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Intelligente Limit-Typen nutzen - automatisch Gewinne sichern und Verluste begrenzen

Christoph Lütchens, Produktmanager ING-DiBA AG

Christoph Lütchens, Produktmanager ING-DiBA AG


Um auch ohne den täglichen Blick auf die Börsenkurse die gewünschten Kauf- oder Verkaufsaufträge auslösen zu können, bietet sich die Erteilung von limitierten Orders an. Dabei stehen je nach Bank und Handelsplatz unterschiedliche Varianten zur Wahl.

Limitierte Order: Durch Eingabe eines Limits legt der Anleger fest, zu welchem Preis ein Wertpapier höchstens gekauft wird bzw. welchen Preis er bei einem Verkauf mindestens erzielen möchte – außerhalb dieses Limits erfolgt keine Ausführung.

Stop-Loss ohne Limit: Dagegen werden die Aktien beim Erteilen eines Stop-Loss-Limits automatisch an der Börse verkauft, wenn eine bestimmte Kursschwelle unterschritten wird. Anleger können so aufgelaufene Gewinne sichern oder eingetretene Kursverluste begrenzen. Zu beachten ist, dass die Order bei Erreichen oder Unterschreiten der Kursschwelle zum nächsten Kurs ausgeführt wird. Dieser kann deutlich unter der Kursschwelle liegen, zum Beispiel wenn der erste Kurs am nächsten Morgen deutlich unter dem des Vortags liegt. Im Gegensatz zur limitierten Order ist der Mindesterlös also nicht durch die Kursschwelle festgelegt.

Start-Buy ohne Limit: Dies ist das Gegenstück zum Stop-Loss ohne Limit. Der Kaufauftrag tritt erst dann in Kraft, wenn die Aktie die in der Order festgelegte Kursgrenze überschreitet. Dadurch kann ein Anleger einen Kauf einleiten, wenn sich z. B. durch das Erreichen eines bestimmten Kursniveaus eine nachhaltige Erholung der Aktie abzeichnet. Die Order wird bei Erreichen oder Überschreiten der Kursschwelle zum nächsten Kurs ausgeführt. Dieser kann über der Kursschwelle liegen.

Kombilimit oder auch OCO: Investoren können eine limitierte Verkaufsorder mit einem Stop-Loss oder eine limitierte Kauforder mit einem Start-Buy kombinieren. Sie begrenzen dann beispielsweise einen eventuell eintretenden Verlust automatisch durch den Stop-Loss. Gleichzeitig stellen sie über das Verkaufslimit sicher, dass die Bank die Aktie bei einer positiven Entwicklung automatisch verkauft, wenn der Kurs die festgelegte Gewinnschwelle überschreitet.

Trailing-Stop-Loss: Hier wird die Verkaufsschwelle bei steigenden Kursen automatisch nachgezogen. Wenn ein Anleger bei einem aktuellen Aktienkurs von 12 Euro ein solches Limit z. B. bei 10 Euro einrichtet, erhöht sich die Schwelle bei einem Anstieg des Aktienkurses um 1 Euro auf 13 Euro ebenfalls automatisch um 1 Euro auf dann 11 Euro. Das Verkaufssignal löst hier nicht ein fixer Kurswert aus, sondern ein festgelegter Abstand zum einmal erreichten Höchstkurs. In dem Beispiel beträgt dieser Abstand genau 2 Euro.

Um alle Möglichkeiten nutzen zu können, sollten Investoren ihr Depot bei einer Bank führen, die diese Limit-Typen auch anbietet  – am besten kostenlos.

Kunden der ING-DiBa stehen diese Limit-Typen an den Börsen München, Stuttgart und im Direkthandel zur Verfügung. Die Erteilung, Änderung und Streichung sind generell kostenlos.

Konkrete Hinweise zum Setzen von Limit-Schwellen bieten dabei  SmartStops. SmartStops sind Kursmarken, die basierend auf historischen Kursen automatisch ermittelt werden. Wird ein SmartStop erreicht, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass bei der betreffenden Aktie mittelfristig hohe Abwärtsrisiken bestehen. Kunden der ING-DiBa haben exklusiv die Möglichkeit, SmartStops der Börse München kostenfrei zu nutzen.

Fazit

Durch den Einsatz intelligenter Limit-Typen erweitern Anleger ihre Möglichkeiten für ein erfolgreiches Ordermanagement erheblich.

12.07.2012 | 00:00

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