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Phoenix Solar: Ausblick wird konkreter

Phoenix Solar (WKN A0BVU9) wagte nach Ablauf des ersten Halbjahres eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr: Der Umsatz des Photovoltaik-Systemhauses soll von 473 Mio. auf 660 bis 700 Mio. Euro zulegen. Etwa 20% des Umsatzes will Phoenix im Ausland erzielen. 2009 war der Auslandsumsatz von 159,7 auf 27,6 Mio. Euro eingebrochen.

BÖRSE am Sonntag

Phoenix Solar (WKN A0BVU9) wagte nach Ablauf des ersten Halbjahres eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr: Der Umsatz des Photovoltaik-Systemhauses soll von 473 Mio. auf 660 bis 700 Mio. Euro zulegen. Etwa 20% des Umsatzes will Phoenix im Ausland erzielen. 2009 war der Auslandsumsatz von 159,7 auf 27,6 Mio. Euro eingebrochen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll von 12,2 Mio. auf 36 bis 40 Mio. Euro steigen. Zur Erinnerung: Im Jahr 2008 lag das EBIT bei 33,8 Mio. Euro. Zuvor hatten die Bayern einen „deutlichen“ Umsatzanstieg sowie eine verbesserte Ertragslage in Aussicht gestellt. Im Jahr 2013 will das Unternehmen einer früheren Prognose zufolge 1,5 Mrd. Euro umsetzen und vor Zinsen und Steuern 100 Mio. Euro verdienen. Der Umsatzanteil aus dem Ausland soll dann mehr als 65% erreichen. Zu Monatsbeginn hatte Phoenix ein Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Spitzenleistung von 14,4 Megawatt auf einem ehemaligen Braunkohlentagebaugelände in Brandenburg fertiggestellt. Im dritten Quartal soll die Leistung auf 18 Megawatt ausgebaut werden. Die Zahl der installierten Solarmodule steigt von 186.000 auf 240.000.

SMA Solar: Optimistischere Prognose

SMA Solar (WKN A0DJ6J) hat seine Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Statt 1,1 bis 1,3 Mrd. Euro sollen nun 1,5 bis 1,8 Mrd. Euro umgesetzt werden. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) soll 24% bis 27% erreichen. Zuvor war der Anbieter von Solar-Wechselrichtern aufgrund des Preisdrucks von 20% bis 23% ausgegangen. Inzwischen rechnet das Management nur noch mit einem „moderaten“ Druck auf die Preise. Zudem sollen sich die Lieferschwierigkeiten, hervorgerufen durch Engpässe bei der Zulieferung von Bauteilen aus der Halbleiterindustrie, schrittweise verbessern. 2009 hatte SMA 934,3 Mio. Euro umgesetzt. Die EBIT-Marge lag bei 24,4%. Nach 339,3 Mio. Euro im ersten Quartal flossen im abgelaufenen zweiten Quartal ersten Berechnungen zufolge rund 461 Mio. Euro durch die Bücher (2. Quartal 2009: 160,4 Mio. Euro). Citigroup erhöhte das Kursziel nach Bekanntgabe der neuen Prognose von 110 auf 130 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. HSBC degradierte die Aktie von „übergewichten“ auf „neutral“, hob das Kursziel jedoch von 105 auf 110 Euro an. Experten der Hamburger Berenberg Bank stuften das Solar-Unternehmen von „halten“ auf „kaufen“ hoch und korrigierten ihr Kursziel von 89 auf 140 Euro.

Brenntag: Expansion in Südostasien

MDAX-Neuling Brenntag (WKN A1DAHH) übernimmt den in Süd- und Südostasien tätigen Chemikalienhändler EAC Industrial Ingredients von der dänischen The East Asiatic Company. Kostenpunkt: 160 Mio. Euro. Der Kauf soll noch im Juli abgeschlossen werden. Im laufenden Jahr will EAC mit etwa 800 Mitarbeitern in Thailand, Vietnam, Indonesien, auf den Philippinen, Malaysia, Singapur, Kambodscha, Indien und Bangladesch 220 Mio. Euro umsetzen. Durch die Bücher von Brenntag flossen 2009 rund 6,4 Mrd. Euro. Analysten der Deutschen Bank bestätigten ihre Kaufempfehlung und erhöhten das Kursziel von 81,80 auf 85 Euro. HSBC rät nach wie vor zum Übergewichten von Brenntag. Die Experten hoben ihr Kursziel nur leicht von 70 auf 71 Euro an. Goldman Sachs korrigierte das Kursziel von 73 auf 74 Euro und bekräftigte die Kaufempfehlung. Weniger euphorisch zeigte sich die französische Société Générale: Die Einstufung „halten“ und das Kursziel 59 Euro blieben unverändert. Der Kaufpreis erscheine auf den ersten Blick etwa hoch, lasse sich aber durch strategische Überlegungen rechtfertigen. Da die Übernahme aus den vorhandenen Barschaften finanziert werden soll, werde der Gewinn je Aktie im kommenden Jahr um 4% zulegen, heißt es in der Analyse.