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Unternehmens-News

Nike - Rekordgewinn im 2. Quartal

Der amerikanische Sportartikelhersteller Nike hat für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 überraschend gute Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg um 6% auf 4,6 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn stieg um 9% auf 391 Mio. US-Dollar (oder 0,80 US-Dollar pro Aktie). Im Vorjahresquartal lag der Gewinn noch bei 359 Mio. US-Dollar (0,71 US-Dollar pro Aktie). Die Analysten hatten lediglich einen Gewinn von 0,78 US-Dollar pro Aktie erwartet. Nike war in der Lage, das schwächelnde Inlandsgeschäft durch deutliche Absatzsteigerungen im Ausland, vor allem in Europa, überzukompensieren. Zudem konnte man deutliche Umsatzanstiege bei höherpreisigen Produkten verbuchen und Schwächen im Bekleidungsgeschäft durch steigende Schuhverkäufe ausgleichen. Für das 3. Quartal 2008/09 erwartet der US-Konzern jetzt einen weiteren Gewinnanstieg von 4,81 Mio. US-Dollar (0,94 US-Dollar pro Aktie). [mehr]

Rofin-Sinar - Umsatzwarnung für 1. Quartal 2009

Der Laserentwickler Rofin-Sinar hat seine Umsatzerwartung für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 um gut 20% gesenkt. Das deutsch-amerikanische Unternehmen erwartet jetzt nur noch einen Umsatz von 100 bis 105 Mio. US-Dollar. Bisher hatten die Schätzungen bei einem Umsatz von 120 bis 125 Mio. US-Dollar gelegen. Hintergrund ist das wirtschaftliche Umfeld, was sich laut dem Rofin-Sinar-CEO, Günther Braun, in den letzten Wochen deutlich verschlechtert hätte: „Nicht nur wurden Aufträge durch Kunden verschoben, sondern auch generell ist der Auftragseingang schwieriger einzuschätzen“. Deshalb äußerte sich der Konzern nicht konkret über die Gewinnentwicklung für das gerade angebrochene Geschäftsjahr (Rofin-Sinar verfügt über eine gebrochenes Geschäftsjahr). [mehr]

Demag Cranes - Rekordjahr eingefahren

Demag Cranes konnte für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 ein Rekordergebnis bekannt geben (Demag Cranes verfügt über eine gebrochenes Geschäftsjahr). Der Kranproduzent steigerte seine Umsätze um 13,5% auf 1,23 Mrd. Euro. Im Vorjahr hatte der Umsatz noch bei 1,08 Mrd. Euro gelegen. [mehr]

Siemens - Konzern rüstet sich für Übernahmen

Die Börsenweisheit „Kaufe billig, verkaufe teuer“ hat auch in der Realwirtschaft ihre Gültigkeit.
Wirtschaftskrisen bieten gesunden Konzernen die Chance, ihre Marktposition zu günstigen
Konditionen auszubauen, indem sie schwächere Mitbewerber aufkaufen. Aber genau wie
an der Börse, wird diese Strategie auch von Firmen kaum umgesetzt. Das Management von
Siemens zeigt jedoch den Weitblick, um als ein Gewinner aus der globalen Wirtschaftskrise
hervorzugehen. Laut der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 27. Januar will sich Siemens
auf Vorrat Kapitalmaßnahmen in Höhe von 19% des Grundkapitals von den Aktionären
genehmigen lassen. Diese Vorratsgenehmigungen sollen eine Gültigkeit bis 2014 haben und
besitzen, basierend auf den aktuellen Börsenkursen, einen Gesamtwert zwischen 7,5 bis 8,0
Mrd. Euro. Die alten, in der Vergangenheit bereits genehmigten Kapitalmaßnahmen, die vom
Konzern aber nicht in Anspruch genommen worden waren, laufen im Januar aus. Das frische
Kapital soll ausschließlich für Unternehmenskäufe eingesetzt werden. [mehr]

