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Unternehmens-News

MAN: hebt Ausblick an

Nach einem Gewinnsprung im zweiten Quartal hat der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN (WKN 710000) seinen Ausblick für das Gesamtjahr leicht angehoben. Von April bis Juni kletterte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 9% auf 3,467 Mrd. Euro. Der operative Gewinn stieg um mehr als 50% auf 403 Mio. Euro und lag damit deutlich über den Erwartungen. Der Überschuss wurde von 198 auf 440 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Für das Gesamtjahr schraubte MAN seine Ziele für Umsatz und Rendite leicht nach oben. So sollen die Erlöse nun um über 10% steigen, die Umsatzrendite soll knapp über 10% liegen. Bisher hatte MAN ein Umsatzplus von rund 10% und eine Umsatzrendite von 9,6% angepeilt. Der operative Gewinn soll, wie bisher angekündigt, stärker wachsen als der Umsatz. [mehr]

Praktiker: Hoffen auf 2010

Die Baumarktkette Praktiker (WKN A0F6MD) hat ihre Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal 2009 vorgelegt. Diese fielen gemischt aus: Während der Umsatz den Analystenerwartungen entsprach, verfehlte das Unternehmen die Erwartungen beim Ergebnis deutlich. Der Umsatz sank um knapp 5% auf 968 Mio. Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch 1,02 Mrd. Euro angefallen waren. Dabei konnte Praktiker in Deutschland sogar ein Umsatzwachstum von 1,0% verzeichnen. Dennoch konnte dadurch nicht der drastische Umsatzrückgang des internationalen Geschäftes um 15,5% kompensiert werden. [mehr]

McDonald’s: Gewinn legt zu

In den USA überzeugte McDonald’s (WKN 856958) mit den neuen Quartalszahlen. Trotz eines Umsatzrückgangs konnte die Fastfood-Kette einen Gewinnanstieg melden und erfreute damit die Börsianer. So fielen die Umsätze im dritten Quartal 2009 um 3,5% auf knapp 6,1 Mrd. US-Dollar. Im Vorjahresquartal hatte der Umsatz noch bei knapp 6,3 Mrd. US-Dollar gelegen. Sehr erfreulich entwickelten sich allerdings die wichtigen „Same Store“-Verkäufe (Umsätze in Restaurants, die länger als ein Jahr geöffnet sind). Hier wurde ein Plus von knapp 4% verzeichnet. Aufgrund von Kosteneinsparungen konnte McDonald’s den Nettogewinn um fast 6% steigern. Nachdem im Vorjahresquartal noch ein Gewinn von knapp 1,2 Mrd. US-Dollar (oder 1,05 US-Dollar je Aktie) angefallen war, lag der Gewinn jetzt bei knapp 1,3 Mrd. US-Dollar (1,15 USDollar je Aktie). Damit lag McDonald’s bei den Umsätzen im Rahmen der Markterwartungen und übertraf die Prognosen beim Gewinn deutlich. Die Analystenschätzungen waren durchschnittlich von einem Umsatz von 6,1 Mrd. US-Dollar und einem Gewinn von 1,11 US-Dollar je Aktie ausgegangen. [mehr]

Nestlé: Wachstum in den ersten drei Quartalen

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé (WKN A0Q4DC) konnte in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres organisch um 3,6% wachsen. Wegen der Stärke des Schweizer Franken ging der Umsatz allerdings von 81,4 Mrd. Franken im Vorjahr auf 79,5 Mrd. Franken zurück. Der Rückgang entsprach in etwa den Erwartungen der Analysten. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Man rechne weiterhin mit einer zunehmenden Beschleunigung des volumengetriebenen organischen Wachstums und einer Verbesserung der EBIT-Marge bei konstanten Wechselkursen, hieß es. Außerdem soll das Aktienrückkaufprogramm in diesem Jahr von bisher 4 Mrd. Franken auf 7 Mrd. Franken aufgestockt werden. [mehr]

