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Aufwärtstrend im Rücken der Freiheitsstatue

Thomas Fleck verantwortet bei Barclays Capital in Frankfurt das Zertifikategeschäft.

Thomas Fleck verantwortet bei Barclays Capital in Frankfurt das Zertifikategeschäft.


Thomas Fleck verantwortet bei Barclays Capital in Frankfurt das Zertifikategeschäft.

Gerade in den letzten zwei Jahren litt der US-Aktienmarkt unter deutlichen Kursrückschlägen. Anziehende volkswirtschaftliche Indikatoren haben dem amerikanischen Aktienmarkt allerdings zuletzt wieder einen Aufwärtstrend beschert. So vermeldeten die USA zum Jahreswechsel positive Wirtschaftsdaten. Mit einem ordentlichen Endspurt im vierten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt mit einer Jahresrate von 2,8% so stark zu wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Neben den zunehmenden Exporten beflügelte der private Konsum diese Entwicklung maßgeblich. So sank die Erwerbslosenquote im November vergangenen Jahres auf 8,6% und im Januar 2012 weiter auf 8,3%. Insgesamt wurden so rund 240.000 neue Stellen verzeichnet. Zudem ging die Inflationsrate auf 3,4% zurück. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet daher für 2013 mit einem Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts von 2,5%. Weitere positive Signale kommen auch aus der Wirtschaft. So stieg der ISM-Einkaufsmanagerindex – ein Frühindikator für die wirtschaftlichen Aktivitäten in den USA – im Januar auf 54%, wobei Indexstände über 50 Punkten eine wirtschaftliche Belebung signalisieren.

Eigene Anlagephilosophie gezielt umsetzen

Es sprechen also gute Gründe für eine wirtschaftliche Erholung und eine Stabilisierung des US-Aktienmarktes. Hieraus ergeben sich Potenziale für Anleger. Denn gleichzeitig weisen die Aktienmärkte in den USA Nachholbedarf auf. Zwar notiert der S&P 500 aktuell um 5,1% höher als noch zu Jahresanfang. Allerdings liegt er weiter unterhalb des Kursniveaus, das er noch im vergangenen Juni hatte. Zudem bieten die anhaltend niedrigen Zinsen ein günstiges Umfeld für Aktien. Erst zu Jahresbeginn hatte die US-Notenbank bekannt gegeben, den Basiszins bis 2014 auf einem niedrigen Niveau zu lassen.

Für ein Investment in die USA finden Anleger ein breites Spektrum an Instrumenten. Diese hängen maßgeblich mit den eigenen Anlagezielen und Markterwartungen zusammen. Anleger können so beispielsweise über Zertifikate auf den Barclays US Chips Index gezielt ihr Engagement in amerikanischen Unternehmen ausbauen, die stark in Forschung und Entwicklung investieren. Dabei berücksichtigt der Index lediglich solche Unternehmen, deren Aufwand für den Forschungsbereich in den vergangenen vier Jahren eine jährliche Wachstumsrate von mindestens 15% aufweist. Hieraus ergeben sich solide Wachstumspotenziale. Zudem erfüllen die Unternehmen beim Kurs-Gewinn-Verhältnis beziehungsweise bei der Eigenkapitalrendite Mindestanforderungen. Fundamental günstig bewertete Unternehmen, die auch für mögliche wirtschaftliche Rückschläge gut gewappnet erscheinen, werden damit herausgefiltert.

Um auch von seitwärts laufenden Märkten profitieren zu können, bieten sich Discount-Zertifikate an. Hierbei erwerben Anleger einen Basiswert, wie zum Beispiel Aktien oder Indizes, mit einem Preisabschlag zum aktuellen Börsenkurs. Im Gegenzug akzeptieren sie eine feste maximale Ertragsobergrenze. Diese bestimmt die Höhe des Rückzahlungsbetrags am Fälligkeitstag. Bei einem Investment in die USA können Anleger sich mithilfe von Quanto-Discount-Zertifkaten gegen eine Abwertung des US-Dollar absichern. Ihre Abrechnung erfolgt am Fälligkeitstag zu einem festgelegten Wechselkurs.

Ein Investment in US-Aktien erscheint aktuell attraktiv. Neben konjunkturellen Indikatoren geben auch fundamentale Daten der Unternehmen positive Signale. Anleger können mit unterschiedlichen Produkten ihre Investment-Philosophie umsetzen und an den Entwicklungen in den USA partizipieren.

15.02.2012 | 00:00

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