Deutsche Post - Dividende trotz roter Zahlen

Die Deutsche Post will trotz roter Zahlen für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende an ihre Aktionäre ausschütten. In einem Zeitungsinterview sagte der Finanzvorstand, John Allan: „Vergangenes Jahr haben wir rund eine Mrd. Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Das war eine Dividende von 90 Cent pro Aktie. Ich sehe keinen Grund, warum wir das nicht wieder so machen könnten.“ Bei den aktuellen Kursen entspricht das einer Dividendenrendite von über 8%. [mehr]

Q-Cells - Überraschende Umsatz- und Gewinnwarnung

Erst letzte Woche hatte das Solarunternehmen Q-Cells seine Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2009 bestätigt, wonach das Unternehmen einen Umsatz von 2,25 Mrd. US-Dollar und eine EBIT-Marge von 20% erwarte. [mehr]

AIG - Konzernanteile werden verkauft

Der schwer angeschlagene US-Versicherungsriese AIG wird laut Medienberichten Vermögenswerte verkaufen, um dadurch ca. 15 Mrd. US-Dollar einzunehmen. Die Verkäufe sollen noch dieses Jahr durchgeführt werden. Für den Geschäftsbereich der Privatversicherungen, dessen Wert auf bis zu 6 Mrd. US-Dollar taxiert wird, interessieren sich nach Medienberichten die Zurich Financial Services Group und der amerikanische Versicherungskonzern MetLife. An dem Lebensversicherungsgeschäft ist die französische AXA interessiert. Der Wert für diese Sparte soll bei gut 10 Mrd. US-Dollar liegen. Im Gespräch ist zudem auch ein Verkauf des amerikanischen Versicherers Hartford Steam Boiler an die Münchener Rück. Experten taxieren den Wert des Spezialversicherers auf 2 Mrd. US-Dollar. Der DAX-Konzern hatte bereits im September Interesse an dem Spezialversicherungsbereich von AIG bekundet. [mehr]

Sony - Jobabbau im großen Stil

Der japanische Elektronikriese Sony gab am Dienstag, den 9. Dezember, bekannt, dass man im Elektronikbereich 8.000 Stellen abbauen wird. Das entspricht 5% der weltweiten Belegschaft im Elektronikbereich. In diesem Bereich beschäftigt Sony 160.000 Arbeitnehmer. Die Stellen sollen bis zum Ende des ersten Quartals 2010 abgebaut werden. Der Unterhaltungselektronikkonzern erwartet durch diese Maßnahmen Einsparungen im Bereich von jährlich 100 Mrd. Yen. Zudem soll bis zum Ende März 2010, dem Ende des Geschäftsjahres von Sony, die Anzahl der Produktionsstätten um gut 10% auf 57 reduziert werden. Parallel dazu wollen die Japaner 30% weniger in das Elektronikgeschäft investieren, als bisher in den mittelfristigen Strategieplänen vorgesehen war. [mehr]

Gazprom - Rekordgewinn im 2. Quartal

Der russische Gasriese Gazprom nimmt im aktuellen Erdgasstreit zwischen Russland und Ukraine eine Schlüsselrolle ein. Denn Gazprom ist der größte russische Erdgasversorger. Diese Marktposition hat im abgelaufenen ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres geholfen, ein exzellentes Unternehmensergebnis zu erzielen. Gazprom konnte seinen Umsatz von 1,14 Billionen Russischen Rubel im Vorjahreszeitraum auf jetzt 1,74 Billionen Rubel steigern. Das entspricht einem Umsatzanstieg von knapp 53 Prozent. Der operative Gewinn wurde mehr als verdoppelt und stieg von 352 Milliarden Rubel auf jetzt 717 Milliarden Rubel. Der Nettogewinn erhöhte sich um über 83 Prozent auf 574 Milliarden Rubel, nachdem er in den ersten sechs Monaten des Vorjahres noch bei 313 Milliarden Rubel gelegen hatte. Als Begründung erklärte Gazprom, dass man neben dem gestiegenen Absatzvolumen gleichzeitig auch noch von höheren Absatzpreisen profitiert habe. [mehr]