BHP Billiton: Höhere Eisenerzproduktion

Im Rohstoffsektor gab es interessante Neuigkeiten von dem britisch-australischen Rohstoffkonzern BHP Billiton (WKN 908101). Das Unternehmen gab bekannt, dass man im ersten Quartal 2009/10 (gebrochenes Geschäftsjahr) die Eisenerzproduktion gesteigert habe. Insgesamt wurden in den abgelaufenen drei Monaten 30,1 Mio. Tonnen Eisenerz gefördert. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Förderanstieg um gut 1%. Im Vergleich zum Vorquartal (also dem vierten Quartal 2008/09) wurde die Eisenerzförderung sogar um 11% gesteigert. Die Produktionsmenge ist ein neuer Unternehmensrekord. [mehr]

ThyssenKrupp: In den roten Zahlen

Im DAX musste ThyssenKrupp (WKN 750000) bei den Zahlen für die ersten drei Quartale 2008/09 (ThyssenKrupp verfügt über ein gebrochenes Geschäftsjahr) deutliche Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis bekannt geben. So lag der Umsatz in den neun Monaten bei gut 30,7 Mrd. Euro. Das ist ein Rückgang von gut 23% gegenüber den 39,7 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Zudem lag der Umsatz unter den Analystenschätzungen, die knapp 30,9 Mrd. Euro erwartet hatten. Beim Ergebnis vor Steuern fiel ein Verlust von 987 Mio. Euro an, was ebenfalls deutlich schlechter als die Prognose von 925 Mio. Euro war. Im Vorjahreszeitraum konnte ThyssenKrupp noch einen Gewinn von knapp 2,3 Mrd. Euro verbuchen. Auch beim Nettogewinn ist der Stahlkonzern tief in die roten Zahlen gerutscht: Nachdem in den ersten drei Quartalen 2007/08 noch ein Gewinn von knapp 1,6 Mrd. Euro angefallen war, musste man nun einen Verlust von 829 Mio. Euro verbuchen. Das lag deutlich über den Konsensschätzungen, die einen Verlust von nur 726 Mio. Euro erwartet hatten. [mehr]

HOCHTIEF: Zahlen besser als erwartet

HOCHTIEF (WKN 607000) musste im zweiten Quartal sowie im ersten Halbjahr 2009 zwar Rückgänge bei Umsatz (leichte Rückgänge) und Gewinn (deutliche Rückgänge) verbuchen, konnte mit den Zahlen aber die Analystenerwartungen übertreffen. In den abgelaufenen sechs Monaten sank der Umsatz leicht auf knapp 9,13 Mrd. Euro nach 9,16 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2008. Die Analysten hatten aber einen noch geringeren Umsatz von 9,09 Mrd. Euro erwartet. Die Auftragseingänge gingen um gut 18% auf gut 10 Mrd. Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern fiel um gut 12% von 292 Mio. Euro auf jetzt 259 Mio. Euro. Das lag jedoch deutlich über den Konsensschätzungen von 241 Mio. Euro. Der Nettogewinn ging um knapp 14% von 79 Mio. Euro auf 68 Mio. Euro im abgelaufenen Halbjahr zurück. Das Management bestätigte aber die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. [mehr]

Lowe `s: Analystenerwartung verfehlt

In den USA legte die zweitgrößte Baumarktkette des Landes, Lowe`s (WKN 859545), ihre aktuellen Quartalszahlen vor. Dabei verfehlte der Konzern die Analystenerwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich. Der Umsatz ging nur leicht von 14,5 Mrd. USDollar im Vorjahresquartal auf jetzt 13,8 Mrd. US-Dollar zurück. Das ist ein Umsatzrückgang von knapp 5%. [mehr]

