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Sojaöl: Kurze Pause oder doch Korrektur?



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An dem Hindernis (Zwischenhoch Juni 2009) war Sojaöl bereits zweimal (Dezember 2009, Januar 2010) gescheitert. Sollte es daher nachhaltig geknackt werden, könnte dies für weitere Zuwächse sprechen. Derzeit sieht der jüngste Rücksetzer aber erneut wie ein Abprall aus, sodass noch einmal die langfristige Aufwärtstrendlinie seit Dezember 2008 getestet werden dürfte, die aktuell im Bereich von 38,50 US-Cent verläuft. Sie wurde von Mai bis Juli 2010 mehrfach auf ihre Stärke hin abgeklopft und auch zwischenzeitlich verletzt, letztendlich hielt sie aber. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass nach diesem zähen Ringen die Bullen im Falle eines erneuten Tests resignieren und dann die Bären die Oberhand gewinnen. Ein nachhaltiger Bruch könnte dabei Abwärtspotenzial bis in den Bereich von 31 US-Cent eröffnen. Auf dem Weg dorthin würden sich die Haltezonen bei 36,02/34,76/34,28/32,23 US-Cent in den Weg stellen.

Steigende Nachfrage?

Vielleicht können aber die Faktoren weiterhin stützen, die zuletzt den Preis für Sojaöl getrieben haben. Dieser korreliert eng mit der Entwicklung des Sojabohnenpreises, bilden die Früchte (Samen) der zu den Hülsenfrüchtlern gehörenden Pflanze doch das Ausgangsmaterial für die Herstellung des Öls. Entsprechend kommt es sehr stark auf die fundamentalen Fakten der Sojabohne an. Und hier haben zuletzt die Preisexplosionen bei Weizen (Ernteeinbußen in Osteuropa, Exportverbot Russland) die Nachfrage steigen lassen. Daneben hat auch der Preis des Substituts Palmöl zuletzt kräftig zugelegt, angesichts widriger Wetterbedingungen in den wichtigsten Anbauregionen Asiens (Indonesien, Malaysia) was das weltweite Angebot an Pflanzenöl insgesamt verknappt.

20.08.2010 | 00:00

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