United Internet - wieder Interesse am DSL-Geschäft von freenet

United Internet hat wieder Interesse an der DSL-Sparte von freenet angemeldet. Nachdem der frühere freenet-CEO, Eckhard Spoerr, zum 23. Januar aus dem Unternehmen ausscheidet, ist United Internet bereit, die Gespräche wieder aufzunehmen. Allerdings müssten die Konditionen an die neuen Marktbedingungen angepasst werden, hieß es aus Unternehmenskreisen. Gegen Spoerr läuft derzeit vor dem Landgericht Hamburg ein Verfahren wegen des Verdachts auf verbotene Insidertransaktionen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll Spoerr im Juli 2004 als Manager der damaligen freenet.de 30.000 Aktien verkauft haben, bevor schlechte Geschäftszahlen veröffentlicht wurden, die den Aktienkurs unter Druck brachten. [mehr]

Satyam - Bilanzskandal schockt Indien

In Indien ist ein Bilanzskandal ans Licht gekommen, der für das BRIC-Land ähnliche Dimensionen hat, wie der damalige Enron-Skandal in den USA. Satyam Computer Services ist der viertgrößte Softwarekonzern in Indien und eines der bekanntesten indischen Unternehmen weltweit.Am Mittwoch war der Satyam-Gründer und Chairman Ramalinga Raju zurück getreten und hatte zugegeben, die Bilanzen des IT-Riesen über Jahre manipuliert zu haben. Dabei habe er Gewinne aus den Kerngeschäftsbereichen zu hoch ausgewiesen. Gleichzeitig gab Raju zu, dass er Verbindlichkeiten niedriger angegeben habe, als sie eigentlich waren. Zudem wurde eine Cashposition von mehr als einer Milliarde US-Dollar vorgegeben, die überhaupt nicht existierte. Satyam galt neben den Korrkurenten Infosys und Wipro als eines der Vorzeigeunternehmen des erfolgreichen indischen IT-Outsourcing-Sektors. Zu den Kunden des global agierenden Konzerns, der über 49 Büros weltweit verfügt, gehörten renommierte Konzerne wie Nissan Motor oder Sony aus Japan, Nestlé aus Europa oder General Electric und Caterpillar aus den USA. Die Aktie verlor nach Bekanntwerden des Skandals knapp 90 Prozent an Wert. [mehr]

Monsanto - Übertrifft Analystenerwartungen mit Gewinnsteigerung

Selbst in dieser schwierigen Zeit, in der ein Unternehmen nach dem anderen Gewinnwarnungen und Massenentlassungen bekannt gibt, finden sich noch Firmen, deren Geschäfte blühen. Im Fall von Monsanto ist das Wort „blühen“ fast wörtlich zu nehmen. Denn Monsanto ist der weltgrößte Entwickler von genetisch verändertem Saatgut. Das amerikanische Unternehmen konnte seinen Gewinn im ersten Quartal des gerade angebrochenen Geschäftsjahres 2008/09 auf 556 Millionen US-Dollar (0,98 US-Dollar pro Aktie) mehr als verdoppeln. Im Vorjahresquartal war noch ein Gewinn von 256 Millionen US-Dollar angefallen (0,46 US-Dollar pro Aktie). Der Umsatz stieg um gut 29 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden US-Dollar. Damit konnte Monsanto die Analystenschätzungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich übertreffen. Die Erwartungen der Börse lagen nur bei einem Umsatz von 2,4 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 0,59 US-Dollar pro Aktie. Hintergrund für den überraschend starken Gewinnanstieg war vor allem eine besonders stark gestiegene Nachfrage aus Lateinamerika. Für das Gesamtjahr hat Monsanto seine Jahresprognose erhöht: Nachdem bisher ein Gewinn von 4,20 bis 4,40 US-Dollar pro Aktie erwartet wurde, rechnet das Management jetzt mit einem Gewinn von 4,40 bis 4,50 US-Dollar pro Aktie. [mehr]

