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Bestes Start-up: VoltStorage gewinnt LfA Elevator-Pitch



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Das junge Unternehmen überzeugte auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel und holte sich den Weimer Media Future Award.

Von Vera König

Er hat den Fahrstuhl bestiegen und trat als Sieger wieder heraus: CEO und Gründer Jakob Bitner hat mit seinem Start-up VoltStorage den LfA Elevator-Pitch beim Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee gewonnen. Der Sieger erhielt den Weimer Media Future Award, der zum ersten Mal verliehen worden ist.

Vor dem Gipfel hatte die LfA Förderbank Bayern eigens sechs vielversprechende Unternehmen ausgewählt. Beim Pitch auf der Bühne erhielten die Gründer dann die Gelegenheit, ihr Unternehmen in jeweils vier Minuten vorzustellen – und so die Zuhörer als Jury zu überzeugen. „Gute Unternehmen brauchen Sichtbarkeit“, sagte Bernhard Schwab, Vorstandsvorsitzender der LfA Förderbank Bayern. Er freute sich, dass der Ludwig-Erhard-Gipfel die Chance bot.

Bitner betrat als erster die Bühne. Sein Unternehmen mit Sitz in München entwickelt und produziert Energiespeichersysteme auf Basis der ökologischen Redox-Flow-Technologie. Mit ihrer neu entwickelten Eisensalz-Batterie will die junge Firma nun Deutschland zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien versorgen.

Hightech-Drohnen sind das Produkt von Quantum Systems. CEO und Gründer Florian Seibel entwickelte sogenannte eVTOL Fixed-Wing UAVs, die die Vorteile von Helikoptern und Flugzeugen – senkrechte Start- und Landefähigkeit und ausgefeilte Aerodynamik – in einer Drohne vereinen.

Einen Satelliten indes hat Thomas Grüblers Ororatech entwickelt. Der CEO und Gründer stellte vor, wie sein Produkt mittels hochaufgelösten Wärmebildkameras die komplette Welt abtasten kann. Der Satellit wurde speziell dafür konzipiert, um die Welt zu kartographieren, was besser als mit Drohnen funktioniert. Anhand der Wärmebilddaten können Waldbrände entdeckt, der CO2-Fußabdruck ermittelt und Dürren vorhergesagt werden. Die Daten unterstützen auch bei der Städteplanung, sind wichtig für die Landwirtschaft. Und mit ihnen lassen sich Lieferketten sicherer gestalten.

Industrielle Exoskelette, eine äußere Stützstruktur für einen Organismus, stellt German Bionic Systems her. CEO und Gründer Peter Heiligensetzer möchte mit seinen Exoskeletten Muskel-Skelett-Erkrankungen bekämpfen, an denen allein in Europa 100 Millionen Menschen leiden. Sie bieten ein technisches Unterstützungsgerät, eine Art Rucksack, die vor allem den Rücken entlastet. Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine nimmt dem Körper bis zu 30 Kilogramm Gewicht ab. German Bionic Systems ist die einzige Firma weltweit, die ein voll vernetztes Exoskelett anbietet.

Evum rund um CEO und Gründer Sascha Koberstaedt stellt Nutzfahrzeuge her. Die Firma, die sich vom Forschungsprojekt an der TU München hin zum internationalen Mobilitätshersteller entwickelt hat, setzt bei ihren Fahrzeugen auf Elektroantrieb und eine reduzierte Bauweise gepaart mit smarten Features.

Blickfeld bietet lasergestützte Sensoren an, die die Umgebung in 3D erfassen. Das Unternehmen von CEO und Gründer Florian Petit hat auch eine eigene Software für die Auswertung der Daten entwickelt. Die Sensoren sind wichtig für autonome Fahrzeuge, die ihre Umgebung erfassen müssen, und Anwendungen des Internet of Things.

Das Start-up VoltStorage überzeugte das Publikum beim Voting mit seinen ressourcenschonenden Energiespeichern, bei denen es komplett auf erneuerbare Energien setzt. Der Preis ist mit einem Mediavolumen von 100.000 Euro der Weimer Media Group zur Vermarktung des noch jungen Unternehmens dotiert. „Sie investieren in eine für uns sehr wichtige Zukunftstechnologie“, gratulierte Verlegerin Christiane Goetz-Weimer bei der Preisverleihung.

25.04.2022 | 00:56

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