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Oberbank Ergebnis 1.-3. Quartal 2022

(Foto: Oberbank)




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Starkes operatives Geschäft mit Ergebniszuwachs, Bewertungsergebnisse belasten jedoch den Periodenüberschuss. Eigenkapital neuerlich gestärkt. ESG Prime-Rating bestätigt.

Die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres waren vongeopolitischenSpannungen, einerunerwartet starkenInflationsentwicklung, Störungen der internationalen Lieferketten und hohen Volatilitäten an den Kapitalmärktengeprägt. In diesem Umfeld entwickelte sich das operative Geschäft der Oberbank erfreulicherweise sehr robust und konnte den Beitrag zum Ergebnis steigern.Die Oberbank konnte in den ersten drei Quartalen 2022 insbesondere im Zins-und Provisionsgeschäft Verbesserungen verzeichnen und die Erträge steigern. Wiederum zeigte sich die Stärke der Bank im operativen Kundengeschäft. Das Kreditvolumen konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,3 % auf 19,4 Mrd. Eurogesteigert werden, das Zinsergebnis verbesserte sich um 11,4 % auf 285,3 Mio. Euro. Das Provisionsergebnis stieg um beachtliche 9,3 % auf 156,4 Mio. Euro. Treiber dieser Entwicklung waren Dienstleistungen für KommerzkundInnen und das nach wie vor sehr zufriedenstellende Private Banking.

Risikovorsorgen erhöht, aber immer noch auf niedrigem Niveau

Die Risikovorsorgen für das Kreditgeschäft wurden von einem außergewöhnlich niedrigen Niveau um 2,2 Mio. Eurooder 37,2 % auf 8,1 Mio. Euroerhöht. Die erforderlichen Vorsorgen liegen damit immer noch weit unter dem historischen Durchschnitt.

Volatile Märkte führen zu einem Ergebnisrückgang aus den Marktbewertungen

Die Volatilität an den Kapitalmärkten führte zu einem Rückgang der marktbewerteten finanziellen Vermögenswerte und darüber hinaus zu einem reduzierten At Equity-Beteiligungsergebnis, das im Vergleich der Berichtsperioden um 105 Mio. Euroauf minus 30,5 Mio. Eurozurückging. Die Kursentwicklung an den Kapitalmärkten führte aufgrund der Fair Value-Bewertung der von der Bank gehaltenen Wertpapiere zu einem Bewertungsrückgang, der sich in der Gewinn-und Verlustrechnung widerspiegelt.

Periodenüberschuss vor Steuern beträgt zum 3. Quartal 2022 109,2 Mio. Euro

Der Periodenüberschuss vor Steuern beträgt zum 30. September 2022 109,2 Mio. Euround liegt damit um 117,7 Mio. Eurounter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Steuern von Einkommen und Ertrag betrugen35,0 Mio. Euronach 37,1 Mio. Euroim Vorjahr.  Somit ergibt sich ein Periodenüberschuss nach Steuern von 74,1 Mio. Euro.

Eigenkapital neuerlich gestärkt–Expansion fortgesetzt

Das Eigenkapital konnte im Jahresabstand um 99,7 Mio. Euroauf 3,4 Mrd. Eurogesteigert werdenDies stellt einen neuen Höchststand dar. Somit konnte die Oberbank ihr Eigenkapital seit der Finanzkrise im Jahr 2009 mehr als verdreifachen. Die Kapitalausstattung ist mit einer Kernkapitalquote von 17,11 % und einer Gesamtkapitalquote von 19,10 % im europäischen Vergleich hervorragend! Die Expansion der Oberbank wurde mit drei Filialeröffnungen wie geplant fortgesetzt.

Nachhaltigkeitsmanagement mit internationalem Prime Rating ausgezeichnet

Die Ratingagentur ISS-ESG hat im Oktoberdas sehr gute Nachhaltigkeitsrating der Oberbank bestätigt. Die Oberbank AGhat Prime Status und zähltsomit zu den besten 10 %im Branchenvergleich (öffentliche Banken & Regionalbanken). Außerdem wurde die höchste Transparenzstufe „Transparency Level: very high (80–100%)“ erreicht.

Ausblick

Das Management der Oberbank geht von einer Abschwächung der Kreditnachfrage sowie einem Ansteigen der Risikokosten aus. Die volatilen Entwicklungen bei Rohstoff-und Energiepreisen sowie der Kapitalmärkte sind nicht abschätzbar und erlauben keinen belastbaren Ausblick

25.11.2022 | 11:41

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