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Cyber War - Online-Sicherheit als Investment-Chance

Pedram Payami, Head Public Solutions, EFG Financial Products (Europe) GmbH

Pedram Payami, Head Public Solutions, EFG Financial Products (Europe) GmbH


von Pedram Payami, Head Public Solutions, EFG Financial Products (Europe) GmbH

 

In den letzten Jahren hat das Internet in unserem privaten und beruflichen Alltag Einzug gehalten. Die Wichtigkeit dieses Mediums ist unumstritten und auch in Zukunft wird das Internet weiterhin unser Leben prägen.

Die Zahl der Internet-Nutzer weltweit nimmt stetig zu und gleichzeitig vervielfältigen sich die Möglichkeiten, Zugang zum Internet zu bekommen. Mit fast jedem Mobiltelefon ist es heutzutage möglich, im World Wide Web zu surfen oder E-Mails abzurufen. Gerade Funktionen wie Navigation oder der Abruf von Informationen über die Umgebung erleichtern das Leben des Anwenders. In den letzten Jahren haben sich Online-Plattformen für den Handel mit Konsumgütern zum festen Bestandteil im Leben der Nutzer entwickelt und deren Gewohnheiten nachhaltig beeinflusst. Zusätzlich haben soziale Netzwerke sich als festes Kommunikationsmedium im Alltag etabliert.

Damit verbunden steigen aber auch die Gefahren im Netz und die Angriffe durch Hacker und Cyberkriminelle auf Unternehmen, Staaten und Privatpersonen nehmen stetig zu. Die Online-Security-Branche befasst sich mit dieser Problematik und entwickelt Systeme und Programme, um Daten vor solchen Angriffen zu schützen.

Angriffe aus dem Internet vermehren sich

Bereits Ende der 1980er-Jahre gab es international viele Vorfälle, bei denen sich Viren oder Würmer über Firmennetzwerke ausgebreitet haben. Hierbei waren keineswegs nur kleine oder mittelständische Konzerne und Firmen betroffen. 1988 ging bei der NASA eine Fehlermeldung ein, welche sich über das komplette Firmennetz der NASA ausbreitete und auf einen Internet-Virus zurückzuführen war. Solche Meldungen über Angriffe auf Staaten oder Unternehmen haben sich in der letzten Zeit gehäuft. Vor einem Jahr legte der Computervirus Stuxnet das iranische Atomprogramm lahm, worauf die USA verkündeten, dass Attacken aus dem Netz auf ihre Infrastruktur als Kriegserklärung gehandhabt würden. Auf der Unternehmensseite stand der Elektronikkonzern Sony im April dieses Jahres im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Nach eigenen Angaben hatten Hacker auf das PlayStation Network (PSN) und den Service Qriocity zugegriffen und mehr als 77 Mio. Nutzerdaten erbeutet. Seither wurde bekannt, dass die amerikanische Großbank Citigroup und der Online-Riese Google elektronisch angegriffen wurden. In den Medien werden meistens nur die Schaden verursachenden Attacken veröffentlicht, die Dunkelziffer an versuchten Angriffen ist somit deutlich höher als die von der Bevölkerung wahrgenommene Anzahl. Auf IT-Sicherheit spezialisierte Unternehmen reagieren darauf mit der kontinuierlichen Aktualisierung der Anwendungsprogramme und immer durchdachteren Abwehrmechanismen. Aber auch die Hacker suchen gezielt Lücken in den Sicherheitssystemen und verwenden immer modernere Schadsoftware für ihre Angriffe. Dieses gegenseitige Wettrüsten wird in der Medienlandschaft bereits als Cyber War bezeichnet.

Die steigende Anzahl an Internet-Nutzern und das stetig wachsende Datenvolumen lassen den Bedarf an Sicherheit im Internet in den nächsten Jahren weiter steigen. Unternehmen, die auf die Erstellung von Abwehrprogrammen fokussiert sind, könnten daher von dieser Entwicklung profitieren.

Mit dem neuen Tracker-Zertifikat (CH0131580950) von EFG Financial Products auf den Solactive Online Security Performance Index können Anleger an der Wertentwicklung ausgesuchter Firmen aus dem Sektor Online-Sicherheit partizipieren. Der Index berücksichtigt Dividendenzahlungen und besteht aktuell aus 13 Unternehmen. Das Zertifikat ist börsentäglich an der Scoach Frankfurt handelbar und beinhaltet eine Management-Gebühr von 1,2% p. a.

25.07.2011 | 00:00

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