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Unternehmens-News

Oracle: Gemischte Quartalszahlen

In den USA gab der amerikanische Softwareriese Oracle (WKN 871460) seine Zahlen für das erste Quartal bekannt, das Ende August abgeschlossen wurde. Danach stieg der Gewinn um gut 4%, was die Analystenschätzungen traf, während der Umsatz um gut 5% fiel. Damit wurden die Analystenerwartungen verfehlt. [mehr]

Autoindustrie: Gemischte Zukunftsperspektiven

Im Zuge der Internationalen Automobil Ausstellung IAA gab es gemischte Meinungen aus dem Autosektor. So zeichnete der Europa-Chef Tadashi Arashima von Toyota (WKN 853510) für den europäischen Absatzmarkt ein eher düsteres Bild. Laut Arashima sei die natürliche Nachfrage (ohne staatliche Förderprogramme wie die Abwrackprämie) weiterhin „ziemlich schlecht“. Arashima zeigte sich auch nicht optimistisch, dass diese Nachfrage schnell zurückkehren werde. Dementsprechend rechnet Toyota für 2010 in Europa mit konstant schwachem bis sogar rückläufigem Absatz. Ein wesentlich positiveres Bild sieht hingegen der neue Porsche-Chef Michael Macht. Nach seiner Einschätzung ist die Talsohle erreicht: „Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 einen Gewinn gemacht. Es gibt keine Gründe anzunehmen, dass dies nicht auch im neuen Geschäftsjahr so sein wird. Ich hoffe, dass es im Frühjahr wieder bergauf geht.“ Auch bei BMW sieht man ein Ende des einbrechenden Absatzes in Sichtweite. So Vertriebsvorstand Robertson in einem Interview: „Die Rückgänge fallen Monat für Monat kleiner aus.“ Eine weitere wichtige Meldung kam von dem deutschen Nutzfahrzeughersteller MAN. Der Konzern will sein Engagement auf dem indischen Automobilmarkt ausbauen. Dafür erhöht man seinen Anteil an einem Joint Venture mit dem indischen Unternehmen Force Motors von 30% auf jetzt 50%. In den vergangenen Jahren enttäuschte das Joint Venture und verfehlte sein Produktionsziel. So sind in einem Werk im indischen Pithampur seit dem Start Ende 2006 nur 2.000 Fahrzeuge produziert worden. Ursprünglich wollte MAN dort aber allein 2008 schon 6.800 Lkws bauen lassen. [mehr]

Research In Motion: Erwartungen verfehlt

Research In Motion (WKN 909607), der Entwickler der erfolgreichen Blackberry- Smartphones, hat seine jüngsten Zahlen für das zweite Quartal 2009 veröffentlicht. Dabei gefiel der negative Ausblick den Börsianern überhaupt nicht. Zusätzlich verfehlte Research In Motion sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis die Analystenprognosen. Der Umsatz lag im zweiten Quartal bei 3,53 Mrd. US-Dollar, was ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal ist, als der Umsatz bei 2,58 Mrd. US-Dollar lag. Die Analysten hatten jedoch mit 3,62 Mrd. US-Dollar gerechnet. Der Gewinn belief sich inklusive einer außerordentlichen Einmalaufwendung von 112,8 Mio. USDollar für die Beilegung eines Patentstreites auf 0,83 US-Dollar pro Aktie, was ebenfalls deutlich unter den Markterwartungen von 1,00 US-Dollar pro Aktie lag. Rechnet man die Einmalkosten hinzu, dann lag das Ergebnis bei 1,03 US-Dollar pro Aktie. Für das dritte Quartal rechnet das Hightechunternehmen jetzt mit einem Umsatz zwischen 3,60 Mrd. US-Dollar bis 3,85 Mrd. US-Dollar. Das liegt unter den bisherigen Analystenprognosen von 3,90 Mrd. US-Dollar. Beim Gewinn stellt Research In Motion ein Ergebnis je Aktie von 1,00 US-Dollar bis 1,08 US-Dollar in Aussicht. Hier lagen die Analystenschätzungen bisher bei einem durchschnittlichen Gewinn von 1,05 US-Dollar. [mehr]

Deutsche Bank: wächst in der Krise

Bei der Deutschen Bank (WKN 514000) gab es zahlreiche neue Nachrichten. So kaufte RREEF Alternative Investments, ein Immobilien- und Infrastrukturfonds der Deutschen Bank, ein Immobilienpaket im Wert von 1,15 Mrd. Euro von der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA). Das Immobilienpaket umfasst fast 950 Filialen, die die BBVA nach ihrem Verkauf an den Deutsche-Bank-Fonds dann zurückmieten will. Aus dem Verkauf fließen der BBVA gut 830 Mio. Euro zu. [mehr]

