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Unternehmens-News

General Electric: Weniger Gewinn, aber besser als erwartet

Der US-Mischkonzern General Electric (WKN 851144) hat für das zweite Quartal 2009 einen Gewinneinbruch gemeldet. Angesichts der weltweiten Wirtschaftsabschwächung war diese Entwicklung zwar erwartet worden, die Analystenschätzungen wurden aber nur teilweise übertroffen. Beim Umsatz verfehlte GE die Analystenschätzungen deutlich. So sank der Umsatz um gut 17% auf knapp 39,1 Mrd. US-Dollar nach 46,8 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Die Analystenprognosen hatten einen Umsatz von knapp 42,2 Mrd. US-Dollar erwartet. Beim Nettoergebnis übertraf GE hingegen die Markterwartungen. Die Analysten hatten einen Gewinn von 0,23 US-Dollar pro Aktie in Aussicht gestellt. GE konnte hingegen einen Gewinn von 0,24 US-Dollar pro Aktie (knapp 2,7 Mrd. US-Dollar) melden. Der Gewinn aus dem fortlaufenden Geschäft lag sogar bei 0,26 US-Dollar pro Aktie. Im zweiten Quartal des Vorjahres lag der Gewinn noch bei 0,51 US-Dollar pro Aktie (knapp 5,1 Mrd. US-Dollar). [mehr]

Phoenix Solar: EBIT-Prognose nicht zu schaffen

Im TecDAX gab es von dem Solarunternehmen Phoenix Solar (WKN A0BVU9) schlechte Nachrichten. Das Management verkündete, dass man die bisherige Jahresprognose für den EBIT-Gewinn für 2009 nicht mehr aufrecht erhalten kann. Phoenix Solar hatte im Januar einen EBIT-Gewinn von 31 Mio. Euro für 2009 in Aussicht gestellt. Jetzt rudert das Management zurück und begründete die Revision mit Margendruck durch den anhaltenden Preisverfall bei Solarmodulen. [mehr]

Salzgitter: Ergebnisprognose gesenkt

Im DAX musste Salzgitter (WKN 620200) die bisherigen Ergebnisprognosen für das laufende Geschäftsjahr fallen lassen. Das Management des zweitgrößten deutschen Stahlkonzerns geht nun davon aus, dass man die ursprünglichen Ergebnisziele im aktuellen Geschäftsjahr nicht mehr erreichen werde. Das kommt umso überraschender, da das Management noch auf der Hauptversammlung im letzten Monat die alten Ziele bekräftigt hatte. Da hatte man ein „in etwa ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern“ in Aussicht gestellt. In einem Interview sagte der Vorstandschef, Wolfgang Leese, nun jedoch, es werde schwierig, im laufenden Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen. Er glaube, dass man eher leicht darunterliegen werde. Als Begründung für die neue pessimistische Einschätzung der Geschäftsentwicklung nannte Leese einen erneuten Verlust im zweiten Quartal. Auch für das kommende Jahr ist Leese nicht positiv gestimmt. Er sehe derzeit noch kein Ende der Krise, erwarte aber, dass das Geschäftsjahr 2010 nicht so schlecht laufen werde wie 2009. [mehr]

Südzucker: Gute Quartalszahlen

Südzucker (WKN 729700) präsentierte die neuen Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2009/10. Danach musste Südzucker Rückgänge beim Umsatz und dem Ergebnis bekannt geben, verbuchte aber beim operativen Ergebnis einen Zugewinn. Der Umsatz sank von 1,47 Mrd. Euro im Vorjahresquartal auf jetzt 1,41 Mrd. Euro im abgelaufenen Quartal. Dabei erwirtschaftete die Geschäftssparte CropEnergies ein deutliches Umsatzplus, während das Kerngeschäft Zucker einen Umsatzrückgang verbuchte. Die neue dritte Geschäftssparte Spezialitäten und Frucht brachte nahezu unveränderte Umsätze ein. [mehr]