Bauer: Schlechte Zahlen

Im MDAX stellte der Bau- und Maschinenbaukonzern Bauer (WKN 516810) die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr 2009 vor. Danach fiel der Umsatz von knapp 595 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf jetzt 534 Mio. Euro, was einem Rückgang von 10,2% entspricht. Die Auftragseingänge sanken von knapp 910 Mio. Euro auf jetzt knapp 533 Mio. Euro. Beim Gewinn vor Steuern und Zinsen musste Bauer einen deutlichen Rückgang auf knapp 45 Mio. Euro verzeichnen, nachdem im ersten Halbjahr 2008 noch gut 63 Mio. Euro angefallen waren (Rückgang von 28,6%). Der Nettogewinn sank um 43,2% von gut 37 Mio. Euro auf nun gut 21 Mio. Euro. Insgesamt bestätigten diese Zahlen die bereits gemeldeten vorläufigen Rahmendaten. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet Bauer, dass das Ergebnis nach Steuern auf etwa ein Drittel des Vorjahres (damals 107,5 Mio. Euro) sinken wird. [mehr]

C.A.T. Oil: Massiver Umsatz- und Gewinneinbruch

Der Ölservicedienstleister C.A.T. oil (WKN A0JKWU) präsentierte enttäuschende Zahlen für das erste Halbjahr 2009. Danach sank der Umsatz um gut 16% auf knapp 118 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2008 lag der Umsatz bei knapp 140 Mio. Euro. Beim Gewinn vor Steuern und Zinsen musste der österreichische Anbieter von Spezialbohrgeräten, der in Russland und Kasachstan tätig ist, einen Einbruch von gut 36% auf 8,9 Mio. Euro hinnehmen. [mehr]

Disney: 4 Mrd. US-Dollar für Marvel

Die Nachricht der Woche aus der Medienbranche kam aus den USA. Der Entertainmentriese Disney (WKN 855686) übernimmt das Comic- Verlagshaus Marvel Entertainment (WKN A0F6RL). Der Übernahmepreis liegt bei gut 4 Mrd. US-Dollar. Walt Disney zahlt insgesamt 50 US-Dollar pro Marvel-Aktie (30 US-Dollar in bar sowie jeweils 0,745 Walt-Disney-Aktien für eine Marvel-Aktie). Dabei kann sich das Verhältnis der Disney-Aktien bis zum Übernahmeabschluss je nach Aktienkursentwicklung noch ändern. Marvel, dessen Aktie mit einer Performance von über 700% zu den erfolgreichsten US-Werten seit dem Jahr 2000 gehört, wurde durch die Verfilmungen seiner Comics, wie „Spider Man“, „Hulk“ oder „X-Men“, unter Börsianern bekannt. Die „Spider Man“-Filme gehören zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. [mehr]

STRABAG: Weniger Gewinn trotz solider Umsatzentwicklung

Mit STRABAG (WKN A0M23V) stellte in der vergangenen Woche ein zweites bekanntes österreichisches Unternehmen seine Halbjahreszahlen für 2009 vor. Dabei präsentierte der Baukonzern gemischte Zahlen. Der Umsatz stieg um gut 12% auf etwa 5,3 Mrd. Euro nach ca. 4,8 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2008. Der Auftragsbestand erhöhte sich um gut 5% auf etwa 14,3 Mrd. Euro nach knapp 13,7 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Ergebnis musste STRABAG aufgrund negativer Effekte aus den Finanzergebnissen jedoch Verluste vermelden. Aber zumindest beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen konnte der Konzern eine massive Verlustreduzierung von gut 28 Mio. Euro auf jetzt nur noch etwa 11 Mio. Euro erreichen. Das ist eine Verlustreduktion um knapp 61%. Das Ergebnis lag bei einem Minus von knapp 22 Mio. Euro. Das entspricht einer Verlustausweitung von ca. 22%, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von knapp 18 Mio. Euro angefallen war. Das Management bestätigte aber den Ausblick für 2009, wonach ein EBIT um den Vorjahreswert erreicht werden soll. [mehr]