Infineon - Kapitalerhöhung wird geplant

Das stark angeschlagene Chipunternehmen Infineon plant, sich auf seiner kommenden Hauptversammlung eine deutliche Anhebung der Obergrenze für eine mögliche Kapitalerhöhung genehmigen zu lassen. Das Management des DAX-Unternehmens will sich auf der Hauptversammlung neue Kapazitäten von 450 Millionen Euro von seinen Aktionären genehmigen lassen. Der bisher genehmigte Rahmen für Kapitalerhöhungen liegt bei 224 Millionen Euro. Die Hauptversammlung findet am 12. Februar in München statt. [mehr]

Deutsche Bank - Tief im Minus

Das Flaggschiff der deutschen Bankenlandschaft hat einen heftigen Nackenschlag erlitten. Zum ersten Mal seit dem Ende des zweiten Weltkrieges musste die Deutsche Bank für ein Geschäftsjahr einen Verlust ausweisen. Nach den vorläufigen Zahlen wird sich der Verlust auf 3,9 Mrd. Euro belaufen. Im vorherigen Geschäftsjahr 2007 konnte die Deutsche Bank noch einen Rekordgewinn von 6,5 Mrd. Euro verbuchen. Besonders stark schlug dabei das 4. Quartal zu Buche, in dem der DAX-Konzern nach den vorläufigen Zahlen einen Verlust von 4,8 Mrd. eingefahren hat. Laut dem Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzenden, Josef Ackermann, hat das Management bereits Schritte eingeleitet, um wieder in die Gewinnzone zurückzukommen. So wurden Risikopositionen auf Kredite in Höhe von 11 Mrd. Euro im 4. Quartal abgeschrieben. Zudem will die Deutsche Bank ihr Retail-Geschäft mit Privatkunden stärken und dafür das volatile Investmentbanking zurückdrängen. [mehr]

Volkswagen - Absatzrekord trotz Autokrise

Volkswagen hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 entgegen der allgemein rückläufigen Entwicklung im Autosektor einen neuen Absatzrekord erzielt. Der größte Autobauer Europas steigerte seine Auslieferungen um 0,6% auf 6,23 Mio. Wagen. Hauptwachstumsmärkte waren dabei die Emerging Markets, allen voran Brasilien und China. In Brasilien stiegen die Absatzzahlen um 8,9% auf über 630.000 Fahrzeuge. In China lag das Wachstum bei 12,5%, wodurch VW die Millionen-Marke übersprang (1,02 Mio. Wagen). Zum Vergleich: In Deutschland stiegen die Absätze um 0,4% auf 1,06 Mio. Fahrzeuge. Im Rahmen der „Detroit Auto Show“-Messe gab der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn an, dass VW seine Marktanteile im Jahr 2008 weiter ausbauen konnte. Für 2009 rechnet das VW-Management aufgrund der Autokrise allerdings mit einem deutlichen Absatzrückgang von 10%. [mehr]

EADS - Neues Militärflugzeug mit Verspätung

Die EADS-Tochter Airbus musste bekannt gegeben, dass die Auslieferung des neuen Militärtransportflugzeuges A400M frühestens 2012 erfolgen wird. Als Begründung werden anhaltende Probleme bei der Triebwerksteuerung und zu hohes Eigengewicht genannt. Damit verspätet sich die vertraglich geregelte Auslieferung um mindestens zwei weitere Jahre. EADS muss bei verspäteten Lieferungen des A400M Strafzahlungen an die Kunden leisten. Der Konzern hat für diese Entwicklung bereits Rückstellungen in Höhe von 1,7 Mrd. Euro gebildet. Ursprünglich sollte die erste A400M-Maschine im Oktober 2009 nach Frankreich geliefert werden. Diesen Termin hatte Airbus bereits auf 2010 verschoben. Insgesamt liegen Airbus bereits knapp 200 Bestellungen für das A400M-Flugzeug vor. [mehr]