Merck: Zahlen im Rahmen der Erwartungen

Merck (WKN 659990) hat die Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal und die ersten drei Quartale 2009 vorgelegt. Die Zahlen lagen weitgehend im Rahmen der Markterwartungen. Im abgelaufenen Quartal stieg der Umsatz um gut 3% auf 1,94 Mrd. Euro, was leicht unter den Analystenschätzungen von 1,95 Mrd. Euro lag. Im dritten Quartal 2008 hatte der Umsatz bei 1,89 Mrd. Euro gelegen. Beim Ergebnis musste Merck jedoch deutliche Gewinnrückgänge verbuchen. Die Einbrüche fielen teilweise nicht so schlimm aus wie von Analysten befürchtet. Der EBIT-Gewinn vor Steuern und Zinsen ging um knapp 28% von 309 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf jetzt gut 222 Mio. Euro zurück. Hier hatten Analysten mit einem höheren EBIT-Gewinn von 225 Mio. Euro gerechnet. Beim Ergebnis übertraf Merck jedoch trotz eines Gewinneinbruchs von ebenfalls 28% auf 144 Mio. Euro die Schätzungen. Die Prognosen lagen bei 141 Mio. Euro. Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass im Vorjahresquartal noch ein Gewinn von 200 Mio. Euro angefallen war. Für die ersten drei Quartale beläuft sich der Gesamtumsatz auf 5,70 Mrd. Euro – ein Anstieg von 1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn summiert sich auf 310 Mio. Euro, was leicht über den Markterwartungen von 306 Mio. Euro lag, aber ein Gewinneinbruch von 52% gegenüber dem Vorjahr (647 Mio. Euro) ist. [mehr]

Baidu.com: Ausblick enttäuscht die Börse

In China stand in der vergangenen Woche der Internetsuchmaschinenbetreiber Baidu. com (WKN A0F5DE) im Fokus. Der chinesische Internetriese legte die aktuellen Zahlen für das dritte Quartal vor. Die Umsätze stiegen im dritten Quartal 2009 um gut 39% auf 1,28 Mrd. Yuan (187 Mio. US-Dollar). Der Gewinn konnte sogar um 42% auf 493 Mio. Yuan (72 Mio. US-Dollar) gesteigert werden (2,07 US-Dollar pro ADR-Aktie). Der Umsatz lag leicht unter den Analystenerwartungen (188 Mio. US-Dollar), während das Ergebnis deutlich die Schätzungen von 1,81 US-Dollar pro Aktie übertraf. Allerdings überraschte das Unternehmen mit einem deutlich schwächeren Ausblick als erwartet für den Umsatz im vierten Quartal 2009. Baidu.com geht nun von einem Umsatz zwischen 174 Mio. US-Dollar bis 180 Mio. USDollar aus. Die Analysten hatten bisher einen durchschnittlichen Umsatz von 205 Mio. US-Dollar erwartet, das Unternehmen selbst hatte zuvor einen Umsatz von über 200 Mio. US-Dollar als Ziel genannt. Als Begründung nannte das Management den schrittweisen Übergang von alten Internetwerbesystemen in das neue Online-Werbesystem „Phoenix Nest“. Die negativen Effekte können laut Baidu.com noch bis ins erste Quartal 2010 hineinreichen. [mehr]

MTU Aero Engines: Umsatzeinbrüche verhageln Quartal

Im MDAX sorgte MTU Aero Engines (WKN A0D9PT) mit den Zahlen für das dritte Quartal 2009, die teilweise unter den Marktprognosen lagen, für schlechte Stimmung. Währungsverluste und ein schwächelndes Geschäft mit Triebwerkverkäufen hatten die Umsatzentwicklung völlig verhagelt. So fiel der Umsatz in den vergangenen drei Monaten um gut 20% auf nur noch 579 Mio. Euro. Die Analystenschätzungen hatten wesentlich höher bei 705 Mio. Euro gelegen und wurden damit deutlich verfehlt. Immerhin stieg der Auftragsbestand von 4,02 Mrd. Euro zum Ende des letzten Jahres auf jetzt 4,07 Mrd. Euro. [mehr]

K+S: Sehr schwaches zweites Quartal 2009

K+S (WKN 716200) präsentierte die neuen Zahlen für das zweite Quartal 2009 – und die fielen wie erwartet schlecht aus. In den abgelaufenen drei Monaten musste K+S einen Umsatzrückgang um 38% auf knapp 739 Mio. Euro verkraften. Hintergrund ist die weltweit deutlich gesunkene Nachfrage nach Düngemitteln. Der EBIT-Gewinn vor Zinsen und Steuern brach sogar massiv ein: Von gut 326 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf jetzt nur noch 18,1 Mio. Euro. Beim Nettoergebnis musste K+S einen Verlust ausweisen. Lag das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern im zweiten Quartal des Vorjahres noch bei 231,1 Mio. Euro, so musste der Produzent von Kali-, Magnesium- und Stickstoffdüngemitteln jetzt ein Minus von 44,3 Mio. Euro ausweisen. Zudem stellte das Management beim Ausblick keine Besserung in Aussicht. Sowohl Umsatz als auch EBIT und Ergebnis sollen im Gesamtjahr gegenüber den Spitzenwerten des Jahres 2008 massiv zurückgehen. Eine genauere Prognose gab es nicht. [mehr]

