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JazzAscona: 25 Jahre Jazz auf höchstem Niveau


Vom 25.6. bis 5.7.09 wechselten sich über 50 meist weltbekannte Bands und Gruppierungen ab. Es spielten Chris Barber, Freddy Cole, der Bruder von Nat King Cole, welcher in der New Yorker Presse als weltbester lebender Sänger gehandelt wird, der Edelswinger Pepe Lienhard, Trevor Richard mit seinem Trio, The Yellowpin Hounds und der einmalige Banjospieler Don Vappie mit seiner New Orleans Band. Auch die „Jazz-Oma“ Otella Dallas bewegte mit ihren 83 Jahren wo immer sie auftrat ihr Publikum zu langen Standing Ovations.

Großen Anklang beim Publikum fand, dass dieses Jahr eine etwas breiter gefächerte Musikrichtung vertreten war, da auch Bands außerhalb des klassischen New Orleans Jazz zugelassen waren. Ebenso kam die Zurückverlegung der Bühne in den alten Ortskern – vor die historische Kirche – gut an. In den bezaubernden Gässchen und an den Schauplätzen von Ascona begegnet man während des Festivals übrigens nicht nur weltberühmten Musikern, sondern auch bekannten Gesichtern wie dem Komiker Emil Steinberger oder der „Miss Swiss“ Christa Rigozzi.

Wem die bis Mitternacht dauernden Konzerte nicht reichten, konnte im Innenhof des Hotels Tamara noch dem Klang der Jam Session lauschen, bis in den frühen Morgenstunden das Vogelgezwitscher die Musik ablöste. Hier trafen sich täglich viele Musiker zum ungezwungenen Ausklang. All dies gibt dem von Nicolas Gilliet professionell organisierten Jazz Festival in Ascona eine unkommerzielle Note. Gilliet, selbst Jazzmusiker, verbindet sehr viel mit seiner „zweiten Heimat“ New Orleans. Für die Stadt und deren Musiker sammelte er nach dem katastrophalen Hochwasser 300.000 Euro an Spendengeldern ein, wofür er und sein Vertreter Luca Martinelli von Sängerin Lillian Boutté eine Auszeichnung der Stadt New Orleans überreicht bekam.

Ascona, das malerische frühere Fischerörtchen im Schweizer Kanton Tessin mit den meisten Sonnenstunden, ist wegen seiner hohen Dichte bester Hotels, seiner mediterranen Landschaft und nicht zuletzt wegen der guten Küche und dem weltbekannten Merlot auch außerhalb des Jazz Festivals eine Reise wert.

WEITERE INFORMATIONEN

www.jazzascona.ch

23.11.2009 | 00:00

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