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Mais poppt nach neuem Tief auf



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Die Woche hatte dabei zunächst noch schwach begonnen. An der CME rutschte der nächstfällige Future für Juli auf 324,5 US-Cent ab, wodurch sich die seit einigen Monaten auszumachende Abwärtsbewegung fortsetzte, angesichts günstiger Wachstumsbedingungen mit viel Regen, was für eine gute Ernte spricht. Dabei wurde auch das bisherige Tief von Dezember 2008 bei 328,5 US-Cent unterschritten und ein neues Mehrjahrestief markiert. Verantwortlich für die schwächere Tendenz zu Wochenbeginn waren Sorgen über ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum in China, was, so die Annahme, die Nachfrage nach Futter- und Nahrungsmitteln dämpfen könnte. Daneben werden bis Mitte Juli günstige Wetterbedingungen für die Maisanbauregionen in den USA und China vorhergesagt. Beides sind immerhin die weltweit größten Maisproduzenten mit Anteilen an der globalen Erzeugung von etwa 39% (USA) und rund 21% (China). Für die Bullen gab es also zunächst wenig Futter.

Überraschung

Dies änderte sich jedoch am Mittwoch durch eine Mitteilung des US-Landwirtschaftsministeriums, das mit den veröffentlichten Daten bullische Überraschungen parat hatte. Zum einen lagen die US-Lagerbestände zum 1. Juni mit 4,3 Mrd. Scheffel zwar 1,1% über dem Vorjahreswert und erreichten damit den höchsten Stand seit 1988, allerdings war die Prognose mit 4,62 Mrd. Scheffel deutlich höher. Daneben wurde in den USA weniger Mais gesät als erwartet. Beide Punkte könnten das diesjährige Angebot von US-Mais um ungefähr 500 Mio. Scheffel senken. Die erste Reaktion war daher ein deutlich nach oben schnellender Preis. Ob dieser nun richtig durchstartet und die Abwärtsbewegung der vergangenen Monate nun ein Ende hat, ist jedoch nicht sicher. Mit Spannung dürfte daher der nächste Monatsbericht zu Angebot und Nachfrage, der am 9. Juli veröffentlicht wird, im Fokus stehen.

02.07.2010 | 00:00

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