DOUGLAS HOLDING: Quartalszahlen besser als erwartet

Der Einzelhandelskonzern DOUGLAS HOLDING (WKN 609900) überraschte die Börsen mit guten Zahlen für das dritte Quartal 2008/2009 (DOUGLAS verfügt über ein gebrochenes Geschäftsjahr). So stieg der Umsatz in den abgelaufenen drei Monaten um knapp 5% auf gut 701 Mio. Euro. [mehr]

LDK Solar: Massive Verlustausweitung

Der chinesische Solarsektor erhielt in der vergangenen Woche mit den neuen Quartalszahlen von LDK Solar (WKN A0MSNX) einen Dämpfer. Der Produzent von Wafern musste drastische Umsatz- und Gewinnrückgänge melden. Der Umsatz ging von gut 283 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal auf jetzt gut 228 Mio. US-Dollar zurück. Beim Ergebnis musste LDK eine dramatische Verlustausweitung verkraften. So stiegen die Verluste von 22,5 Mio. US-Dollar (-0,21 US-Dollar pro Aktie) im Vorjahresquartal auf jetzt knapp 217 Mio. US-Dollar (-2,03 US-Dollar pro Aktie). Hintergrund sind deutlich höhere Abschreibungen auf Lagerbestände als erwartet, da der Preisverfall für Solarwafer im abgelaufenen Quartal weiter anhielt. Die Zahlen lagen deutlich unter den Analystenerwartungen. Diese hatten mit einem Umsatz von 236 Mio. US-Dollar und einem Verlust von nur 0,91 US-Dollar pro Aktie gerechnet. [mehr]

STADA: Gewinn bricht ein

Der MDAX-Konzern STADA (WKN 725180) veröffentlichte seine Zahlen für das erste Halbjahr 2009. Dabei musste der Konzern einen Umsatzrückgang um gut 8% auf 755 Mio. Euro verbuchen (erstes Halbjahr 2008: 823 Mio. Euro). Rechnet man allerdings negative Effekte durch Währungsverluste und Veränderungen im Konzernportfolio heraus, dann verbuchte STADA ein Umsatzplus von gut 1%. Das bereinigte Nettoergebnis fiel jedoch von knapp 65 Mio. Euro (1,11 Euro pro Aktie) auf jetzt gut 52 Mio. Euro (0,89 Euro pro Aktie). [mehr]

Walt Disney: Umsatz und Gewinn schrumpfen

Im Dow Jones musste Walt Disney (WKN 855686) im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 (gebrochenes Geschäftsjahr) sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn Rückgänge verzeichnen. Der Umsatz betrug 8,6 Mrd. US-Dollar – ein Rückgang von über 7% gegenüber den 9,2 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Die Analystenprognosen lagen bei knapp 8,8 Mrd. US-Dollar. Beim Nettoergebnis waren die Rückgänge deutlich höher. Der Nettogewinn fiel um 26% von 1,3 Mrd. US-Dollar (0,66 US-Dollar pro Aktie) auf jetzt 954 Mio. US-Dollar (0,51 US-Dollar pro Aktie). Rechnet man Sondereffekte heraus, dann lag der Gewinn bei 0,52 US-Dollar pro Aktie. Die Analysten hatten einen Umsatz von 8,8 Mrd. US-Dollar und einen Gewinn von 0,51 US-Dollar pro Aktie in Aussicht gestellt. Damit verfehlte Walt Disney die Markterwartungen beim Umsatz deutlich und traf beim Gewinn die Schätzungen. [mehr]

MAN: Schwaches erstes Halbjahr

MAN (WKN 593700) präsentierte seine Zahlen für das erste Halbjahr 2009. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres fiel der Umsatz des Nutzfahrzeugkonzerns um 23% auf 5,7 Mrd. Euro. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz bei 7,4 Mrd. Euro. Bei den Auftragseingängen gab es einen noch deutlicheren Einbruch von 49% von 9,0 Mrd. Euro auf jetzt 4,6 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis brach um 74% auf 244 Mio. Euro ein, nachdem es im ersten Halbjahr 2008 noch bei 949 Mio. Euro gelegen hatte. Der Nettogewinn sank von 768 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf jetzt 208 Mio. Euro. Zudem stellte das Management bei seinem Ausblick klar, dass man derzeit keine Anzeichen für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation sehe. [mehr]