Automobilbranche: US-Abwrackprämie hilft Ford

Die Autoabsatzzahlen in den USA für August fielen gemischt aus. Mit der US-Abwrackprämie im Rücken konnten mehrere Autobauer gegenüber dem Vorjahresmonat deutliche Zuwächse verzeichnen. Bei Audi stieg der Absatz um 25,8%, während VW einen Anstieg von 11,4% und Porsche von 9,0% meldeten. Auf der Verliererseite fanden sich Daimler mit einem Absatzrückgang von 10,5% und BMW mit einem Minus von 21,3% wieder. Bei den US-Autobauern konnte lediglich Ford von der landeseigenen Abwrackprämie profitieren: Hier stieg der Absatz um 16,8%. General Motors musste hingegen einen Rückgang von 20,0% verzeichnen, bei Chrysler lag das Minus bei15%. Wesentlich besser schnitten die asiatischen Autobauer ab. Lediglich Nissan musste einen kleinen Absatzrückgang von 2,9% melden. Bei Honda und Toyota legte der Autoabsatz hingegen um 14,2% bzw. 10,5% zu. [mehr]

CNOOC: Schwache Zahlen, aber über den Erwartungen

Im Ölsektor gab Chinas größter OffshoreÖlkonzern CNOOC (WKN A0B846), der die Ölförderung auf Chinas Meeren dominiert, die Zahlen für das erste Halbjahr 2009 bekannt. Danach ging der Umsatz um etwa 42% auf gut 41 Mrd. Yuan (ca. 4 Mrd. Euro) zurück. Der Gewinn brach sogar um 55% ein. Nachdem er im ersten Halbjahr 2008 noch bei 27,5 Mrd. Yuan gelegen hatte, belief er sich in den ersten sechs Monaten 2009 nur noch auf gut 12 Mrd. Yuan (1,2 Mrd. Euro). Allerdings lag das Ergebnis über den Erwartungen. Denn Analysten hatten nur mit einem Gewinn von gut 11 Mrd. Yuan gerechnet. Obwohl CNOOC seine Öl- und Gasproduktion im ersten Halbjahr 2009 um ca. 15% steigerte, wirkte sich der niedrige Ölpreis in den ersten sechs Monaten 2009 negativ auf die Geschäftsentwicklung aus. [mehr]

Wirecard: Solide Umsatz- und Gewinnsteigerungen

Grundsolide Geschäftszahlen gab es von dem deutschen Spezialisten für Internet-Bezahlsysteme, Wirecard (WKN 747206), für das zweite Quartal 2009. So stieg der Umsatz um knapp 15% auf gut 54 Mio. Euro. Der EBIT Gewinn vor Steuern und Zinsen erhöhte sich um 12% auf knapp 14 Mio. Euro. [mehr]

Suntech Power: Gewinn bricht ein

Im internationalen Solarmarkt gab es erneut schlechte Nachrichten. Dieses Mal kamen sie von dem chinesischen Solarzellenhersteller Suntech Power (WKN A0HL4L). Die Nr. 1 in China musste für das zweite Quartal 2009 einen massiven Gewinneinbruch bekannt geben. [mehr]

Nordex: Gewinneinbruch trotz Umsatzplus

Der Windkraftanlagenspezialist Nordex (WKN A0D655) legte in der vergangenen Woche ebenfalls seine Zahlen für das erste Halbjahr 2009 vor. Dabei verzeichnete Nordex einen soliden Umsatzanstieg, musste aber beim Ergebnis deutliche Einbußen melden. [mehr]

