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Trelock: Sicherheit fürs Rad


Über 345.000 Fahrräder wurden 2009 der polizeilichen Kriminalstatistik zufolge gestohlen, die Aufklärungsquote lag bei nur 10,3%. Mit einem hochwertigen Schloss lässt sich das Diebstahlrisiko zwar nicht zu 100% ausschließen, aber immerhin kann man das Radklau-Risiko erheblich reduzieren. Schlösser für verschiedene Sicherheitsansprüche entwickelt man bei Trelock in Münster. Wer ein teures Bike sein Eigen nennt, das es auch vor erfahrenen Fahrradschloss-Knackern zu schützen gilt, dürfte ein hochwertiges Bügelschloss bevorzugen. Für einen in die Jahre gekommenen Tretesel reicht dagegen ein kompaktes Kabelschloss. Und für Radler mit Sinn für Stil und Sicherheit gleichermaßen brachte Trelock ein exklusives Faltschloss auf den Markt, das nicht nur das Fahrrad vor Langfingern schützt, sondern auch optisch mit Lederintarsien und einem Etui aus echtem Leder überzeugt. In Münster entwickelt das Unternehmen neben Fahrradschlössern auch Schlösser für Motorräder sowie Fahrradcomputer, mit denen ambitionierte Radler ihr Training effektiver gestalten können. Da Sicherheit indes nicht nur Diebstahlschutz bedeutet, stellt Trelock auch Beleuchtungssysteme für Fahrräder her. Von Westfalen aus werden das Marketing, die Qualitätssicherung, der europaweite Vertrieb und die Logistik gesteuert. Darüber hinaus gibt es weitere Standorte in Hongkong, China und Malaysia, die sich ebenfalls um Marketing und Logistik sowie den weltweiten Vertrieb kümmern, denn der Schloss- und Sicherheitsspezialist Trelock hat es nicht zuletzt dank seiner innovativen Produkte und des hohen Qualitätsstandards zu einem international erfolgreichen Unternehmen gebracht.

Sicherheit von Anfang an

Die Wurzeln des mittelständischen Unternehmens reichen indes zurück bis ins Jahr 1854, als August Winkhaus eine Eisenwarenhandlung gründete. Nachdem Winkhaus einige Jahre Vorhängeschlösser eines anderen Unternehmens verkauft hatte, stieg er schließlich selbst in die Produktion ein. In den 1870er Jahren übernahm Rudolf Winkhaus die Leitung des väterlichen Unternehmens und verlegte den Standort von Hagen nach Münster, wo er sich auf die Herstellung von Vorhängeschlössern konzentrierte und später auch Baubeschläge sowie Tür- und Fensterbänder fertigte. Die Firma wuchs schnell, so dass in den 1930er Jahren ein weiterer Standort in Telgte eröffnet wurde, wo sich heute der Hauptsitz des Unternehmens Winkhaus befindet. Die Kriegsjahre setzten dem Erfolg des Unternehmens zunächst ein Ende, bevor es in den 1950er Jahren dank des Wiederaufbaus und des deutschen Wirtschaftswunders wieder bergauf ging. In den 1970er Jahren war das Ende des Vorhängeschlosses gekommen, stattdessen setzte Winkhaus auf Zylinderschlösser. Die Marke Trelock wurde in ein eigenes Unternehmen überführt, das sich auf Fahrradschlösser und Zweiradtechnik konzentrierte. 2001 kam es zu einem Management-Buyout: Andreas Rott erwarb die Tochter und machte sie zu einem eigenständigen Unternehmen. Bei Trelock wird Innovation großgeschrieben. Vertrieb und Marketing arbeiten bei der Entwicklung neuer Produkte eng zusammen, und für Anregungen von Kunden hat man ein offenes Ohr. Für ihre Kreativität und Innovationskraft wurden die Münsteraner kürzlich sogar von Lothar Späth, dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, mit dem „Top 100"-Gütesiegel ausgezeichnet. Damit zählt das Unternehmen im Jahr 2011 zu den 100 innovativsten Mittelständlern Deutschlands. Für das „Top 100"-Gütesiegel untersucht jedes Jahr ein Wissenschaftlerteam der Wirtschaftsuniversität Wien das Innovationsmanagement deutscher mittelständischer Unternehmen.

30.08.2011 | 00:00

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