Linde: Einbußen in allen Bereichen

Auch der DAX-Konzern Linde (WKN 648300) gab seine Zahlen für das erste Halbjahr 2009 bekannt. Dabei musste Linde gegenüber 2008 Einbußen in allen Bereichen verbuchen, konnte aber beim Gewinn die Analystenschätzungen übertreffen. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz von knapp 6,25 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf jetzt 5,47 Mrd. Euro. Das ist ein Rückgang um gut 13%. Der Umsatz lag damit auch unter den Prognosen der Analysten von 5,51 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis, also das Geschäftsergebnis ohne Sondereffekte wie Zinsen etc., lag im ersten Halbjahr 2009 bei 1,10 Mrd. Euro. Das lag leicht über den Prognosen von 1,09 Mrd. Euro, aber unter dem Vorjahresergebnis von 1,25 Mrd. Euro. Der Nettogewinn sank deutlich (gut 34%) von 375 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf jetzt 248 Mio. Euro. Dieses Ergebnis lag deutlich über den Analystenschätzungen von 237 Mio. Euro. Rechnet man zudem Sondergewinne aus Beteiligungsverkäufen im Vorjahreszeitraum und aktuelle Kosten für Restrukturierungen heraus, dann lag der Gewinnrückgang nur noch bei gut 11%. [mehr]

METRO: Weniger Verlust

Neue Halbjahreszahlen gab es auch von METRO (WKN 725750). Danach sank der Umsatz im ersten Halbjahr 2009 um gut 3% auf 30,5 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 31,5 Mrd. Euro). Rechnet man Währungsverluste (aus dem Osteuropageschäft) heraus, dann legte der Umsatz in Landeswährung sogar um 0,5% zu. [mehr]

Deutsche Bank: mit starkem zweiten Quartal

Die Deutsche Bank (WKN 514000) war auch im zweiten Quartal weiter auf Rekordkurs. Das größte deutsche Bankinstitut erzielte unter anderem wegen der starken Entwicklung im Investmentbanking erneut einen Gewinnsprung. Der Überschuss belief sich auf 1,777 Mrd. Euro und lag damit fast ein Drittel über dem Vorjahresergebnis. Auch der Gewinn vor Steuern verbesserte sich um knapp ein Drittel auf 2,699 Mrd. Euro. Damit übertraf die Bank die Marktschätzungen deutlich. Auch die Erträge stiegen unerwartet signifikant um mehr als ein Viertel auf 8,782 Mrd. Euro. Haupttreiber war dabei das Handelsergebnis, das mit einem Plus von 52 Prozent überraschend die Marke von drei Milliarden Euro knackte. Die um Sondereffekte bereinigte Eigenkapitalrendite vor Steuern – die wichtigste Zielgröße des Unternehmens – kletterte von 33% im Vorjahresquartal auf nun 35%. [mehr]

Henkel: Interesse an ICI-Klebersparte

Der Konsumgüterkonzern Henkel (WKN 604843) hat den Umsatz im zweiten Quartal um 1,9% auf 3,29 Mrd. Euro gesteigert. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) ging aufgrund von Sondereffekten um 5,5 Prozent auf 339 Mio. Euro zurück. Bereinigt um diese Effekte stieg das EBIT um 6,4% auf 345 Mio. Euro. Der Quartalsüberschuss sank um 3,6% auf 239 Mio. Euro. Trotz des etwas schwächeren zweiten Quartals hob Henkel seinen Ausblick auf das Gesamtjahr leicht an und rechnet nun mit einem organischen Umsatzplus von vier bis fünf Prozent. Der Konzern bekundete zudem Interesse am Klebergeschäft des britischen Chemiekonzerns ICI (WKN 860006). Für den Fall, dass die Übernahme von ICI durch den niederländischen Chemiekonzern Akzo Nobel (WKN: 914188) zustande kommt, will Henkel die beiden Geschäftsbereiche Klebstoffe und Electronic Materials von der ICI-Tochter National Starch and Chemical Company übernehmen. Die beiden Sparten erwirtschafteten zuletzt einen Jahresumsatz von 1,85 Mrd. Euro. Henkel- Chef Ulrich Lehner sieht in dem Zukauf eine gute Möglichkeit, die Industrieklebersparte nachhaltig zu stärken. Die Unterzeichnung des Vertrages mit Akzo stehe aber noch aus und solle erst unmittelbar vor der Veröffentlichung eines formalen Akzo-Angebots für ICI erfolgen. ICI lehnte indes das Angebot in Höhe von 650 Pence je Aktie zunächst ab. Die Verhandlungen mit Akzo Nobel sollen aber weitergeführt werden. [mehr]

