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Goldpreis weiter unter Druck



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Vorerst scheint die Luft allerdings erst einmal raus. Galt Gold noch vor wenigen Wochen als Hort der Sicherheit, ist dieser Grund derzeit offenbar nicht mehr aktuell. Nicht zuletzt wegen der positiv aufgenommenen Ergebnisse des „Stresstest“ im europäischen Bankensektor. Zwar weist der Test hinsichtlich seiner einfließenden Parameter Mängel auf und ist somit sicherlich nicht überzeugend, er hat aber wohl seinen Zweck erfüllt und die Finanzmärkte vorerst beruhigt. Und auch im Zusammenhang mit der Schuldenkrise ist es zuletzt ruhiger geworden, das Thema Staatspleiten spielt derzeit kaum eine Rolle.

Technisch angeschlagen

Gold ist daher weniger gefragt, was den Preis drückt. Aus charttechnischer Sicht rutschte dieser jüngst unter die langfristige Aufwärtstrendlinie seit Oktober 2008, an der er noch in der Vorwoche nach oben abgeprallt war. Gleichzeitig testete er die horizontale Unterstützung, resultierend aus dem Zwischentief von Mai dieses Jahres, und fiel zwischenzeitlich darunter. Sollte auch diese Marke nachhaltig unterschritten werden, sind weitere Abgaben nicht ausgeschlossen. Die nächste potenzielle Haltezone wäre dann zwischen etwa 1.100 und 1.127 US-Dollar auszumachen. Sollte auch diese nicht halten, dürfte wohl der Bereich zwischen 1.032 und 1.044 US-Dollar angesteuert werden.

Kaufgelegenheit?

Ob es aber tatsächlich dazu kommt, wird davon abhängen, wie sich die Stimmung an den Finanzmärkten entwickelt. Zwar ist derzeit Ruhe eingekehrt, die Risiken für neuerliche Krisen sind aber zweifelsohne vorhanden. Mögliche weitere Rückgänge beim Goldpreis könnten somit gute Kaufgelegenheiten bieten, wenn man auf Punkte wie Inflation, Staatspleiten oder den Zusammenbruch des Papiergeldsystems setzt.

30.07.2010 | 00:00

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