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Mais: Gelingt diesmal ein Ausbruch?

Nach den Rekorden im Sommer 2012 korrigiert der Maispreis. Zwar gab es immer mal wieder Gegenbewegungen, letztlich ging es aber kontinuierlich abwärts. Daher stellt sich auch beim jüngst versuchten Ausbruch über die Abwärtstrendlinie die Frage, ob sie nachhaltig geknackt werden kann.

BÖRSE am Sonntag

Innerhalb der seit August 2012 auszumachenden Abwärtsbewegung wurde Anfang März 2013 zwar ein neues Zwischentief markiert, es lag jedoch nur knapp unter dem vorigen von Januar dieses Jahres. Zudem wurde die daraus resultierende Unterstützung schnell wieder zurückerobert. Es folgte ein Aufwärtsimpuls, der in der vergangenen Woche fortgesetzt wurde und den Maispreis nun knapp über die Abwärtstrendlinie resultierend aus dem Zwischenhoch von August 2012 und Februar 2013 führte. Die Frage ist nun, ob diesmal ein nachhaltiger Ausbruch gelingt. Dazu müsste wohl zunächst das Zwischenhoch von Februar bei 738,75 US-Cent geknackt werden. Bei 756 US-Cent würde dann jedoch gleich die nächste Hürde lauern, an der die zuletzt gestartete Gegenbewegung enden könnte.

Für eine nachhaltige Erholung bedarf es somit schon handfester fundamentaler Argumente. Von dieser Seite einen stützenden Effekt hatten zuletzt wohl die vom US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bekräftigten, sehr niedrig erwarteten US-Lagerbestände zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres 2012/13 (bis Ende August). Sie dürften nach der dürrebedingt schlechten Ernte im Herbst 2012 sowie einer robusten Nachfrage aus dem Inland mit 16,06 Mio. Tonnen das niedrigste Niveau seit 1995/96 erreichen. Sollte sich daher das Angebot weiter verknappen, könnte dies die Preise für die nächstfälligen Futures weiter antreiben. Für die US-Produktion im Wirtschaftsjahr 2013/14 kommt es dann darauf an, wie sich die Aussaat im nun begonnenen Frühling gestaltet, welche Wachstumsbedingungen es gibt und wie viel Mais letztlich angebaut wird. Die USDA-Prognosen versprühen dabei derzeit Zuversicht. Sie gehen für die im Herbst stattfindende Ernte in den USA von einer um 35% auf rund 369 Mio. Tonnen gestiegenen Ertrag und damit einen neuen Rekord aus.