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Europa: Griechenland und Rekordarbeitslosigkeit

Bei den europäischen Aktienindizes überwogen in der vergangenen Woche die positiven Vorzeichen. Der EURO STOXX 50 stieg um 2,1%. Deutlich gegenteilig war die Entwicklung bei den griechischen Kursbarometern, die deutlich einbrachen. Der wirtschaftliche und soziale Niedergang Hellas setzt sich fort und ein Ende oder zumindest eine zuversichtlich stimmende Perspektive ist angesichts des von den Eurokraten eingeschlagenen Rettungskurses nicht erkennbar. Zudem lassen die internationalen Geldgeber wegen der ihrer Ansicht nach stockend vorankommenden Reformen das Land bezüglich einer weiteren Tranche aus dem Hilfskreditprogramm zappeln und pochen auf weitere rasche Sparbeschlüsse. Weil aber auch der Unmut in der Bevölkerung wächst, sind neue Einschnitte mit großen Unsicherheiten verbunden. Das griechische Parlament wird voraussichtlich am 7. November über das neue Sparpaket abstimmen, was als Voraussetzung für weitere Finanzhilfen gilt. Gleichwohl dürfte die nächste Auszahlung wohl schon vorbereitet werden, nicht zuletzt, weil EU-Diplomaten klar machten, dass kein Euro-Mitglied Griechenland aus dem Euro drängen wolle und dass Geld fließen werde. Abgesehen von dem neuen Akt in der griechischen Tragödie gab es auch aus der Eurozone insgesamt abermals Erschreckendes. Die Arbeitslosenquote erreichte im September einen neuen traurigen Rekord.

BÖRSE am Sonntag

Bei den europäischen Aktienindizes überwogen in der vergangenen Woche die positiven Vorzeichen. Der EURO STOXX 50 stieg um 2,1%. Deutlich gegenteilig war die Entwicklung bei den griechischen Kursbarometern, die deutlich einbrachen. Der wirtschaftliche und soziale Niedergang Hellas setzt sich fort und ein Ende oder zumindest eine zuversichtlich stimmende Perspektive ist angesichts des von den Eurokraten eingeschlagenen Rettungskurses nicht erkennbar. Zudem lassen die internationalen Geldgeber wegen der ihrer Ansicht nach stockend vorankommenden Reformen das Land bezüglich einer weiteren Tranche aus dem Hilfskreditprogramm zappeln und pochen auf weitere rasche Sparbeschlüsse. Weil aber auch der Unmut in der Bevölkerung wächst, sind neue Einschnitte mit großen Unsicherheiten verbunden. Das griechische Parlament wird voraussichtlich am 7. November über das neue Sparpaket abstimmen, was als Voraussetzung für weitere Finanzhilfen gilt. Gleichwohl dürfte die nächste Auszahlung wohl schon vorbereitet werden, nicht zuletzt, weil EU-Diplomaten klar machten, dass kein Euro-Mitglied Griechenland aus dem Euro drängen wolle und dass Geld fließen werde. Abgesehen von dem neuen Akt in der griechischen Tragödie gab es auch aus der Eurozone insgesamt abermals Erschreckendes. Die Arbeitslosenquote erreichte im September einen neuen traurigen Rekord.