boerse am sonntag - headline

Lohnt sich die Investition in Kryptowährungen?



Jobsalle Jobs

Das Geburtsjahr der ersten Kryptowährung, dem Bitcoin, ist das Jahr 2009. Es gab einige Außenseiter und Experten, die sich dem digitalen Zahlungsmittel angenommen haben. Zu diesem Zeitpunkt wurde es mit Skepsis betrachtet. Die wenigsten Menschen erwarteten, dass Bitcoin weltweit auf den Finanzmärkten Fuß fassen würde. Dies ist jedoch nach über zehn Jahren unzweifelhaft der Fall.

Darüber hinaus kamen viele weitere Kryptowährungen hinzu, wobei der Vorläufer auf der Beliebtheitsskala noch immer an erster Stelle steht. Weitere geläufige Namen sind Bitcoin Cash, EOS, Ethereum, Ripple und Litecoin. Regelmäßig kommen neue hinzu.

Nach langem Auf und Ab Zugewinn an Stabilität

Aus den Medien ist bekannt, dass manche Bitcoin-Trader, die frühzeitig auf den Zug aufgesprungen sind, außergewöhnliche Gewinne verzeichnen konnten. Dies ist sicher einer der Gründe, warum es immer mehr Interessenten für die Kryptowährung gibt. In den letzten Jahren allerdings wurden auch weniger glanzvolle Erfahrungen gemacht, so waren 2017 und 2018 von starken Turbulenzen geprägt. Hohe Kursschwankungen, teilweise täglich, machten die Investitionen zum einen riskanten Geschäft. In den beiden Jahren musste man zeitweise 20.000 US-Dollar für nur einen Bitcoin berappen. Der Absturz ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Zurzeit (Stand 20. Juni 2020) liegt der Bitcoin-Wert auf 8.309,87 Euro (= USD 9.289,19). Zuletzt sind die Schwankungen geringer geworden. Einige Experten sprechen sogar von einer gewissen Stabilität.

Ist es noch lohnenswert, sich an Kryptowährungen zu beteiligen?

Fachleute beantworten die Frage häufig mit ja. Allerdings betonen sie, dass ein weiterer Kursabfall nicht ausgeschlossen werden kann. Genauso wenig ein Wertanstieg. Die verschiedensten Prognosen beziehen sich vor allem auf den Bitcoin. Es gibt jedoch zahlreiche andere Kryptowährungen, die eine Anlagealternative darstellen können. Dazu gehört Bitcoin Cash, mit dem sich noch Gewinne einfahren lassen. Grundsätzlich muss jeder für sich selbst die Entscheidung treffen, in welches virtuelle Zahlungsmittel man investieren möchte. Auf dem Aktienmarkt sieht das nicht anders aus. Von Wichtigkeit ist, nicht sein gesamtes überschüssiges Kapital auf einen Schlag einzusetzen. Vielmehr sollten regelmäßig kleinere Summen eingebracht werden. Dadurch lassen sich ggfs. Abfälle und Schwankungen besser regulieren. Wer glaubt, er hätte den idealen Zeitpunkt verpasst, um durch Kryptowährungen zum Millionär zu werden, geht falsch an die Sache heran. Denn auch Anleger, die nach den ersten großen Erfolgen 2014 eingestiegen sind, konnten zum Teil nicht unerhebliche Gewinne erzielen.

Einfluss zahlreicher Faktoren auf den Bitcoin-Kurs

Aufgrund der hohen Volatilität des Bitcons ist der Markt attraktiv und spannend, allerdings auch riskant. Er ist rund um die Uhr in Bewegung, weshalb sich zu jeder Zeit eine plötzliche und deutliche Preisänderung ergeben kann. Einer der Faktoren ist das begrenzte Angebote an Bitcoins. Insgesamt sind 21 Millionen verfügbar, bis zum Jahr 2040 sollen alle abgebaut sein. Jedoch ist ihre Bereitstellung schwankend – sie richtet sich nach dem Vorgehen derjenigen, welche die Kryptowährung halten und der Geschwindigkeit, mit der die Coins auf den Markt geworfen werden.

Weiterhin spielt die Marktkapitalisierung eine Rolle. Wie wertvoll der Wert von Bitcoins eingestuft wird, steht und fällt mit den Tradern. Ob diese die jüngste Blase shorten oder eine Gelegenheit zum Einstieg nutzen, beeinflusst jeweils den Kurs. Die öffentliche Wahrnehmung wirkt sich gleichfalls aus. Dies gilt für ausnahmslos alle Währungen, jedoch besonders für den Bitcoin. Denn die Erfahrung zeigt, sogar in seinen besten Zeiten werden die Langlebigkeit, der Wert und die Sicherheit von der Presse infrage gestellt.

Gegen verschiedene Schlüsselereignisse ist auch der Bitcoin nicht gefeit. So können makroökonomische Rückschläge, Sicherheitsverletzungen und Vorschriftsänderungen schwerwiegende Auswirkungen auf den Kurswert von Kryptowährungen nach sich ziehen.

Welche Trading-Möglichkeiten gibt es?

Unter den Kryptowährungen ziehen Trader oft Bitcoin vor, da sie als größter Herausforderer klassischer Zahlungsmittel gelten. Wer Erfolg haben möchte, sollte jedoch sehr genau den Markt im Auge behalten. Schnelligkeit ist wichtig, um im richtigen Moment Coins zu kaufen oder zu verkaufen. Es gibt zwei verschiedene Wege für das Trading: Zum einen erstehen Händler die tatsächliche Kryptowährung, die sie später hoffentlich wieder gewinnbringend verkaufen. Zum anderen lässt sich auf die Wertentwicklung spekulieren, wobei man den Token niemals besitzt. Möglich ist letztere Variante durch CFDs. In diesem Fall wird ein Kontrakt gehandelt, der auf den zugrundeliegenden Marktkursen basiert. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Hebelprodukt – mit verhältnismäßig wenig Kapital werden deutlich höhere Positionen am Markt bewegt. Eine Vervielfachung sowohl der Gewinne als auch Verluste ist möglich.

Lesen Sie auch: Fall Wirecard legt Systemfehler des DAX offen

26.06.2020 | 12:25

Artikel teilen:

-->