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German Startups Group geht an die Börse


Die Aktien der German Startups Group Berlin GmbH & Co. KGaA, zweitaktivster Venture-Capital-Investor seit 2012 in Deutschland (CB Insights, 2015), werden ab heute an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Das gesamte Grundkapital von 11.114.750 Aktien der German Startups Group (ISIN DE000A1MMEV4 / WKN A1MMEV) wurde in den Handel im Teilsegment Entry Standard einbezogen.
Davon stammen 3.715.125 Aktien aus einer kürzlich erfolgreich als Privatplatzierung durchgeführten Kapitalerhöhung bei ausgewählten Investoren, darunter anerkannte, führende deutsche sowie erstmals auch angelsächsische Investmentgesellschaften. Begleitet wurde die Transaktion von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA und quirin bank AG, die als Joint Bookrunner agierten. Die Altaktionäre veräußerten im Rahmen der Transaktion keine Aktien und haben sich überdies für 96 Ptozent der von ihnen gehaltenen Aktien einem sogenannten „Lock-up“, einem Veräußerungsverbot, für sechs Monate unterworfen, Management und Aufsichtsrat für zwölf Monate.

CEO Christoph Gerlinger zeigte sich zufrieden mit dem nun vollzogenen Zwischenschritt: „Wir freuen uns sehr, dass wir trotz des für Börsengänge unverändert fragilen Marktumfelds den Sprung auf das Börsenparkett vollzogen haben. Durch das Listing haben wir uns einen nachhaltigen Zugang zum Kapitalmarkt etabliert, mit dem wir die Bereitstellung von Venture Capital an die boomende deutsche Startup-Szene und so auch unser Wachstum finanzieren und unseren Erfolgskurs fortsetzen können. Das frische Eigenkapital aus der Privatplatzierung wollen wir überwiegend in weitere Anteile deutscher Wachstumsunternehmen investieren und damit unser Portfolio an den aus unserer Sicht attraktivsten deutschen Startups aller Reifegrade weiter ausbauen.“

Die German Startups Group hat ihr Geschäft im April 2012 aufgenommen, ist seither stark gewachsen und war bereits seit dem ersten vollen Geschäftsjahr 2013 durchgehend profitabel. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, auch bei den Investment-Volumina einer der führenden Venture-Capital-Anbieter in Deutschland zu werden. Als VC-Anbieter hat sie eine ganz andere Rolle als sogenannte „Company Builder“, gründet vor allem nicht selbst Startups, sondern beteiligt sich auch in späteren Reifegraden nach Erzielung von Anfangserfolgen an Wachstumsunternehmen. Außerdem tritt sie nicht mit den Startup-Gründern in Wettbewerb, sodass sie im Vergleich zu „Company Buildern“ nach eigener Einschätzung geringeren Risiken ausgesetzt ist und eine bessere Ausgangsposition hat, eine Vielzahl von Beteiligungsopportunitäten angeboten zu bekommen. Allein in 2014 hat die Gesellschaft 570 solcher Opportunitäten geprüft.

Seit der Gründung konnte das Management der German Startups Group durch sein etabliertes Netzwerk ein Portfolio von insgesamt 24 für die German Startups Group wesentlichen Minderheitsbeteiligungen und einer Mehrheitsbeteiligung aufbauen, darunter einige der prominentesten und erfolgreichsten deutschen Wachstumsunternehmen. Mit ihrer Beteiligungsstrategie konnte die German Startups Group im Zeitraum von drei Jahren vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2015 eine Brutto-Performance von 33 Prozent p.a. auf das durchschnittlich investierte Kapital erzielen. Die German Startups Group hat alleine im ersten Halbjahr 2015 einen Nettogewinn von 0,30 Euro pro Aktie erzielt.

Christoph Gerlinger erläuterte, dass die deutsche Gründerszene sich sehr dynamisch weiterentwickele – insbesondere in Berlin, dem Mittelpunkt der deutschen Startup-Szene, weswegen die Stadt inzwischen auch unter den Spitznamen Silicon Allee bekannt sei. Aus seiner Sicht bestehen dort hochattraktive Investitionsmöglichkeiten, zu denen aber die Kapitalmarktanleger bislang kaum Zugang haben. Genau hier schlage German Startups mit der Notierung der Aktie nun eine Brücke. Der Kapitalmarktzugang über die Steigerung der langfristigen Finanzierungskraft stärke zugleich die Position in der deutschen Startup-Szene weiter. „Wir haben die letzten Monate genutzt, um sehr attraktive Beteiligungsopportunitäten einzuwerben und sind zuversichtlich, schon in Kürze über Neuerwerbe berichten zu können“, erläuterte Gerlinger abschließend.

11.11.2015 | 14:14

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