ThyssenKrupp: Größter Umbau in der Konzerngeschichte

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp (WKN 750000) hat den größten Umbau seiner Konzerngeschichte beschlossen. Die Details wurden vom Aufsichtsrat verabschiedet. Durch die neue Struktur sollen jährlich bis zu einer Mrd. Euro eingespart werden. Danach wird der Konzern künftig in zwei Divisionen untergliedert werden. Dabei handelt es sich um die Bereiche „Materials“ mit dem Stahlbereich und „Technologies“, worin Geschäftsfelder wie Aufzüge, Anlagenbau und Werften zusammengefasst werden. Gut 550 Mio. Euro sollen durch Kostensenkungen in der Produktion und der Verwaltung realisiert werden. Zudem sollen neue Werke in Brasilien und den USA vorerst mit geringeren Kapazitäten anlaufen. Die Inbetriebnahme eines neuen Hochofens in Brasilien und eines Stahlwerkes in den USA verschieben sich auf 2011. Die Änderungen werden mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres 2009/2010 am 1. Oktober wirksam. Laut Medienberichten wird der Konzern das laufende Geschäftsjahr 2008/09 mit einem Vorsteuerverlust von über 2 Mrd. Euro (einschließlich Sondereffekte) abschließen. [mehr]

Texas Instruments: Prognosen angehoben

In den USA sorgte Texas Instruments (WKN 852654) für positive Schlagzeilen. Der Chiphersteller hob seine Prognose für Umsatz und Gewinn im dritten Quartal 2009 an. Das Management gab zudem einen optimistischeren Ausblick auf den Halbleitermarkt für die kommenden Monate. Nach den neuen Prognosen erwartet Texas Instruments nun einen Quartalsumsatz zwischen 2,73 Mrd. US-Dollar bis 2,87 Mrd. US-Dollar. Bisher lagen die alten Schätzungen bei einem Umsatz zwischen 2,5 Mrd. US-Dollar bis 2,8 Mrd. US-Dollar. Außerdem rechnet der Chipriese jetzt mit einem Gewinn je Aktie zwischen 0,37 US-Dollar bis 0,41 US-Dollar für das dritte Quartal. Die bisherigen Prognosen lagen bei einem Quartalsgewinn zwischen 0,29 US-Dollar bis 0,39 US-Dollar pro Aktie. Die Analystenschätzungen lagen bis jetzt bei einem Umsatz von durchschnittlich 2,69 Mrd. US-Dollar und einem Gewinn von durchschnittlich 0,35 US-Dollar pro Aktie. Damit liegen die neuen Prognosen deutlich über den bisherigen Markterwartungen. [mehr]

Siemens: Jahresprognosen bestätigt

Siemens (WKN 723610) bestätigte in der vergangenen Woche auf einer Unternehmenspräsentation in London die Prognosen für das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr 2008/09. Danach soll der Gewinn der Sparten Energie, Industrie und Medizintechnik über den 6,6 Mrd. Euro des Vorjahres liegen. Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen hatte Siemens seine bisherige Jahresprognose von 8,0 Mrd. Euro bis 8,5 Mrd. Euro aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise zurückgenommen. Danach wurde lediglich ein Übertreffen der 6,6 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Zudem gab Siemens bekannt, dass man in den kommenden fünf Geschäftsjahren für den Geschäftsbereich „intelligente Stromnetze“ („Smart Grids“) mit Aufträgen von über 6 Mrd. Euro rechnet. Laut Siemens beläuft sich das Gesamtvolumen des für die Münchener adressierbaren „Smart Grids“-Marktes in den kommenden fünf Jahren auf 30 Mrd. Euro. [mehr]

BMW: Absatzrückgang verlangsamt sich

Der Münchener Autobauer BMW (WKN 519000) gab bekannt, dass man die Zusammenarbeit mit dem französischen Automobilhersteller PSA Peugeot-Citroen intensivieren wird. Laut Finanzvorstand Friedrich Eichiner ist eine gemeinsame Beschaffung von Komponenten (z.B. Klimakompressoren) angedacht. [mehr]

