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ABUS: Sicherheit mit Schloss und Riegel



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Fast in jedem Haushalt gibt es ein Produkt von ABUS – sei es nun ein Vorhängeschloss, ein Fahrradschloss oder auch nur ein Schlüssel mit dem Firmenlogo. Doch längst stehen die vier markanten Buchstaben, die schon im Schriftbild Solidität vermitteln, nicht mehr nur für Schlösser, sondern für umfassende Sicherheitskonzepte.

Wie die meisten erfolgreichen Unternehmen hat ABUS klein und mit einem eher unspektakulären Produkt begonnen. Am Anfang der Unternehmensgeschichte steht ein kleiner Familienbetrieb in Volmarstein an der Ruhr. 1924 begannen hier August Bremicker und Söhne – aus den Anfangsbuchstaben entstand später der Markenname ABUS – mit der Herstellung von Vorhängeschlössern. Das war nichts Ungewöhnliches, denn das sogenannte Schlossmachen war ein traditionelles Handwerk und in zahlreichen Familien im Westfälischen zu Hause. Noch um die Wende zum 20. Jahrhundert gab es in Volmarstein zahlreiche kleine Familienbetriebe, in denen Schlösser hergestellt wurden.

Seine heutige Größe von 2.500 Mitarbeitern weltweit verdankt ABUS einer Reihe pfiffiger Ideen und der hervorragenden Produktqualität. Ein erster Meilenstein der Unternehmensgeschichte war 1958 die Einführung von Vorhangschlössern aus massivem Messing, die heute Standard sind. Zuvor waren mit Stahl oder Blech zwei korrosionsanfällige Materialien dominierend gewesen. Damit begann ein weltweiter Siegeszug von Messingschlössern, bei dem ABUS die Nase vorn hatte.

Nur ein Jahr später startete die Produktion von Fahrradschlössern. Im Laufe der Jahre entstand eine ganze Palette von Produkten zum Schutz von Zweirädern. Von Spiralkabeln bis hin zu den legendären Bügelschlössern, die selbst raffinierten Aufbruchsversuchen standhalten, bietet ABUS heute alles, was das Zweirad vor unerwünschtem Besitzerwechsel schützt. Dass Sicherheit nicht nur funktional sein muss, sondern auch schön aussehen kann, beweist dabei BORDO. Das praktische faltbare Fahrradschloss konnte den Design-Preis des Landes Rheinland-Pfalz gewinnen.

Seine Expertise verdankt ABUS der engen Zusammenarbeit mit Kripo, Versicherungen, Testinstituten und Experten auf dem Gebiet der Sicherheitstechnik. Durch die ständige Weiterentwicklung bestehender Lösungen und die Entwicklung neuer Konzepte trägt das Unternehmen seinem Motto „Sicherheit durch Qualität“ Rechnung.   

Neben den traditionellen Schlössern widmet sich ABUS der Sicherung von Fenstern und Türen. Mit einem umfangreichen Programm an Kipp- und Rollladensicherungen, Teleskopstangen, Sicherheitsketten und Panzerriegeln können Haus und Hof vor unerwünschten Gästen geschützt werden.  

Diese mechanischen Lösungen werden durch elektronische Sicherheitstechnik wie Alarmanlagen und Überwachungssysteme ergänzt. Auch hier setzt ABUS auf intelligente Konzepte wie etwa eine auf Funkübertragung basierende Anlage. Dabei wird ein für Sicherheitssysteme reserviertes Frequenzband genutzt, auf das selbst Mobiltelefone oder Radiowellen keinen negativen Einfluss haben. So sind eine zuverlässige Übertragung ein- und ausgehender Signale in die Alarmzentrale und ein hohes Maß an Schutz gegen Manipulationen möglich.

Im Bereich der Sicherheitskameras, die ein weiterer  Schwerpunkt von ABUS sind, werden ebenfalls verschiedenste Formen der Signalübertragung angeboten, die eine optimale Integration der Anlagen an die überwachten Objekte ermöglichen. Wenn zum Beispiel das Verlegen von Leitungen nicht möglich oder erwünscht ist, transportieren WLAN-Kameras die Videosignale über das kabellose Netzwerk zum PC oder Router.

Seinen großen Erfolg verdankt ABUS, das inzwischen mit rund 20 Niederlassungen weltweit vertreten ist, auch der Kontinuität der Unternehmensführung. Trotz des rasanten Wachstums hat sich beim Management im Laufe der Zeit nicht viel geändert. Noch immer befindet sich ABUS im Familienbesitz und wird mittlerweile von der dritten und vierten Generation geleitet.

25.01.2012 | 00:00

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