Vtion: Erster Börsengang im Prime Standard seit einem Jahr

Das chinesische Technologieunternehmen Vtion Wireless Technology (WKN CHEN99) hat letzte Woche das erste IPO im regulierten Prime Standard seit einem Jahr vollzogen. Dies war bereits der zweite Anlauf für Vtion, nachdem der erste IPO-Versuch im November 2007 abgesagt wurde. Vtion ist ein Zulieferer für die Mobilfunkbranche und nach eigenen Angaben einer der drei führenden Anbieter für Mobilfunk-Datenkarten für Internetzugänge in China. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und beschäftigt 150 Mitarbeiter. Der Ausgabepreis für die Aktien von Vtion lag bei 10,75 Euro und damit innerhalb der Zeichnungsspanne (9,50 Euro bis 12,00 Euro). Das chinesische Unternehmen hatte bis zu 5,175 Mio. Aktien angeboten, darunter 675.000 Stück aus dem Besitz der Altaktionäre als Mehrzuteilungsoption. Der erste gehandelte Kurs lag bei 10,75 Euro. So gab es keine Zeichnungsgewinne. Damit nahm das Unternehmen 55,6 Mio. Euro ein, was dieses IPO zu einem kleinen Börsengang macht. Mit dem Geld aus dem Börsengang will Vtion die Vermarktung seiner Datenkarten stärken und neue Lizenzen für weitere Mobilfunkchips kaufen, mit denen dann neue Produkte entwickelt werden sollen. [mehr]

Philips: Zahlen übertreffen Erwartungen

Wie schon im letzten Quartalüberraschte der niederländische Elektronikkonzern Philips (WKN 940602) mit besseren Zahlen als erwartet für das abgelaufene dritte Quartal (gebrochenes Geschäftsjahr). Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn lagen über den Analystenerwartungen. [mehr]

Intel: Überraschend gute Quartalszahlen

In den USA hat der Chiphersteller Intel (WKN 855681) Quartalszahlen vorgelegt, die deutlich über den Analystenerwartungen lagen. Die Zahlen für das dritte Quartal (gebrochenes Geschäftsjahr) konnten die Markterwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertreffen. Beim Umsatz hatten die Analysten 9,0 Mrd. US-Dollar erwartet. [mehr]

Heidelberger Druck: Kein Licht am Ende des Tunnels

Der MDAX-Konzern Heidelberger Druck (WKN 731400) veröffentlichte nicht nur die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2009/10, sondern zugleich auch eine Gewinnwarnung. Danach sieht das Management kein Licht am Ende des Tunnels. [mehr]

Deutsche Solarbranche: Subventionen sind notwendig

Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) würde eine Kürzung der Solarsubventionen durch die neue schwarz-gelbe Bundesregierung die deutschen Solarunternehmen hart treffen. Die deutschen Solarfirmen seien weiter auf öffentliche Förderung angewiesen. In einem Interview sagte Jörg Sutter, Präsident des DGS: „Die deutschen Solarunternehmen verdienen derzeit so gut wie kein Geld, weil die Nachfrage so stark eingebrochen ist.“ Die FDP hatte deutlich gemacht, dass man sich für eine deutliche Senkung der bisher garantierten Einspeisevergütung von 0,43 Euro pro Kilowattstunde einsetzen will. Auch der Idee aus der Solarbranche, die Förderung von Solarenergie an die Einhaltung bestimmter Umweltstandards zu koppeln, steht Sutter negativ gegenüber. „Aus unserer Sicht sollte man das Gesetz nicht mit weiteren Details überfrachten. Die deutschen Hersteller müssen durch Qualität, längere Garantien und besseren Service punkten“, so Sutter. [mehr]

Mosaic: Gewinneinbruch im abgelaufenen Quartal

Der Düngemittelhersteller Mosaic (WKN A0DK91) musste bei den aktuellen Zahlen für das erste Quartal 2009/10 (gebrochenes Geschäftsjahr) einen massiven Gewinneinbruch melden. Die Analystenerwartungen wurden deutlich verfehlt. In den abgelaufenen drei Monaten verzeichnete Mosaic einen Gewinneinbruch um 91% auf 101 Mio. US-Dollar (0,23 US-Dollar pro Aktie). Im Vorjahresquartal war noch ein Gewinn von 1,2 Mrd. US-Dollar angefallen (2,65 US-Dollar pro Aktie). Die Umsätze sanken um 66% auf 1,46 Mrd. US-Dollar. Dabei verzeichnete Mosaic Einbrüche von 69% bei den Phosphat-Verkäufen und 55% bei den Potash-Verkäufen. Die durchschnittlichen Verkaufspreise fielen bei Phosphat um 73% und bei Potash um 22%. Die Analysten hatten zwar mit Umsatzund Gewinnrückgängen gerechnet, doch die tatsächlichen Zahlen von Mosaic unterboten die Erwartungen von einem Umsatz von 1,54 Mrd. US-Dollar und einem Gewinn von 0,35 US-Dollar pro Aktie deutlich. [mehr]

Société Générale: Kapitalerhöhung

Nach der BNP Paribas gab in der vergangenen Woche mit der Société Générale (WKN 873403) eine weitere französische Großbank bekannt, dass man eine große Kapitalerhöhung durchführen wolle, um in zwei Tranchen die erhaltenen staatlichen Hilfen zurückzuzahlen. Die drittgrößte Bank Frankreichs kündigte eine Kapitalerhöhung über 4,8 Mrd. Euro an. [mehr]

amazon.com - Weihnachtsmann brachte Rekorde

Es gibt sie noch: Überzeugende Quartalszahlen und erfreuliche Firmenrekorde. Das Internetunternehmen amazon.com hat seine Zahlen für das 4. Quartal 2008 veröffentlicht und konnte dabei die Analystenschätzungen bei Gewinn und Umsatz deutlich übertreffen. [mehr]

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9 / 2020

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