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FlatexDegiro gewinnt in jeder Minute einen neuen Kunden

Gewinnt nicht nur neue Kunden, sondern verdient auch Geld mit Ihnen: Flatex hat im ersten Halbjahr einen starken Anstieg des vorläufigen operativen Ergebnisses (EBITDA) um 67,5 Prozent auf 89,1 Millionen Euro erreicht (Foto: Shutterstock).



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Das deutsche Fintech ist inzwischen Europas größter Online-Broker. Inmitten der Börsenkrise überzeugt das Unternehmen mit starkem Wachstum und hoher Profitabilität und verwaltet jetzt 38 Milliarden Euro Kundenvermögen. Die Aktie wird ein heißer Kauf-Kandidat. Goldman Sachs sagt ein Kursziel von 20 Euro voraus
 
Banken erleiden reihenweise Gewinneinbrüche, Aktienhändler melden Katastrophenmonate, angesagte Online-Broker wie Trade Republic kündigen Massenentlassungen an, der Dow Jones hat das schlechteste erste Halbjahr seit 1962 hinter sich und der Dax den schlechtesten Juni aller Zeiten. Das erste Börsenhalbjahr scheint nur Verlierer zu kennen - mit Ausnahme von FlatexDegiro. Das Frankfurter Fintech macht sogar in der schweren Krise prächtige Geschäfte und wächst so stark, dass die Branche zwischen Verblüffung und Neid nur so staunt.
 
FlatexDegiro ist zu Europas größtem Online-Broker herangewachsen, verfügt über ein verwahrtes Kundenvermögen von 38 Milliarden Euro und meldet mitten im Katastrophenhalbjahr 282.000 Neukundenaccounts. Bis Ende Juni 2022 stieg die Zahl der Kundenaccounts auf 2,29 Millionen, im Gesamtjahr werden 500.000 bis 600.000 neue Accounts erwartet. Im Klartext heißt das: An jedem einzelnen Tag kommen derzeit rechnerisch 1500 neue Kunden hinzu, in jeder Minute einer. Damit festigt FlatexDegiro seine Position als der am schnellsten wachsende und marktführende pan-europäische Online-Broker.
 
Nun ist die schiere Zahl der Kundenkonten das eine. Das andere ist die Frage, ob man mit den vielen neuen Kunden auch Geld verdienen kann. Mancher Neobroker hat damit zusehends Probleme, weil mit Niedrigstpreisen neue Kunden gelockt werden und am Ende kaum mehr Gewinne übrigbleiben. Bei FlatexDegiro ist das anders. Im ersten Halbjahr meldet der Konzern sogar einen starken Anstieg des vorläufigen operativen Ergebnisses (EBITDA) um 67,5 Prozent auf 89,1 Millionen Euro (nach 53,2 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2021). Die EBITDA-Marge ist auf 42,5 Prozent (H1 2021: 23,5 Prozent) gesprungen. Der operative Cashflow betrug im ersten Halbjahr 2022 rund 70 Millionen Euro.
 
Der Börsencrash ist gleichwohl auch bei FlatexDegiro spürbar - allerdings nur im Umsatz, der mit 209,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von gut 226 Millionen Euro lag. Die Zahl der Transaktionen sank von 53 auf 38,1 Millionen. Trotzdem wird das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2022 bereits über dem Wert des Gesamtjahres 2021 erwartet. Die stark gewachsene Kundenbasis sowie der deutlich höhere Umsatz je Transaktionen haben positiv zu dieser Entwicklung beigetragen.

Mit einigem Stolz kommentiert Frank Niehage, CEO der FlatexDEGIRO AG, daher: „Die solide operative Entwicklung in schwierigem Umfeld spricht für die nachhaltige Stärke unseres Geschäftsmodells. Wir wachsen mit der Neukundengewinnung schneller als jeder Wettbewerber, sogar erheblich schneller als drei führende europäische Vergleichsunternehmen zusammen. Wo andere teils drastisch Personal abbauen, stellen wir weiter ein.“
 
An der Börse werden die überraschend guten Zahlen honoriert. Der Aktienkurs von FlatexDegiro ist binnen einer Woche um 7 Prozent gestiegen. Vom Jahrestief von 8,55 Euro hat sich der Kurs inzwischen deutlich erholt. Die mächtige Investment Bank Goldman Sachs empfiehlt die Aktie zum Kauf und sagt Kurse von 20 Euro voraus. Die Analysten anderer Finanzinstitute verweisen insbesondere darauf, dass es FlatexDegiro gelinge, einerseits rasch und in ganz Europa zu wachsen, andererseits werde der durchschnittliche Umsatz je Transaktion bemerkenswert gesteigert, von 4,27 Euro im ersten Halbjahr 2021 auf nunmehr 5,31 Euro – das bedeutet ein Plus von 24,4 Prozent.
 
Außerdem steige FlatexDegiro sowohl in die digitale Vermögensverwaltung wie ins Krypto-Trading ein. Mit der Börse Stuttgart soll eine Partnerschaft im Kryptohandel eröffnet werden. Der Vorstand erwartet für Gesamtjahr 2022 einen Umsatz von 400 bis 440 Millionen Euro. Weil das Wachtum sich insbesondere in Südeuropa stark beschleunigt, investiert FlatexDegiro nun auch dort in sichtbares Massenmarketing. Nach den positiven Erfahrungen als Hauptsponsor von Borussia Mönchengladbach, wird flatexDEGIRO nun auch Hauptsponsor beim FC Sevilla. Im Rahmen der Partnerschaft wird die Marke DEGIRO auf der Vorderseite der Trikots des FC Sevillas zu sehen sein. Ebenso wird das Unternehmen die offizielle Online-Investmentplattform des Vereins. Mit fast einer Viertelmillion Kunden ist Spanien in Rekordzeit zum zweitgrößten Markt von DEGIRO herangewachsen.
 
BAS

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13.07.2022 | 08:21

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