Deutsche Börse AG: Erneut Rekordquartal

Die Deutsche Börse AG (WKN 581005) hat im zweiten Quartal von den starken Handelsaktivitäten profitiert und ein weiteres Rekordquartal verzeichnet. Der Börsenbetreiber steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 10% auf 542,5 Mio. Euro. Darüber hinaus fielen Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft in Höhe von 62,0 Mio. Euro an, nach 37,8 Mio. Euro im Vorjahr. Das EBITA-Ergebnis stieg um 10% auf 321,8 Mio. Euro. Der Nettogewinn erhöhte sich um 13% auf 210,7 Mio. Euro. Damit blieb die Deutsche Börse allerdings hinter den Prognosen der Analysten zurück. Für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen seinen Ausblick. Trotz höherer Kosten im ersten Halbjahr rechnet die Deutsche Börse weiterhin mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn. [mehr]

MAN: hebt Ausblick an

Nach einem Gewinnsprung im zweiten Quartal hat der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN (WKN 710000) seinen Ausblick für das Gesamtjahr leicht angehoben. Von April bis Juni kletterte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 9% auf 3,467 Mrd. Euro. Der operative Gewinn stieg um mehr als 50% auf 403 Mio. Euro und lag damit deutlich über den Erwartungen. Der Überschuss wurde von 198 auf 440 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Für das Gesamtjahr schraubte MAN seine Ziele für Umsatz und Rendite leicht nach oben. So sollen die Erlöse nun um über 10% steigen, die Umsatzrendite soll knapp über 10% liegen. Bisher hatte MAN ein Umsatzplus von rund 10% und eine Umsatzrendite von 9,6% angepeilt. Der operative Gewinn soll, wie bisher angekündigt, stärker wachsen als der Umsatz. [mehr]

Praktiker: Hoffen auf 2010

Die Baumarktkette Praktiker (WKN A0F6MD) hat ihre Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal 2009 vorgelegt. Diese fielen gemischt aus: Während der Umsatz den Analystenerwartungen entsprach, verfehlte das Unternehmen die Erwartungen beim Ergebnis deutlich. Der Umsatz sank um knapp 5% auf 968 Mio. Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch 1,02 Mrd. Euro angefallen waren. Dabei konnte Praktiker in Deutschland sogar ein Umsatzwachstum von 1,0% verzeichnen. Dennoch konnte dadurch nicht der drastische Umsatzrückgang des internationalen Geschäftes um 15,5% kompensiert werden. [mehr]

McDonald’s: Gewinn legt zu

In den USA überzeugte McDonald’s (WKN 856958) mit den neuen Quartalszahlen. Trotz eines Umsatzrückgangs konnte die Fastfood-Kette einen Gewinnanstieg melden und erfreute damit die Börsianer. So fielen die Umsätze im dritten Quartal 2009 um 3,5% auf knapp 6,1 Mrd. US-Dollar. Im Vorjahresquartal hatte der Umsatz noch bei knapp 6,3 Mrd. US-Dollar gelegen. Sehr erfreulich entwickelten sich allerdings die wichtigen „Same Store“-Verkäufe (Umsätze in Restaurants, die länger als ein Jahr geöffnet sind). Hier wurde ein Plus von knapp 4% verzeichnet. Aufgrund von Kosteneinsparungen konnte McDonald’s den Nettogewinn um fast 6% steigern. Nachdem im Vorjahresquartal noch ein Gewinn von knapp 1,2 Mrd. US-Dollar (oder 1,05 US-Dollar je Aktie) angefallen war, lag der Gewinn jetzt bei knapp 1,3 Mrd. US-Dollar (1,15 USDollar je Aktie). Damit lag McDonald’s bei den Umsätzen im Rahmen der Markterwartungen und übertraf die Prognosen beim Gewinn deutlich. Die Analystenschätzungen waren durchschnittlich von einem Umsatz von 6,1 Mrd. US-Dollar und einem Gewinn von 1,11 US-Dollar je Aktie ausgegangen. [mehr]