Palm: Analystenschätzungen trotz schlechter Zahlen übertroffen

In den USA hat der Spezialist für Handheld- Computer, Palm (WKN A0ETPB), seine Zahlen für das erste Quartal 2009/10 (gebrochenes Geschäftsjahr) vorgelegt. Dabei musste der Konzern den neunten Quartalsverlust in Folge melden, konnte aber trotz einer Verlustausweitung die pessimistischen Analystenschätzungen übertreffen. Bei den Umsätzen erlebte Palm auf den ersten Blick einen Einbruch von 367 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal auf jetzt nur noch 68 Mio. US-Dollar. Allerdings lag das daran, dass Palm Umsätze aus seinem neuen WebOS-System erst in den kommenden Quartalen verrechnen wird. Inklusive der auf später verschobenen Umsätze hätte Palm in den abgelaufenen drei Monaten einen Umsatz von knapp 361 Mio. USDollar erzielt. Die Analystenschätzungen für diese Gesamtumsätze hatten bei gut 298 Mio. US-Dollar gelegen. Beim Ergebnis musste Palm einen Verlust von gut 165 Mio. US-Dollar (-1,17 US-Dollar pro Aktie) melden. Im Vorjahresquartal lag das Minus noch bei lediglich knapp 42 Mio. US-Dollar (-0,39 US-Dollar pro Aktie). Die Verlustausweitung ist jedoch auf negative Einmaleffekte zurückzuführen. Rechnet man diese heraus, lag der Verlust nur bei knapp 14 Mio. US-Dollar (-0,10 USDDollar pro Aktie) und damit deutlich über den Analystenschätzungen von -0,24 USDollar pro Aktie. [mehr]

Potash: Erneute Gewinnwarnung für 2009

Der kanadische Düngemittelproduzent Potash Corporation of Saskatchewan (WKN 878149) veröffentlichte in der vergangenen Woche bereits die zweite Gewinnwarnung in diesem Jahr. Da man den Gewinn für das dritte Quartal nun unterhalb der Analystenschätzungen erwartet, rechnet das Management auch für das Gesamtjahr mit einem niedrigeren Gewinn. Dieser soll nun zwischen 3,25 US-Dollar bis 3,75 US-Dollar pro Aktie liegen. Die alten Gewinnprognosen für 2009 lagen bei 4,00 US-Dollar bis 5,00 USDollar. Auf diese Spanne hatte Potash seine Gewinnschätzungen erst im Juni reduziert, als man seine Zahlen für das zweite Quartal veröffentlichte. Ursprünglich lag die Gewinnschätzung für 2009 zwischen 7,00 US-Dollar bis 8,00 USDollar. Inzwischen hat Potash seine Erwartungen für 2009 also mehr als halbiert. Als Begründung für die erneute Gewinnwarnung verwies das Management auf die weiterhin schwache Nachfrage bei Düngemittelprodukten. Für 2010 rechnet man in Kanada, wo die Provinz Saskatchewan, eines der großen Potash-Produktionsgebiete, liegt, aber ab dem Frühling wieder mit einer Normalisierung der Potash-Nachfrage. Laut Prognosen des kanadischen „Natural Resources Department“ könnte die Potash-Produktion im Jahr 2010 wieder auf 17 Mio. Tonnen ansteigen. In den ersten sechs Monaten 2009 lag die Produktion lediglich bei 3,5 Mio. Tonnen. [mehr]

E.ON und Beiersdorf: DAX-Aufsteiger

Die Aktien von E.ON (WKN ENAG99) und Beiersdorf (WKN 520000) waren die größten Gewinner bei der jüngsten Umstellung und der Neugewichtung im DAX. Die Gewichtung des Stromriesen E.ON steigt danach von bisher 9,3% auf jetzt 10,0%. Die Gewichtung von Beiersdorf wurde gleich um knapp 20% erhöht. Aber mit einer neuen Indexgewichtung von 0,8% bleibt die Aktie ein Leichtgewicht im deutschen Leitindex. Neuaufsteiger Infineon (WKN 623100) wird ebenfalls mit 0,8% gewichtet und ersetzt die Hannover Rück. Zu den größten Verlierern gehört das Indexschwergewicht Siemens (WKN 723610), dessen Gewichtung von 10,8% auf jetzt nur noch 10,0% reduziert wurde. Der prozentual größte Verlierer war die Stammaktie von Volkswagen (WKN 766400), die um 25% von bisher 2,0% auf jetzt 1,5% zurückgestuft wurde. Die fünf größten DAX-Werte sind damit weiterhin E.ON, Siemens, Bayer (WKN BAY001, Allianz (WKN 840400) und BASF (WKN 515100). [mehr]

