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Alle Augen auf Alcoa

Die Berichtssaison in den USA geht gut los: Die mit Spannung erwarteten Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa überraschten bei Anlegern und an der Wall Street gleichermaßen positiv.

BÖRSE am Sonntag

Die Berichtssaison in den USA geht gut los: Die mit Spannung erwarteten Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa überraschten bei Anlegern und an der Wall Street gleichermaßen positiv.

Das vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen meldete am Mittwoch einen Umsatzanstieg um sieben Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 4,9 Milliarden Euro für das dritte Quartal. Dank des voranschreitenden Konzernumbaus übertraf auch der Gewinn die Erwartungen der Wall Street: Unter dem Strich verdiente Alcoa 149 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen lediglich ein Plus von 24 Millionen Dollar erzielt. Investoren waren zufrieden. Die Aktie stieg nachbörslich um über zwei Prozent.

Alcoa profitierte von gestiegenen Aluminiumpreisen – auf Jahressicht verteuerte sich das Leichtmetall um 16 Prozent. „Das Quartal zeigt, dass Alcoas Wandel Früchte trägt“, sagte Konzernchef Kleinfeld. Das Unternehmen hatte massiv abgespeckt, sich von unrentablen Firmenteilen wie Schmelzen und Walzwerken getrennt. Die Leichtmetallschmiede profitiert unter anderem von Fertigteilen für Flugzeuge. Der Konzern geht davon aus, im laufenden Jahr ein Umsatzwachstum von 8 bis 9 Prozent in diesem Geschäftsfeld zu erreichen. Außerdem beliefert das Unternehmen in großem Stil die Autoindustrie, hier rechnet es aber nur mit einem Verkaufsplus von zwei bis vier Prozent. Insgesamt erwartet Alcoa unverändert einen Anstieg der globalen Alu-Nachfrage um sieben Prozent.

Alcoa gibt traditionell als erster großer Konzern in den USA Einblick in die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal. Das Unternehmen hat Kunden in wichtigen Branchen wie Auto-, Flugzeug- und Bauindustrie. Alcoa gilt daher als Konjunkturindikator. In der nächsten Woche nimmt die Berichtssaison mit den Zahlen der großen US-Banken wie JPMorgan oder Goldman Sachs Fahrt auf. In Deutschland beginnt die Bilanzsaison etwas später.