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So viel verdienen Fach- und Führungskräfte in Deutschland

(Foto: skyNext / Shutterstock)



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Die Jobbörse Stepstone hat in ihrem Gehaltsreport 2020 die Gehälter von rund 128.000 Fach- und Führungskräften in Deutschland analysiert. Zwischen Bundesländern, Städten und Branchen gibt es große Unterschiede. Dazu spielt die Studienwahl eine bedeutende Rolle.

Fach- und Führungskräfte kommen in Deutschland auf ein Jahres-Bruttogehalt von im Schnitt 58.785 Euro. Das geht aus dem diesjährigen Gehaltsreport von Stepstone hervor. Die Ausschläge nach oben und nach unten sind dabei allerdings deutlich, die Gründe dafür vielfältig. So kommt eine Fach- und Führungskraft mit Personalverantwortung wenig überraschend auf ein merklich höheres Durchschnittsgehalt (75.000 Euro), als eine Kraft, die keine Mitarbeiter unter sich hat (50.000). Bei maximal vier Mitarbeitern erhalten Führungskräfte im Schnitt 64.000 Euro. Wer 100 Angestellte unter sich hat, erhöht seinen Lohn auf knapp 112.000 Euro.

Im Westen verdienen Führungskräfte deutlich mehr

Starke Unterschiede gibt es dazu im Ost-West-Vergleich. In den alten Bundesländern liegt das Durchschnittsgehalt für Fach- und Führungskräfte – Berlin ausgenommen – nirgends über 50.000 Euro. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit etwas über 45.000 Euro. Spitzenreiter dagegen ist Hessen mit rund 64.000 Euro, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg, die beide mit rund 62.000 Euro nah beieinander liegen. Auch mit Blick auf die Städte, zeigt sich das Gefälle zwischen Ost und West. In den Top-Ten finden sich ausschließlich westdeutsche Städte. So führt Frankfurt mit 71.000 Euro vor München (67.500 Euro) und Stuttgart (66.500 Euro). Es folgen Ulm, Düsseldorf, Bonn, Darmstadt, Essen, Mainz und Heidelberg.

Banker verdienen auf Führungsebene am meisten

Obwohl die Branche in Deutschland in den vergangenen Jahren mit stark schrumpfenden Gewinnen zu kämpfen hatten, verdienen Fach- und Führungskräfte bei Banken im Sektorvergleich mit 70.000 Euro Brutto im Jahr noch immer am Besten. Aushalten lässt sich mit rund 200 Euro weniger offenbar auch in der Pharmaindustrie ganz gut. Es folgen der Fahrzeugbau samt Zulieferern und die Chemie-Industrie.

Stark abhängig sind die Gehälter unabhängig der Branche offenbar von der Unternehmensgröße. Bei Firmen mit maximal 500 Mitarbeitern erhalten Fach- und Führungskräfte knapp 53.000 Euro – zehn Prozent weniger als der Durchschnitt. Unternehmen mit über 1.000 Angestellten zahlen ihren Führungskräften im Schnitt knapp 70.000 Euro, was verglichen mit dem Durchschnitt wiederum ein Plus von 18 Prozent bedeutet.

Akademiker sind klar im Vorteil – Mediziner kommen am besten weg

Bemerkbar macht sich freilich auch, ob eine Fach- und Führungskraft einen akademischen Hintergrund hat oder nicht. Vor allem bei zunehmender Berufserfahrung. Wer als Akademiker seit 25 Jahren im Job ist, bekommt fast ein Drittel mehr Gehalt als ein Nicht-Akademiker an der gleichen Position. Grundsätzlich verdienen Mediziner und Zahnmediziner mit durchschnittlich 92.000 Euro am Besten. Mit gehörigem Abstand ergattern die Rechtswissenschaftler Rang Zwei (78.000 Euro). In etwa gleich auf folgen mit rund 72.500 Euro Wirtschaftsingenieure, Ingenieurswissenschaftler und Wirtschaftsinformatiker.

Gemessen am gewählten Studiengang verdienen Absolventen der Wirtschaftswissenschaften als Führungskräfte am Besten in der Luft- und Raumfahrt (77.0000 Euro). Informatik- und Mathematikstudenten erhalten nirgends so viel wie in der Pharmaindustrie (86.000 Euro).  Psychologen und Sozialwissenschaftler kommen bei Banken am besten weg (68.000 Euro).

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30.07.2020 | 13:13

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