HeidelbergCement: Umfassende Kapitalerhöhung geplant

Der MDAX-Konzern HeidelbergCement (WKN 604700) gab in der letzten Woche eine umfassende Kapitalerhöhung bekannt. Danach soll das Grundkapital der Gesellschaft um 50% erhöht werden, indem 62,5 Mio. neue Aktien unter Bezugsrecht der Altaktionäre ausgegeben werden. So können die Altaktionäre für zwei alte Aktien jeweils eine neue Aktie der HeidelbergCement erwerben. Daneben sollen bestehende Aktien aus den Beständen der Altaktionäre im maximal gleichen Umfang wie die Kapitalerhöhung außerbörslich an einen Investor verkauft werden. Die Bezugsfrist für den Erwerb der neuen Aktien wird voraussichtlich vom 24. September bis 7. Oktober laufen. Der Handel mit den Bezugsrechten soll vom 24. September bis 5. Oktober reichen. Der Bezugspreis und der Angebotspreis werden voraussichtlich am 22. September bekannt gegeben. Die Barmittel aus der Kapitalerhöhung sollen zur Schuldentilgung verwendet werden. [mehr]

Oracle: Gemischte Quartalszahlen

In den USA gab der amerikanische Softwareriese Oracle (WKN 871460) seine Zahlen für das erste Quartal bekannt, das Ende August abgeschlossen wurde. Danach stieg der Gewinn um gut 4%, was die Analystenschätzungen traf, während der Umsatz um gut 5% fiel. Damit wurden die Analystenerwartungen verfehlt. [mehr]

Autoindustrie: Gemischte Zukunftsperspektiven

Im Zuge der Internationalen Automobil Ausstellung IAA gab es gemischte Meinungen aus dem Autosektor. So zeichnete der Europa-Chef Tadashi Arashima von Toyota (WKN 853510) für den europäischen Absatzmarkt ein eher düsteres Bild. Laut Arashima sei die natürliche Nachfrage (ohne staatliche Förderprogramme wie die Abwrackprämie) weiterhin „ziemlich schlecht“. Arashima zeigte sich auch nicht optimistisch, dass diese Nachfrage schnell zurückkehren werde. Dementsprechend rechnet Toyota für 2010 in Europa mit konstant schwachem bis sogar rückläufigem Absatz. Ein wesentlich positiveres Bild sieht hingegen der neue Porsche-Chef Michael Macht. Nach seiner Einschätzung ist die Talsohle erreicht: „Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 einen Gewinn gemacht. Es gibt keine Gründe anzunehmen, dass dies nicht auch im neuen Geschäftsjahr so sein wird. Ich hoffe, dass es im Frühjahr wieder bergauf geht.“ Auch bei BMW sieht man ein Ende des einbrechenden Absatzes in Sichtweite. So Vertriebsvorstand Robertson in einem Interview: „Die Rückgänge fallen Monat für Monat kleiner aus.“ Eine weitere wichtige Meldung kam von dem deutschen Nutzfahrzeughersteller MAN. Der Konzern will sein Engagement auf dem indischen Automobilmarkt ausbauen. Dafür erhöht man seinen Anteil an einem Joint Venture mit dem indischen Unternehmen Force Motors von 30% auf jetzt 50%. In den vergangenen Jahren enttäuschte das Joint Venture und verfehlte sein Produktionsziel. So sind in einem Werk im indischen Pithampur seit dem Start Ende 2006 nur 2.000 Fahrzeuge produziert worden. Ursprünglich wollte MAN dort aber allein 2008 schon 6.800 Lkws bauen lassen. [mehr]