Fraport - Rückgänge bei Verkehrszahlen im Dezember

Der Flughafenbetreiber Fraport hat die Verkehrszahlen für Dezember und 2008 vorgelegt. Dabei kam es am Frankfurter Flughafen, dem Flaggschiff von Fraport, im letzten Monat des abgelaufenen Jahres zu deutlich rückläufigen Verkehrszahlen. Die Passagierzahlen für Frankfurt fielen im Jahr 2008 um 1,3% auf 53,5 Mio. Passagiere. Der Bereich Luftfracht und Post ging um 2,7% auf 2,1 Mio. Tonnen zurück. Im Dezember sahen die Zahlen jedoch deutlich schlechter aus. Hier fielen die Passagierzahlen um 5,3% auf 3,76 Mio. Kunden und die Luftfracht um 26% auf 134.673 Tonnen. Insgesamt konnte der Fraport-Konzern für 2008 aber noch ein Passagierwachstum von einem Prozent auf 78,2 Mio. Passagiere aufweisen. Das Plus basiert auf überdurchschnittlichen Anstiegen der Passagierzahlen in den Flughäfen Lima (10%) und Antalya (8,5%), an denen Fraport beteiligt ist. [mehr]

Alcoa - Überraschend hoher Verlust im 4. Quartal

Der amerikanische Aluminiumkonzern Alcoa eröffnete traditionell die Berichtssaison in den USA. Allerdings fiel das Ergebnis von Alcoa für das 4. Quartal 2008 deutlich schlechter aus, als von Analysten erwartet worden war. Zum ersten Mal seit sechs Jahren musste Alcoa einen Verlust melden. Für die letzten drei Monate des Geschäftsjahres 2008 gab Alcoa einen Verlust von 1,19 Mrd. US-Dollar bekannt. Im Vorjahresquartal fiel noch ein Gewinn von 632 Mio. US-Dollar an. Der Umsatz war ebenfalls rückläufig und sank von 7,0 Mrd. US-Dollar im 4. Quartal 2007 auf jetzt 5,7 Mrd. US-Dollar. Während der Umsatz noch leicht über den Analystenschätzungen lag, waren Alcoa‘s Verluste höher als gedacht. Der Markt hatte durchschnittlich nur einen Verlust von 0,09 USDollar pro Aktie erwartet. Alcoa vermeldete jedoch einen Verlust von 0,28 US-Dollar pro Aktie. Als Gründe für die Verluste gab das Unternehmen die dramatisch gesunkenen Metallpreise und die weiter anhaltend schwache Nachfrage an. [mehr]

Intel - Gewinneinbruch nicht so schlimm wie erwartet

Im Chipsektor waren die Zahlen des Branchenprimus Intel die wichtigste Nachricht. Das Flaggschiff des Halbleitersektors hat seine neuen Zahlen für das 4. Quartal 2008 vorgelegt, die nicht so schlimm ausfielen, wie Analysten befürchtet hatten. Danach stürzte der Nettogewinn geradezu erdrutschartig auf nur noch 234 Mio. US-Dollar. [mehr]

Metro - Neues Wertsteigerungsprogramm beinhaltet Massenentlassungen

Metro gab in der vergangenen Woche ein neues Effizienz- und Wertsteigerungsprogramm mit dem Titel „Shape 2012“ bekannt. Mit Hilfe eines Spar- und eines Konzernumbauprogramms will der DAX-Konzern Kosten einsparen und so gegen die weltweite Wirtschaftsabschwächung bestehen. Das Sparprogramm beinhaltet auch einen deutlichen Stellenabbau. [mehr]

IBM - Geschäftszahlen und Ausblick überraschen positiv

Es gibt sie noch: Unternehmen, die mit ihren Geschäftszahlen die Börsianer positiv überraschen. Der IT-Dienstleister IBM steigerte im 4. Quartal 2008 seinen Gewinn gegenüber dem

Vorjahresquartal um 12% auf 4,4 Mrd. US-Dollar (3,28 US-Dollar je Aktie). Dies lag vor allem an

positiven Währungseffekten, gesunkenen Kosten und niedrigeren Steuerzahlungen. [mehr]

