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Palladium: Widerstände im Visier



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Neben einem Bündel an horizontalen Widerständen, bestehend aus den Hürden von 471,75, 477,50 und 480,50 US-Dollar, befindet sich in dieser Region auch der Abwärtstrend aus der Verbindung der Zwischenhochs von April und Juni dieses Jahres. Sollte dieser geknackt werden, lassen die nächsten Hindernisse aber nicht lange auf sich warten. Dazu gehört der etwas steilere Aufwärtstrend aus der Verbindung der Zwischentiefs von Juli 2009 und Oktober 2009, der im Mai dieses Jahres verletzt wurde und trotz der Versuche im Juni nicht nachhaltig zurückerobert werden konnte. Nahezu punktgenau verläuft bei dieser Linie ferner eine weitere horizontale Hürde, resultierend aus dem Zwischenhoch von Juni bei 503 US-Dollar. Erst wenn die beiden zuletzt genannten Barrieren überwunden werden, ist der Weg frei bis zum bisherigen Jahreshoch 2010 von mehr als 570 US-Dollar. Aus charttechnischer Sicht lauern somit einige Schwierigkeiten.

Kleinerer oder größerer Überschuss?

Wie sieht es aber aus fundamentaler Sicht aus? Nach der jüngsten Analystenstudie (VM Group, ABN AMRO Bank) könnte der Angebotsüberschuss 2010 im Vergleich zu 2009 deutlich um 62% sinken, was mit der stärkeren Nachfrage aus der weltweiten Fahrzeugindustrie begründet wurde. Der Verbrauch seitens der Autobauer wird den Prognosen zufolge daher um 15% auf 4,6 Mio. Feinunzen steigen. Dies dürfte dazu führen, dass der globale Überschuss 2010 nach 578.000 Feinunzen im Jahr 2009 auf 217.000 Feinunzen sinkt. Es sind allerdings nicht alle Analysten so optimistisch. Andere gehen davon aus, dass der Überschuss im Vergleich zu 2009 sogar noch wachsen könnte, weil ein steigendes Angebot aus Minen und Recycling den zunehmenden Bedarf aus Industrie und Investmentbereich mehr als ausgleichen könnte. Entsprechend scheint es auch fundamentale Hindernisse für weiter steigende Kurse zu geben.

16.07.2010 | 00:00

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