Nestlé: Wachstum in den ersten drei Quartalen

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé (WKN A0Q4DC) konnte in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres organisch um 3,6% wachsen. Wegen der Stärke des Schweizer Franken ging der Umsatz allerdings von 81,4 Mrd. Franken im Vorjahr auf 79,5 Mrd. Franken zurück. Der Rückgang entsprach in etwa den Erwartungen der Analysten. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Man rechne weiterhin mit einer zunehmenden Beschleunigung des volumengetriebenen organischen Wachstums und einer Verbesserung der EBIT-Marge bei konstanten Wechselkursen, hieß es. Außerdem soll das Aktienrückkaufprogramm in diesem Jahr von bisher 4 Mrd. Franken auf 7 Mrd. Franken aufgestockt werden. [mehr]

BHP Billiton: Höhere Eisenerzproduktion

Im Rohstoffsektor gab es interessante Neuigkeiten von dem britisch-australischen Rohstoffkonzern BHP Billiton (WKN 908101). Das Unternehmen gab bekannt, dass man im ersten Quartal 2009/10 (gebrochenes Geschäftsjahr) die Eisenerzproduktion gesteigert habe. Insgesamt wurden in den abgelaufenen drei Monaten 30,1 Mio. Tonnen Eisenerz gefördert. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Förderanstieg um gut 1%. Im Vergleich zum Vorquartal (also dem vierten Quartal 2008/09) wurde die Eisenerzförderung sogar um 11% gesteigert. Die Produktionsmenge ist ein neuer Unternehmensrekord. [mehr]

ThyssenKrupp: In den roten Zahlen

Im DAX musste ThyssenKrupp (WKN 750000) bei den Zahlen für die ersten drei Quartale 2008/09 (ThyssenKrupp verfügt über ein gebrochenes Geschäftsjahr) deutliche Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis bekannt geben. So lag der Umsatz in den neun Monaten bei gut 30,7 Mrd. Euro. Das ist ein Rückgang von gut 23% gegenüber den 39,7 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Zudem lag der Umsatz unter den Analystenschätzungen, die knapp 30,9 Mrd. Euro erwartet hatten. Beim Ergebnis vor Steuern fiel ein Verlust von 987 Mio. Euro an, was ebenfalls deutlich schlechter als die Prognose von 925 Mio. Euro war. Im Vorjahreszeitraum konnte ThyssenKrupp noch einen Gewinn von knapp 2,3 Mrd. Euro verbuchen. Auch beim Nettogewinn ist der Stahlkonzern tief in die roten Zahlen gerutscht: Nachdem in den ersten drei Quartalen 2007/08 noch ein Gewinn von knapp 1,6 Mrd. Euro angefallen war, musste man nun einen Verlust von 829 Mio. Euro verbuchen. Das lag deutlich über den Konsensschätzungen, die einen Verlust von nur 726 Mio. Euro erwartet hatten. [mehr]

HOCHTIEF: Zahlen besser als erwartet

HOCHTIEF (WKN 607000) musste im zweiten Quartal sowie im ersten Halbjahr 2009 zwar Rückgänge bei Umsatz (leichte Rückgänge) und Gewinn (deutliche Rückgänge) verbuchen, konnte mit den Zahlen aber die Analystenerwartungen übertreffen. In den abgelaufenen sechs Monaten sank der Umsatz leicht auf knapp 9,13 Mrd. Euro nach 9,16 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2008. Die Analysten hatten aber einen noch geringeren Umsatz von 9,09 Mrd. Euro erwartet. Die Auftragseingänge gingen um gut 18% auf gut 10 Mrd. Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern fiel um gut 12% von 292 Mio. Euro auf jetzt 259 Mio. Euro. Das lag jedoch deutlich über den Konsensschätzungen von 241 Mio. Euro. Der Nettogewinn ging um knapp 14% von 79 Mio. Euro auf 68 Mio. Euro im abgelaufenen Halbjahr zurück. Das Management bestätigte aber die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. [mehr]