Sanochemia - Verluste im abgelaufenen Geschäftsjahr reduziert

Das Pharmaunternehmen Sanochemia hat nach den vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 Verluste geschrieben. Allerdings konnte der Verlust gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert werden. Für das Geschäftsjahr 2007/08 gab Sanochemia einen Verlust von 1,7 Mio. Euro bekannt. Im Vorjahr waren es noch minus 5 Mio. Euro. Der Umsatz lag mit 29,5 Mio. Euro weitgehend unverändert auf dem Niveau des Vorjahres, als Sanochemia 29,6 Mio. Euro umsetzte. Das Management erwartet für 2008/09 ein gutes Geschäftsjahr, gab aber keine konkrete Prognose ab. Im 3. und 4. Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres arbeitete Sanochemia bereits wieder profitabel. [mehr]

MorphoSys - Ausblick für 2009 bekannt gegeben

Das deutsche Biotechunternehmen MorphoSys gab in der vergangenen Woche einen Ausblick auf die geplanten Forschungsaktivitäten für 2009 bekannt. So will das TecDAX Unternehmen seine Forschungspipeline verbreitern und die Entwicklung einzelner Präparate beschleunigen. [mehr]

Münchener Rück - Immerhin ein Gewinn

Zu den Zahlen der Münchener Rück für das 4. Quartal 2008 und das Gesamtgeschäftsjahr 2008 könnte man trotzig sagen: „Besser als nichts“. Der Rückversicherer verdiente im abgelaufenen Geschäftsjahr immerhin 1,5 Mrd. Euro, womit sich der Konzern wohltuend von vielen Finanzunternehmen abhebt, die in den letzten Wochen nur horrende Verluste meldeten. Allerdings hat das Ergebnis einige Schönheitsfehler. So lag der Gewinn von 1,5 Mrd. Euro unter den Analystenschätzungen von 1,6 Mrd. Euro. Zudem belief sich der Gewinn im 4. Quartal 2008 gerade einmal auf 100 Mio. Euro, was deutlich unter der Konsensschätzung von 248 Mio. Euro lag. Der Gewinn von 1,5 Mrd. Euro stellt außerdem immer noch einen Gewinneinbruch von über 60% gegenüber 2007 dar, als die Münchener Rück ein Rekordgewinn von 3,9 Mrd. Euro einfuhr. Das Unternehmen gab zwar keine Prognose für das laufende Geschäftsjahr ab, zeigt sich für 2009 aber verhalten optimistisch. Hintergrund sind wieder steigende Preise im Rückversicherungsmarkt. So sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek: „Die Trendwende ist geschafft. Der Verfall der Rückversicherungspreise ist gestoppt“. Zudem will das Management die Dividende bei 5,50 Euro pro Aktie belassen, um Aktionäre zu halten. Denn das entspricht einer aktuellen Dividendenrendite von 5,2%. [mehr]

Deutsche Bank - 3,9 Mrd. Euro Verlust

Die Deutsche Bank gab am Donnerstag ihre endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008 bekannt. Wie schon durch die vorläufigen Zahlen angekündigt, musste das Flaggschiff der deutschen Bankenlandschaft zum ersten Mal seit dem Ende des zweiten Weltkrieges für ein Geschäftsjahr einen Verlust ausweisen. Nachdem im vorherigen Geschäftsjahr 2007 noch einen Rekordgewinn von 6,5 Mrd. Euro anfiel, musste die Deutsche Bank für 2008 einen Verlust von 3,9 Mrd. Euro vermelden. Besonders stark schlug dabei das 4. Quartal zu Buche, in dem der DAX-Konzern einen Verlust von 4,8 Mrd. realisierte. Auch der Ausblick für 2009 fällt sehr verhalten aus. So sagte Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann: „Für die nächste Zeit sehen wir weiterhin sehr schwierige Bedingungen für die Weltwirtschaft und damit große Herausforderungen … für unsere Branche“. Trotzdem will das Management an dem Geschäftsmodell der zwei Säulen Privatkundengeschäft und Investmentbanking weiter festhalten. Der Umbau des Eigenhandels gehe allerdings voran. Nach eigenen Angaben hat man den Leverage-Faktor von 50 auf inzwischen 28 reduziert. Zudem machte Ackermann klar, dass man keine „Bad Bank“ plane. Es gebe auch keinen Kapitalbedarf für die Deutsche Bank und deshalb müsse auch keine Staatshilfe in Anspruch genommen werden. Außerdem plant man bei der Deutschen Bank keinen größeren Arbeitsplatzabbau. Die Dividende soll von 4,50 Euro auf 0,50 Euro reduziert werden. [mehr]