Research In Motion: Erwartungen verfehlt

Research In Motion (WKN 909607), der Entwickler der erfolgreichen Blackberry- Smartphones, hat seine jüngsten Zahlen für das zweite Quartal 2009 veröffentlicht. Dabei gefiel der negative Ausblick den Börsianern überhaupt nicht. Zusätzlich verfehlte Research In Motion sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis die Analystenprognosen. Der Umsatz lag im zweiten Quartal bei 3,53 Mrd. US-Dollar, was ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal ist, als der Umsatz bei 2,58 Mrd. US-Dollar lag. Die Analysten hatten jedoch mit 3,62 Mrd. US-Dollar gerechnet. Der Gewinn belief sich inklusive einer außerordentlichen Einmalaufwendung von 112,8 Mio. USDollar für die Beilegung eines Patentstreites auf 0,83 US-Dollar pro Aktie, was ebenfalls deutlich unter den Markterwartungen von 1,00 US-Dollar pro Aktie lag. Rechnet man die Einmalkosten hinzu, dann lag das Ergebnis bei 1,03 US-Dollar pro Aktie. Für das dritte Quartal rechnet das Hightechunternehmen jetzt mit einem Umsatz zwischen 3,60 Mrd. US-Dollar bis 3,85 Mrd. US-Dollar. Das liegt unter den bisherigen Analystenprognosen von 3,90 Mrd. US-Dollar. Beim Gewinn stellt Research In Motion ein Ergebnis je Aktie von 1,00 US-Dollar bis 1,08 US-Dollar in Aussicht. Hier lagen die Analystenschätzungen bisher bei einem durchschnittlichen Gewinn von 1,05 US-Dollar. [mehr]

Deutsche Bank: wächst in der Krise

Bei der Deutschen Bank (WKN 514000) gab es zahlreiche neue Nachrichten. So kaufte RREEF Alternative Investments, ein Immobilien- und Infrastrukturfonds der Deutschen Bank, ein Immobilienpaket im Wert von 1,15 Mrd. Euro von der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA). Das Immobilienpaket umfasst fast 950 Filialen, die die BBVA nach ihrem Verkauf an den Deutsche-Bank-Fonds dann zurückmieten will. Aus dem Verkauf fließen der BBVA gut 830 Mio. Euro zu. [mehr]

Vtion: Erster Börsengang im Prime Standard seit einem Jahr

Das chinesische Technologieunternehmen Vtion Wireless Technology (WKN CHEN99) hat letzte Woche das erste IPO im regulierten Prime Standard seit einem Jahr vollzogen. Dies war bereits der zweite Anlauf für Vtion, nachdem der erste IPO-Versuch im November 2007 abgesagt wurde. Vtion ist ein Zulieferer für die Mobilfunkbranche und nach eigenen Angaben einer der drei führenden Anbieter für Mobilfunk-Datenkarten für Internetzugänge in China. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und beschäftigt 150 Mitarbeiter. Der Ausgabepreis für die Aktien von Vtion lag bei 10,75 Euro und damit innerhalb der Zeichnungsspanne (9,50 Euro bis 12,00 Euro). Das chinesische Unternehmen hatte bis zu 5,175 Mio. Aktien angeboten, darunter 675.000 Stück aus dem Besitz der Altaktionäre als Mehrzuteilungsoption. Der erste gehandelte Kurs lag bei 10,75 Euro. So gab es keine Zeichnungsgewinne. Damit nahm das Unternehmen 55,6 Mio. Euro ein, was dieses IPO zu einem kleinen Börsengang macht. Mit dem Geld aus dem Börsengang will Vtion die Vermarktung seiner Datenkarten stärken und neue Lizenzen für weitere Mobilfunkchips kaufen, mit denen dann neue Produkte entwickelt werden sollen. [mehr]

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