Lowe `s: Analystenerwartung verfehlt

In den USA legte die zweitgrößte Baumarktkette des Landes, Lowe`s (WKN 859545), ihre aktuellen Quartalszahlen vor. Dabei verfehlte der Konzern die Analystenerwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich. Der Umsatz ging nur leicht von 14,5 Mrd. USDollar im Vorjahresquartal auf jetzt 13,8 Mrd. US-Dollar zurück. Das ist ein Umsatzrückgang von knapp 5%. [mehr]

Bauer: Schlechte Zahlen

Im MDAX stellte der Bau- und Maschinenbaukonzern Bauer (WKN 516810) die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr 2009 vor. Danach fiel der Umsatz von knapp 595 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf jetzt 534 Mio. Euro, was einem Rückgang von 10,2% entspricht. Die Auftragseingänge sanken von knapp 910 Mio. Euro auf jetzt knapp 533 Mio. Euro. Beim Gewinn vor Steuern und Zinsen musste Bauer einen deutlichen Rückgang auf knapp 45 Mio. Euro verzeichnen, nachdem im ersten Halbjahr 2008 noch gut 63 Mio. Euro angefallen waren (Rückgang von 28,6%). Der Nettogewinn sank um 43,2% von gut 37 Mio. Euro auf nun gut 21 Mio. Euro. Insgesamt bestätigten diese Zahlen die bereits gemeldeten vorläufigen Rahmendaten. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet Bauer, dass das Ergebnis nach Steuern auf etwa ein Drittel des Vorjahres (damals 107,5 Mio. Euro) sinken wird. [mehr]

C.A.T. Oil: Massiver Umsatz- und Gewinneinbruch

Der Ölservicedienstleister C.A.T. oil (WKN A0JKWU) präsentierte enttäuschende Zahlen für das erste Halbjahr 2009. Danach sank der Umsatz um gut 16% auf knapp 118 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2008 lag der Umsatz bei knapp 140 Mio. Euro. Beim Gewinn vor Steuern und Zinsen musste der österreichische Anbieter von Spezialbohrgeräten, der in Russland und Kasachstan tätig ist, einen Einbruch von gut 36% auf 8,9 Mio. Euro hinnehmen. [mehr]

Disney: 4 Mrd. US-Dollar für Marvel

Die Nachricht der Woche aus der Medienbranche kam aus den USA. Der Entertainmentriese Disney (WKN 855686) übernimmt das Comic- Verlagshaus Marvel Entertainment (WKN A0F6RL). Der Übernahmepreis liegt bei gut 4 Mrd. US-Dollar. Walt Disney zahlt insgesamt 50 US-Dollar pro Marvel-Aktie (30 US-Dollar in bar sowie jeweils 0,745 Walt-Disney-Aktien für eine Marvel-Aktie). Dabei kann sich das Verhältnis der Disney-Aktien bis zum Übernahmeabschluss je nach Aktienkursentwicklung noch ändern. Marvel, dessen Aktie mit einer Performance von über 700% zu den erfolgreichsten US-Werten seit dem Jahr 2000 gehört, wurde durch die Verfilmungen seiner Comics, wie „Spider Man“, „Hulk“ oder „X-Men“, unter Börsianern bekannt. Die „Spider Man“-Filme gehören zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. [mehr]

STRABAG: Weniger Gewinn trotz solider Umsatzentwicklung

Mit STRABAG (WKN A0M23V) stellte in der vergangenen Woche ein zweites bekanntes österreichisches Unternehmen seine Halbjahreszahlen für 2009 vor. Dabei präsentierte der Baukonzern gemischte Zahlen. Der Umsatz stieg um gut 12% auf etwa 5,3 Mrd. Euro nach ca. 4,8 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2008. Der Auftragsbestand erhöhte sich um gut 5% auf etwa 14,3 Mrd. Euro nach knapp 13,7 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Ergebnis musste STRABAG aufgrund negativer Effekte aus den Finanzergebnissen jedoch Verluste vermelden. Aber zumindest beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen konnte der Konzern eine massive Verlustreduzierung von gut 28 Mio. Euro auf jetzt nur noch etwa 11 Mio. Euro erreichen. Das ist eine Verlustreduktion um knapp 61%. Das Ergebnis lag bei einem Minus von knapp 22 Mio. Euro. Das entspricht einer Verlustausweitung von ca. 22%, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von knapp 18 Mio. Euro angefallen war. Das Management bestätigte aber den Ausblick für 2009, wonach ein EBIT um den Vorjahreswert erreicht werden soll. [mehr]

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44 / 2019

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