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Roth & Rau: Prognosen kassiert

Mit einer neuen Hiobsbotschaft überraschte Roth & Rau (WKN A0JCZ5) kurz vor dem Jahreswechsel. Nachdem der Solarindustrie-Ausrüster Anfang November seine Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) aufgrund von Abschreibungen und Rückstellungen in Höhe von 8,5 Mio. Euro mehr als halbieren musste, wurde die Vorhersage für Umsatz und Ergebnis nun vollständig kassiert.

BÖRSE am Sonntag

Mit einer neuen Hiobsbotschaft überraschte Roth & Rau (WKN A0JCZ5) kurz vor dem Jahreswechsel. Nachdem der Solarindustrie-Ausrüster Anfang November seine Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) aufgrund von Abschreibungen und Rückstellungen in Höhe von 8,5 Mio. Euro mehr als halbieren musste, wurde die Vorhersage für Umsatz und Ergebnis nun vollständig kassiert. Diesmal werden 12,5 Mio. Euro wertberichtigt. Hintergrund: Der US-Solarzellenhersteller Spectrawatt, bisher Kunde von Roth & Rau, will seinen Geschäftsbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen im ersten Quartal 2011 voraussichtlich einstellen. Die Hohenstein-Ernstthaler rechnen mit der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens, dessen Liquidität eigenen Angaben zufolge nur noch für 90 Tage reiche. Roth & Rau hatte den Amerikanern eine Produktionslinie geliefert und für eine zweite einen Lieferantenkredit gewährt, der nun vorsorglich abgeschrieben wird. An Spectrawatt sind neben dem Berliner Solarunternehmen Solon (WKN 747119) auch Intel (WKN 855681) und Goldman Sachs (WKN 920332) beteiligt. Zuletzt wollte Roth & Rau 2010 rund 285 Mio. Euro umsetzen und auf EBIT-Basis 9 bis 9,5 Mio. Euro verdienen.

Mosaic: Quartalszahlen übertreffen Erwartungen

Der US-Düngemittelproduzent Mosaic (WKN A0DK91) steigerte den Gewinn im zweiten Geschäftsquartal von 107,8 Mio. auf 1,03 Mrd. US-Dollar. Neben höheren Verkaufspreisen spülte die Veräußerung einer Beteiligung am brasilianischen Konkurrenten Fosfertil nach Steuern 570 Mio. US-Dollar in die Kasse. Der Gewinn je Aktie legte von 0,24 auf 2,29 US-Dollar zu, vor Sonderposten von 0,24 auf 1,01 US-Dollar. Der operative Gewinn kletterte von 200,1 auf 658,2 Mio. US-Dollar. Im Vergleich zur Vorjahresperiode zog der Umsatz von 1,71 auf 2,67 Mrd. US-Dollar an. Analysten hatten 2,4 Mrd. US-Dollar Umsatz und 0,91 US-Dollar Gewinn je Aktie prognostiziert. Der mit Phosphaten erzielte Umsatz legte von 1,33 auf 1,97 Mrd. US-Dollar zu, der Umsatz mit Kaliumkarbonat von 414 auf 699 Mio. US-Dollar. Von 3,34 auf 3,67 Mio. Tonnen erhöhte sich der Phosphatabsatz, der Kali-Absatz von 1,03 auf 1,80 Mio. Tonnen. Der Durchschnittspreis je Tonne Phosphat stieg von 287 auf 461 US-Dollar, der Preis je Tonne Kaliumkarbonat fiel dagegen von 370 auf 331 US-Dollar. Im laufenden Quartal rechnet Mosaic mit einem Preisanstieg von 336 auf 510 bis 540 US-Dollar je Tonne Phosphat.

QSC: Einkaufstour

Der auf Geschäftskunden spezialisierte DSL-Anbieter QSC (WKN 513700) übernimmt für bis zu 25 Mio. Euro IP Partner. Die Nürnberger betreiben zwei Rechenzentren mit rund 10.000 Servern in Bayern und werden 2010 voraussichtlich 14 Mio. Euro umsetzen. Weitere Rechenzentren mit einer Gesamtfläche von 3.000 Quadratmetern befinden sich zudem im Bau. 15 Mio. Euro zahlt QSC bar, 10 Mio. Euro werden in Abhängigkeit vom Erreichen bestimmter Ziele spätestens Ende April 2012 fällig. Daneben wurden von Tele 2 die restlichen Anteile (32,5%) an der DSL-Netzgesellschaft Plusnet übernommen. Kostenpunkt: 36,7 Mio. Euro. Gleichzeitig erhalten die Kölner aus der vorzeitigen Auflösung des Vertrages mit Tele 2 rund 66,2 Mio. Euro. Unter dem Strich werden 29,5 Mio. Euro in die Firmenkasse von QSC fließen. Plusnet ist in der Bilanz bereits vollständig konsolidiert. Nach dem starken Anstieg in den vergangenen Wochen stufte Warburg Research die QSC-Aktie von „kaufen“ auf „halten“ ab, erhöhte jedoch das Kursziel von 2,80 auf 3,50 Euro. Quandt Research hält die angekündigte Dividendenzahlung für eine Ursache der zuletzt regen Nachfrage. Da das eigene Kursziel inzwischen übertroffen worden sei, wurde die Aktie von „kaufen“ auf „neutral“ abgestuft.