REpower - Gute vorläufige Geschäftszahlen

Das TecDAX-Unternehmen REpower hat seine vorläufigen Geschäftszahlen für die ersten neuen Monate des laufenden Geschäftsjahres 2008/2009 (REpower verfügt über ein gebrochenes Geschäftsjahr) bekannt gegeben. Die Zahlen fielen gut aus. In den ersten drei Quartalen stieg der Umsatz um 46% auf 851 Mio. Euro an. Das EBIT, der Gewinn vor Steuern und Zinsen, zog auf 38 Mio. Euro an. Das ist ein Anstieg von knapp 36% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als REpower noch einen EBIT-Gewinn von 28 Mio. Euro erwirtschaftete. Der Auftragsbestand belief sich Ende 2008 auf 1,6 Mrd. Euro. REpower hat Kaufverträge für den Bau von 708 Windkraftanlagen in den Büchern. Die endgültigen Zahlen werden für den 12. Februar erwartet. [mehr]

Caterpillar - Quartalszahlen enttäuschen

In der vergangenen Woche sorgte Caterpillar im Dow Jones für negative Schlagzeilen. Der weltgrößte Produzent von schweren Baumaschinen, wie Baggern und Bulldozern, legte seine Zahlen für das 4. Quartal 2009 vor, die deutlich unter den Analystenschätzungen lagen. Der Ausrüster für den Bausektor bekommt damit die weltweite Wirtschaftsverlangsamung mit voller Wucht zu spüren. [mehr]

Novartis - Solide Umsatz- und Gewinnentwicklung

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis konnte ein überzeugendes Jahresergebnis für 2008 vorlegen. Danach stieg der Umsatz des weltweit sechstgrößten Pharmakonzerns um 9% auf 41,5 Mrd. US-Dollar. Der operative Gewinn stieg um 32% auf neun Mrd.US-Dollar. Beim Nettogewinn konnte der viertgrößte Pharmakonzern Europas einen Anstieg von 11% auf 8,2 Mrd. US-Dollar vermelden. Zudem gab das Management einen positiven Ausblick und erwartet für 2009 trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds neue Rekordergebnisse. Vor dem Hintergrund dieser guten Zahlen gab Novartis sogar eine Dividendenerhöhung um 25% bekannt. [mehr]

Google - Besser als erwartet

Das amerikanische Internetunternehmen Google hat seine Zahlen für das 4. Quartal 2008 veröffentlicht und konnte dabei trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs die Analystenerwartungen sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz übertreffen. Der Internetsuchmaschinenbetreiber erwirtschaftete im Schlussquartal einen Gewinn von 382 Mio. US-Dollar (1,21 US-Dollar pro Aktie). [mehr]

Siemens - Überzeugende Zahlen

Der Siemens-Konzern hat im Rahmen der Hauptversammlung seine neuen Geschäftszahlen für das erste Quartal des gerade angebrochenen Geschäftsjahres 2008/09 präsentiert. Die Zahlen konnten überzeugen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 7% auf 19,6 Mrd. Euro. Dabei konnte Siemens steigende Umsätze in allen drei Unternehmenssparten verbuchen, wobei die Energiesparte mit einem zweistelligen Wachstum die Spitzenposition einnahm. Der Gewinn sank zwar gegenüber dem Vorjahresquartal auf 1,2 Mrd. Euro. Im Vorjahreszeitraum fiel noch ein Gewinn von 6,5 Mrd. Euro an. Allerdings beinhaltete das erste Quartal 2007/08 Einmalerträge über 5,4 Mrd. Euro aus dem Verkauf der ehemaligern Siemens-Tochter VDO Automotive. Das Management hält weiterhin an den Zielen für das Gesamtgeschäftsjahr fest. [mehr]

 

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24 / 2022

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