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Digitale Anlageberatung: NRW födert Fintech und Hochschule

(Bild: Fotolia / the lightwriter)


Das Fintech-Unternehmen moneymeets und die WHU – Otto Beisheim School of Management wurden im Leitmarktwettbewerb CreateMedia.NRW zur Förderung mit EU-Mitteln ausgewählt. Sie entwickeln gemeinsam ein Visualisierungs- und Benutzerführungskonzept für die digitale Anlageberatung (VikoDiA).

Das Kölner Fintech-Unternehmen moneymeets und die WHU – Otto Beisheim School of Management Düsseldorf überzeugten im Leitmarktwettbewerb CreateMedia.NRW mit dem gemeinsamen Projekt „VikoDiA“. Das Kürzel steht für „Visualisierungskonzept für die Digitale Anlageberatung“. Ziel ist es, ein kreatives und innovatives Visualisierungs- und Benutzerführungskonzept für eine allumfassende digitale Anlage- und Finanzberatung zu entwickeln. „Bei der Umsetzung arbeiten wir interdisziplinär mit Erkenntnissen aus den Forschungsbereichen Asset Management und Verhaltenspsychologie,“ sagt Dieter Fromm, Mitgründer und Geschäftsführer bei moneymeets: „Diese verbinden wir mit Elementen aus der Spieleindustrie (Gamification), um Nutzern völlig neue Erfahrungen bei der Verwaltung ihrer privaten Finanzen zu vermitteln. Mit dem Projekt wollen wir einen Beitrag zur technologischen und wirtschaftlichen Innovationstätigkeit der Branche leisten.“

Auch aus akademischer Sicht hat das Projekt eine hohe Relevanz. Die WHU wird die Entwicklung des Visualisierungskonzepts für die digitale Anlageberatung mit zwei Dissertationsprojekten begleiten. Dabei werden die angewandten Methoden des Asset Management unter Berücksichtigung verhaltenspsychologischer Aspekte wissenschaftlich fundiert und die User Experience systematisch getestet und ausgewertet. „Auch in der finanzwirtschaftlichen Forschung hat das Thema Digitalisierung einen hohen Stellenwert erlangt. Die Schnittstellen zum Asset Management und der Verhaltenspsychologie sind dabei vielfältig und stellen ein sehr interessantes und innovatives Forschungsspektrum dar. Dadurch bietet das gemeinsame Projekt große Chancen für Wissenschaft und Praxis.“, so Dr. Katrin Baedorf, Director am Center of Asset and Wealth Management der WHU, die das Projekt für die WHU leitet.

Die klassische Anlageberatung durch Banken verliert an Bedeutung. Daher hat das Projekt auch eine hohe Alltagsrelevanz. Mangelndes Vertrauen, eine eingeschränkte Produktpalette und die räumliche und zeitliche Bindung an eine Filiale sorgen dafür, dass sich immer mehr Menschen nach Alternativen zur traditionellen Bank- und Finanzberatung umsehen. Hier setzen Fintech-Unternehmen an, die in der Lage sind, umfassend und transparent über Anlageformen zu informieren und die Abwicklung aller Finanzangelegenheiten bankenübergreifend, mobil und zu deutlich geringeren Kosten zu ermöglichen. „Die größte Herausforderung, der sich Fintech-Unternehmen wie moneymeets derzeit gegenübersehen, ist die verständliche Aufbereitung von Finanzinformationen für die Verbraucher. Einerseits müssen alle relevanten Informationen enthalten sein, auf der anderen Seite darf man nicht in Fachchinesisch verfallen, da der Anleger sonst schnell abschaltet. Mit dem Projekt VikoDiA wollen wir hier den goldenen Mittelweg finden“, erklärt Johannes Cremer, Mitgründer und Geschäftsführer von moneymeets.

VikoDiA wurde in der zweiten Einreichrunde des Leitmarktwettbewerbs CreateMedia.NRW von einem unabhängigen Gremium zur Förderung mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ausgewählt. Der Wettbewerb prämiert Geschäftsmodelle rund um das Internet, aber ebenso Low-Tech- oder Social Innovations, die den Nährboden für weitere marktfähige Innovationen schaffen können. Im Rahmen des EFRE-Programms „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung 2014-2020“ werden die besten Projekte finanziell unterstützt und damit die Entwicklung des Medien- und Kreativclusters in NRW weiter vorangetrieben.

28.11.2016 | 13:38

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