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Autoindustrie: Gemischte Zukunftsperspektiven


Im Zuge der Internationalen Automobil Ausstellung IAA gab es gemischte Meinungen aus dem Autosektor. So zeichnete der Europa-Chef Tadashi Arashima von Toyota (WKN 853510) für den europäischen Absatzmarkt ein eher düsteres Bild. Laut Arashima sei die natürliche Nachfrage (ohne staatliche Förderprogramme wie die Abwrackprämie) weiterhin „ziemlich schlecht“. Arashima zeigte sich auch nicht optimistisch, dass diese Nachfrage schnell zurückkehren werde. Dementsprechend rechnet Toyota für 2010 in Europa mit konstant schwachem bis sogar rückläufigem Absatz. Ein wesentlich positiveres Bild sieht hingegen der neue Porsche-Chef Michael Macht. Nach seiner Einschätzung ist die Talsohle erreicht: „Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 einen Gewinn gemacht. Es gibt keine Gründe anzunehmen, dass dies nicht auch im neuen Geschäftsjahr so sein wird. Ich hoffe, dass es im Frühjahr wieder bergauf geht.“ Auch bei BMW sieht man ein Ende des einbrechenden Absatzes in Sichtweite. So Vertriebsvorstand Robertson in einem Interview: „Die Rückgänge fallen Monat für Monat kleiner aus.“ Eine weitere wichtige Meldung kam von dem deutschen Nutzfahrzeughersteller MAN. Der Konzern will sein Engagement auf dem indischen Automobilmarkt ausbauen. Dafür erhöht man seinen Anteil an einem Joint Venture mit dem indischen Unternehmen Force Motors von 30% auf jetzt 50%. In den vergangenen Jahren enttäuschte das Joint Venture und verfehlte sein Produktionsziel. So sind in einem Werk im indischen Pithampur seit dem Start Ende 2006 nur 2.000 Fahrzeuge produziert worden. Ursprünglich wollte MAN dort aber allein 2008 schon 6.800 Lkws bauen lassen.

22.10.2009 | 00:00

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