continental Europe”, teilt Lamoure mit. Seine firma organisiert die Auktionen auf dem Autosalon Retromobile” in Paris, bei den Le Mans Classics und bei den Autobiltagen auf den Champs-Élysées in Paris. Die Umsätze der firma illusitrieren dabei deutlich die Kraft, die in diesem Segment der Sachwerte steckt: sie stiegen von 6,9 Millionen US-Dollar im Jahre 2009 auf stolze 78 Millionen US-Dollar in diesem, noch nicht einmal abgeschlossenen Geschäftsjahr.

11.12.2015 | 21:21

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